Verfasst: 05 Jan 2006, 04:23
Nichts einfacher als das... Einfach zur Schule/Arbeit gehen, dort mit den anderen Mitmenschen zusammenleben oder etwas unternehmen; dann klappt das ganz hervorragend.
Zu viele Aussiedler machen in Deutschland den Fehler, Deutsche zu meiden. Ich glaube, das liegt daran, dass sie sich nicht akzeptiert fühlen und die Sprache noch nicht besonders können.
So fangen viele an, nur unter einander zu verkehren und ab da wirds gefährlich.
Diese Abschottung ruft bei vielen nationale Gefühle wieder hervor und sie leben ihr Russland in Deutschland.
Beuflich oder in der Schule sieht es natürlich nicht immer glänzend aus, dann fühlt man sich benachteiligt und manche werden dann auch schon mal straftätig.
Ich wohne in einer Stadt, in der viele Aussiedler wohnen, es ist hier auch eine Art Gheto entstanden (Wohnungen wurden frei, weil die Belgier und Engländer abzogen). Und Nachts trauen sich Deutsche da kaum hinein. Das kann ich aber gut verstehen, mir selber würde ebenfalls ganz bange werden.
Dann heißt es: "diese Russen". Und die fühlen sich ausgegrenzt und der ganze Mist dreht sich so immer weiter...
Was daran lustig ist: die "Russen" sind ja in der Regel keine richtigen Russen.
Was mich bei vielen wahnsinnig aufregt, ist dass sie weder Deutsch lernen, noch die russische Sprache klar sprechen, sondern zunächst aus Bequemlichkeit, dann weil sie es nicht anders können, die russische Sprache mit allen möglich durchkonjugierten deutschen Begriffen durchsetzen.
Schon allein wenn ich diese Leute höre, habe ich keine Lust, mich mit ihnen weiter zu unterhalten...

Zur Zeit der Sowjetunion und kurze Zeit danach, kamen die Aussiedler nach Deutschland, die sich als Deutsche fühlten und von der Übersiedlung überzeugt waren. Als es dann vor allem in Kasachstan Berg ab ging, entschlossen sich auch diejenigen überzusiedeln, die nichts mit Deutschland verbanden. Wirtschaftsflüchtlinge.
Und das tat weder Deutschland, noch Kasachstan/Russland besonders gut. An einer Seite wanderten qualifizierte Arbeitskräfte aus, an der an anderen kamen lustlose Personen hinein, und das bei einer wachsenden Arbeitlossigkeit.
Viele hatten ein falsches Bild von Deutschland, jemand hatte es im Forum glaube ich schon geschrieben. Als Schlaraffenland erwies es sich letzten Endes nicht. Auch hier muss man sich das Geld hart erarbeiten.
Da setzten "Firmen" mit einem Schneeballsystem gut an. Bei uns haben die auch zich Mal angerufen, in der Hoffnung, meine Eltern oder ich würden bei denen einsteigen und Klienten locken und Waren verscherbeln. Es ist unglaublich, wie viele darauf reinfallen. Aber nicht zu Letzt, wegen ihrer mangelden Erfahrung mit dem Kapitalsimus und seinen feinen Häckchen.
Klappt es nich und der erhoffte Erfolg stellt sich nicht ein, steigt der Frust. Mein Vater war zu einer Fortbildung in Österreich und war im gleichen Hotel untergbracht, wie eine Gruppe von Aussiedlern, die zu einer Tagung einer solchen Firma zusammengetroffen waren: wer will schon etwas bei Leuten kaufen, die zuvor in einer Kolchose gearbeitet haben und nun in einem Sacko verkehren, der ihnen garnicht passt?
Also, man muss möglichst schnell mit deutschen und anderen Mitmenschen Kontakt aufnehmen. So gewinnt man Freunde und Menschen, von denen man sich wirklich beraten lassen kann.
Zu viele Aussiedler machen in Deutschland den Fehler, Deutsche zu meiden. Ich glaube, das liegt daran, dass sie sich nicht akzeptiert fühlen und die Sprache noch nicht besonders können.
So fangen viele an, nur unter einander zu verkehren und ab da wirds gefährlich.
Diese Abschottung ruft bei vielen nationale Gefühle wieder hervor und sie leben ihr Russland in Deutschland.
Beuflich oder in der Schule sieht es natürlich nicht immer glänzend aus, dann fühlt man sich benachteiligt und manche werden dann auch schon mal straftätig.
Ich wohne in einer Stadt, in der viele Aussiedler wohnen, es ist hier auch eine Art Gheto entstanden (Wohnungen wurden frei, weil die Belgier und Engländer abzogen). Und Nachts trauen sich Deutsche da kaum hinein. Das kann ich aber gut verstehen, mir selber würde ebenfalls ganz bange werden.
Dann heißt es: "diese Russen". Und die fühlen sich ausgegrenzt und der ganze Mist dreht sich so immer weiter...
Was daran lustig ist: die "Russen" sind ja in der Regel keine richtigen Russen.
Was mich bei vielen wahnsinnig aufregt, ist dass sie weder Deutsch lernen, noch die russische Sprache klar sprechen, sondern zunächst aus Bequemlichkeit, dann weil sie es nicht anders können, die russische Sprache mit allen möglich durchkonjugierten deutschen Begriffen durchsetzen.
Schon allein wenn ich diese Leute höre, habe ich keine Lust, mich mit ihnen weiter zu unterhalten...
Zur Zeit der Sowjetunion und kurze Zeit danach, kamen die Aussiedler nach Deutschland, die sich als Deutsche fühlten und von der Übersiedlung überzeugt waren. Als es dann vor allem in Kasachstan Berg ab ging, entschlossen sich auch diejenigen überzusiedeln, die nichts mit Deutschland verbanden. Wirtschaftsflüchtlinge.
Und das tat weder Deutschland, noch Kasachstan/Russland besonders gut. An einer Seite wanderten qualifizierte Arbeitskräfte aus, an der an anderen kamen lustlose Personen hinein, und das bei einer wachsenden Arbeitlossigkeit.
Viele hatten ein falsches Bild von Deutschland, jemand hatte es im Forum glaube ich schon geschrieben. Als Schlaraffenland erwies es sich letzten Endes nicht. Auch hier muss man sich das Geld hart erarbeiten.
Da setzten "Firmen" mit einem Schneeballsystem gut an. Bei uns haben die auch zich Mal angerufen, in der Hoffnung, meine Eltern oder ich würden bei denen einsteigen und Klienten locken und Waren verscherbeln. Es ist unglaublich, wie viele darauf reinfallen. Aber nicht zu Letzt, wegen ihrer mangelden Erfahrung mit dem Kapitalsimus und seinen feinen Häckchen.
Klappt es nich und der erhoffte Erfolg stellt sich nicht ein, steigt der Frust. Mein Vater war zu einer Fortbildung in Österreich und war im gleichen Hotel untergbracht, wie eine Gruppe von Aussiedlern, die zu einer Tagung einer solchen Firma zusammengetroffen waren: wer will schon etwas bei Leuten kaufen, die zuvor in einer Kolchose gearbeitet haben und nun in einem Sacko verkehren, der ihnen garnicht passt?
Also, man muss möglichst schnell mit deutschen und anderen Mitmenschen Kontakt aufnehmen. So gewinnt man Freunde und Menschen, von denen man sich wirklich beraten lassen kann.