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Verfasst: 03 Aug 2006, 15:18
von Ralph
als alter Rotelianer gibt es hier den ultimativen Tip: :P
http://www.globetrotter.de/de/shop/deta ... f9e8b79a34
oder ähnliche aus dem Sortiment, Bewertungen lesen hilft die Spreu vom Weizen zu trennen.
zur Hälfte mit Heisswasser aus dem Samowar füllen, andere Hälfte Kalt aus dem Klo und schon kann das fröhliche Duschen beginnen. Badelatschen nicht vergessen
Viel Spass
Ralph
P.S.
auch ein guter Tip für die Heiswasserlose Zeit in Moskauer Wohneinheiten

Verfasst: 14 Aug 2006, 16:15
von barthez
Oblomski hat geschrieben:manuchka hat geschrieben:Hab ich da was von Duschen gelesen?
Ich weiß nicht, was für ein Zug die Nr. 4 ist, aber wenn es kein Zarengold oder sonstiger Touri-Zug ist und du kein Luxusabteil gebucht hast, vergiss mal die Duschen. Es gibt in den Toilettenräumen Waschbecken. Und die Sauberkeit... na.. ich habe verschiedenes gesehen, aber die meisten DB-Klos waren sauberer.
Manu
Laut einem Augenzeugenbericht gibt es zumindest im Zug Nr. 1 nach Wladiwostok tatsächlich Duschen, allerdings nur gegen extra Bezahlung im "schtabnoj wagon". Sogar eine oder mehrere Waschmaschinen solls dort geben.
Die Angaben sind ohne Gewähr.
Das ist allerdings richtig, zumindest im Baikalexpress.
Zug Nr. 9 und auch Nummer 10 haben im Erste Klasse Abteil eine Dusche. darf jedermann gegen eine Gebühr von 100 Rubel für 30 Minuten nutzen.
Weiß allerdings nicht, ob das auch für andere Züge gilt.
Edith:
PS:
Nochmal zum Topic, recht aktuell, da ich seit Samstag erst wieder zu Hause bin.
Touristen:
In dieser Zeit wird es sicherlich mind. ein Verhältnis von 30 (Touristen) zu 70 (Einheimische) geben. Und da sind meist auch immer welche dabei, die ein paar Brocken Russisch können um notfalls den Übersetzer zu spielen.
Hab so wild, zumindest in den Firmen-Zügen.
Geld:
Kann man sowohl an den größeren Bahnhöfen am Bankomat ziehen, als auch zu einem Kurs von 1 zu 30 im Zug tauschen. Beides kein Problem, man sollte falls man den Zug verläßt allerdings eine Vertrauensperson informieren und die Schaffnerin drauf aufmerksam machen
Duschen:
Wie oben beschrieben. Schlauch mitnehmen ist aber denke ich zwecklos, weil im Wasserhahn so ein Ventil nach oben gedrückt werden muss, damit Wasser fließt. Duschen kann man aber auch mit einer 1,5l Flache oder Kochgeschirr der Bundeswehr 8)
Sauberkeit:
Besser als ein RE voll mit Fußballfans.
Essen:
Absolut keine Klagen!
Dafür war das Angebot auf den Bahnhöfen mäßig und mitlerweile teilweise bereits vollkommen kommerzialisiert zu lächerlichen Preisen (Ne kleine fabrikverpackte Wurst zu 500 Rubel! hallo??)
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, die Erinnerungen sind noch recht frisch

Verfasst: 15 Aug 2006, 07:24
von Zejtnot
barthez hat geschrieben:Dafür war das Angebot auf den Bahnhöfen mäßig und mitlerweile teilweise bereits vollkommen kommerzialisiert zu lächerlichen Preisen (Ne kleine fabrikverpackte Wurst zu 500 Rubel! hallo??)
Die Babuschkas auf dem Bahnsteig sehen halt auch die Zugnummer und scheinen ihre Preise den Fahrgästen anzupassen. Aber solche krassen Preise habe ich noch nicht erlebt.
Es gibt natürlich Bahnhöfe wie Krasnojarsk, die jeden Handel auf dem Bahnsteig verboten haben. Dort kann man nur noch am teuren Kiosk einkaufen. Billiger sind inzwischen häufig die Angebote beim Schaffner. Dozhirak - die legendäre Nudelsuppe - kostet da oft weniger als auf dem Bahnhof.
Verfasst: 15 Aug 2006, 11:42
von barthez
Zejtnot_ hat geschrieben:barthez hat geschrieben:Dafür war das Angebot auf den Bahnhöfen mäßig und mitlerweile teilweise bereits vollkommen kommerzialisiert zu lächerlichen Preisen (Ne kleine fabrikverpackte Wurst zu 500 Rubel! hallo??)
Die Babuschkas auf dem Bahnsteig sehen halt auch die Zugnummer und scheinen ihre Preise den Fahrgästen anzupassen. Aber solche krassen Preise habe ich noch nicht erlebt.
Das meine ich ja eben, es gab kaum noch Bahnhöfe mit Babuschkas, wenn hab ich dort auch was gekauft, egal ob ich wußte was das ist oder nicht

