Wladimir30 hat geschrieben: ... Das ist auch so nicht gesagt. Sehr oft müssen alle Bedienungen nach Feierabend das Trinkgeld in einen Topf schmeißen und es wird geteilt. Was grundsätzlich auch verständlich ist, denn z.B. der Koch trägt viel zur Zufriedenheit bei und kriegt sonst nichts. Der Chef ... leistet ja auch viel dazu, damit der Gast sich wohlfühlt. Klar, er kriegt es über den Gewinn bezahlt. Aber wenn er "nur" der Direktor ist und nicht der Eigentümer? Dann hat er, wie auch die Bedinungen, Köche etc. sonst nur sein Gehalt.
Wladimir, es kann gut sein, daß man in 10 Hotels 10 verschiedene TRINKGELDMETHODEN vorfindet.
Zum Thema Koch ohne Trinkgeld - Kellner mit Trinkgeld - Grundsätzlich wird das vom Chef berücksichtigt, dadurch hat der Koch a prirori ein wesentlich höheres Gehalt als der Kellner.
Beispiel: Ich hatte Gehalt 420 MdN - der Koch 650 MdN]
Zum 2. Modell: In einem Hotel hat jeder Service-Mitarbeiter [Kellner + Kellnerin + Weinkellner + Oberkellner] bei jedem Schichtende 3 € in eine Kasse geschmissen [die Köche nicht !] - diese Kasse wurde bei bestimmten Anlässen, z.B. Weihnachten, Tag d. Nat. Volksarmee usw....

, Tag des sozialist. Binnenhandels

] geleert und entweder verteilt oder ein vernünftiger Betriebsausflug gemacht. Wie es gerade kam.
Köche und Barmänner + -frauen [also alle Nicht-Trinkgeldempfänger] hatten das Personalessen frei, Kellner nicht, macht auch etwas aus . . .
Dann gibt's die berühmt-berüchtigte Kaffee-Kasse, die an der Rezeption stand, in der Hoffnung, daß die Gäste dort ihren Obulus reinschmeißen -
Merke: Nichts kann pauschalisiert werden, es gibt wie in fast allen Dingen, Unmengen der Möglichkeiten.
Und wenn der Chef, der Dicke, nicht Eigentümer ist, dann ist er Geschäftsführer, und somit hat er i.d.R. ein exorbitant, entsprechend hohes Gehalt, daß er dem Kellner sein Trinkgeld nicht neidet, so kenne ich das. Also, daß der Geschäftsführer "nur sein Gehalt" bekommt, mag stimmen, wenn ich ein solches Gehalt hätte, würde ich auch auf des Kellner's Trinkgelf pfeifen.
Über Verantwortung und dem schönen Wort "Unternehmensrisiko" müssen wir jetzt aber nicht reden - das ist unbezahlbar, klar. Schon alleine aus diesem Grund habe ich eine solche Position NIE & Nimmer angenommen - ich war immer "Schütze A...sch im letzten Glied" und war froh darüber.
[Das war jetzt das "Wort zum Montag" - wissen, wann endlich die neuen Banknoten kommen (siehe Titel), tue ich immer noch nicht
![welcome [welcome]](./images/smilies/welcome.gif)