.
Größtenteils gabs aber nur noch Kiosks oder 4 bis 5 Rollwagen mit der absolut identischen Ware drauf. Und dann noch zu Preisen, die in Deutschland schon unverschämt sind.
Fand ich sehr schade.
Verfasst: 15 Aug 2006, 13:43
von manuchka
Mist... jetzt lassen sie die Omis auf den Bahnhöfen nix mehr verdienen und zocken stattdessen die Touris ab... dabei war das Angebot der Omis immer lecker und preiswert und für die Omis selber eine gute Verdienstmöglichkeit... alle waren zufrieden, aber das kann ja kein Beamter ersehen, also müssen Vorschriften her, die das ändern.
In dem Zusammenhang fällt mir der Witz ein, den meine (russische) Schwiegermutter gestern erzählt hat, der ist eigentlich nicht witzig, sondern traurig, denn ein Körnchen Wahrheit ist drin:
Ein Deutscher, ein Amerikaner und ein Russe stehen vor Gott, und Gott gewährt jedem von ihnen einen beliebigen Wunsch. "Aber", sagt Gott, "denkt daran - was immer ihr euch wünscht, bekommt euer Nachbar auch, aber doppelt so viel."
Die drei überlegen... dann sagt der Deutsche: "Ich möchte einen schönen Bauernhof." - Er bekommt ihn, und sein Nachbar kriegt zwei Höfe.
Der Amerikaner wünscht sich ein tolles schnelles Auto - auch sein Wunsch wird erfüllt, und sein Nachbar bekommt zwei super Autos.
Der Russe überlegt: 'Vielleicht ein großes Haus? Ach nein, dann kriegt mein Nachbar ja zwei! Einen Sack Gold? Nee, dann hat mein Nachbar ja auch doppelt so viel wie ich...' Nach langem Grübeln sagt der Russe schließlich: "Ach weißt du, Gott, schlag mir doch ein Auge aus..."

Verfasst: 15 Aug 2006, 13:51
von RomanS
Zejtnot hat recht!
Ich bin jetzt seit ca. zwei Wochen Zuhause. Ich war auch mit der Transsib unterwegs, jedoch nur bis Novosibirsk. Ich fand die Züge richtig gut! Auf dem hinweg war ich mit dem Sibirjak (ZugNr. 26) unterwegs. Innen war er gut ausgestattet und wie fast alle Züge mit Klimaanlage. Auf den Rückweg hat ich den Baikal (ZugNr. 10). Der hatte tatsächlich Duschen an Bord. Dieser Zug war überhaupt richtig gut. Jeden Morgen wurden die WC gründlich gereinigt. Die Klobrillen sind mit Folien überzogen, die regelmäßig gewechselt werden. Einen kleinen Teil des Reisebericht hab ich schon auf der Website online. Kannst ja reinschauen, wenn du willst.
Ausländer hab ich dort nicht gesehen. Nimm dir auf jedenfall ein gutes und dickes Buch mit und wenn du magst auch etwas Musik. Es wird nicht langweilig aber nach zwei Tagen wird der Körper müde, weil ihm die Bewegung fehlt. Zumindestens ging es mir so. Lern am besten etwas russisch, das hilft immer. Ich spreche russisch, da ich da geboren wurde.
PS: Wie konnte man nur die Babuschki verbieten? Ich habe sie richtig vermisst!!!!!!
Verfasst: 15 Aug 2006, 20:25
von barthez
RomanS hat geschrieben:
Ausländer hab ich dort nicht gesehen.
Schwer vorstellbar, ich hab Zug Nr. 10 direkt am Bahnhof gebucht und mußte Russen wirklich suchen
Zu den Babuschkas:
Wirklich Schade, scheinen fast schon mafia-ähnliche Strukturen da zu herrschen

Verfasst: 15 Aug 2006, 21:27
von harald63
barthez hat geschrieben:Zu den Babuschkas:
Wirklich Schade, scheinen fast schon mafia-ähnliche Strukturen da zu herrschen

Liegt das daran oder daran, das Mehr "Ordnung" herrscht?
Ich vermute, wenn Oma hier in Deutschland auf einem Bahnsteig anfinge Lebensmittel zu verkaufen, würde sie gegen mindestens ein Dutzend Gesetze und Vorschriften verstossen...
Verfasst: 15 Aug 2006, 21:36
von barthez
harald63 hat geschrieben:barthez hat geschrieben:Zu den Babuschkas:
Wirklich Schade, scheinen fast schon mafia-ähnliche Strukturen da zu herrschen

Liegt das daran oder daran, das Mehr "Ordnung" herrscht?
Ich vermute, wenn Oma hier in Deutschland auf einem Bahnsteig anfinge Lebensmittel zu verkaufen, würde sie gegen mindestens ein Dutzend Gesetze und Vorschriften verstossen...
Als Gast schwer zu sagen, anhand der übrigen Gegenbenheiten in Russland würde ich eher schätzen, dass gewisse Leute "den Part" einfach mal für sich beansprucht haben. Ich glaube da weniger an Gesetze oder Vorschriften, meiner Meinug nach wurden die Babuschkas nur weggeschickt, weil andere dieses Geld verdienen wollten.

Verfasst: 15 Aug 2006, 22:03
von harald63
Ich kann mir vorstellen, dass in Bahnhöfen oder auch auf Bahnsteigen immer mehr reguläre Geschäfte und Kioske sind, die Pacht an den Bahnhofbetreiber zahlen müssen und dafür auch erwarten (leider können), dass umgekehrt der Bahnhofbetreiber dafür sorgt, dass ihnen niemand das Geschäft kaputtmacht.