Seite 2 von 4

Verfasst: 21 Sep 2006, 06:47
von Zejtnot
Ich würde den Umzug in jedem Fall empfehlen. Selbst die Winterdepri finde ich nicht sooo schlimm. Frühjahr ist grässlich, März und April. Aber Winter ist schön, viel Schnee und so.

Warum umziehen? Einfach der Beziehung zu liebe! Drei Jahre lang pendeln - das ist eine unbeschreibliche Belastung. Zudem bei Russland diese Belastung durch jede Menge komplizierter Visaprozeduren noch erhöht wird.

Autofahren geht, wenn man sich selbst einen aggresiven Fahrstil angewöhnen kann. Arbeit findet man auch, unter den bereits genannten Kompromissen.

Verfasst: 21 Sep 2006, 07:16
von Ragnar Schluchtmann
Hallo Fidelia, willkommen im Forum

Lieber mit dem Mann gemeinsam durch die Winterdepression kommen, als allein zuhause die Trennungsdepression durchstehen. Mit ein bisschen Aktivitaet kann man den Winter hier auch sehr schoen finden, es ist sogar ein richtiger Winter mit viel Schnee. Also Schlittschuh- oder Skilaufen, Exkursionen in die winterlichen Kloester, etc.
Arbeit finden an sich duerfte so schwer nicht sein, allerdings als Spezialist schon. Du wirst aber mit der Eingewoehnung und der Sprache die erste Zeit genug zu tun haben und Dich nicht langweilen.
Die Varshavskoe shosse ist immer voll mit vielen Autos. Man sollte also in der Naehe wohnen, um nicht jeden Tag im Stau zu stehen. Empfiehlt sich Tschertanovo, Konkovo, Beljajevo. Dort gibt es durchaus schoene Wohngegenden und mit der Metro bist Du in 25min im Zentrum.
Also alles Gute

Ragnar

Verfasst: 21 Sep 2006, 10:05
von manuchka
Elja hat geschrieben:Russisch ist nicht soooo schwierig, es ist etwa so wie mit Latein: Das Wichtigste ist, die Grammatiktafeln im Kopf zu haben! Die Grammatik ist das A und O - und die ist nicht schwer!
Ich finde Wortschatz wichtiger als astreine Grammatik - wenn du die Wörter weißt, die du brauchst, versteht man dich mit ein bißchen gutem Willen und deinen Gesten zur Unterstützung, aber wenn du prima "ich bin, du bist, wir sind" etc kannst, aber dann nicht weißt, was "hungrig" und "durstig" heißt, bringt dich die beste Grammatik nicht weiter. :wink:

Ansonsten ist es wirklich empfehlenswert, dass ihr euch nicht zu weit von der Arbeit deines Mannes niederlasst, sonst ist das mit den Staus und der Fahrerei, egal ob mit eigenem oder öffentlichem Transport, auf die Dauer nervig. Ragnar hat schon paar wirklich gute Tipps gegeben. Und zum Verkehr guck mal hier im Forum in der Auto-Rubrik oder der Reise-Rubrik, einen kleinen Eindruck gibt es z.B. hier:
http://aktuell.ru/forum/viewtopic.php?t ... sc&start=0 zum Autofahren in Moskau mit Links zu paar anschaulichen Videodateien auf S. 2 des Themas
http://aktuell.ru/forum/viewtopic.php?t ... sc&start=0 zum Autofahren in RUS (speziell Mietwagen ja oder nein?) mit Fotos und noch paar Links auf S. 2 des Themas

Verfasst: 21 Sep 2006, 11:23
von shkelda
Das mit Russisch wird noch !
Bei mir war es auch so (ich meine ich bin jetzt nicht wirklich der fliessende Russischsprecher :D) am Anfang urschwer und nach und nach versteht man die Logik dahinter immer mehr.
Das Unangenehmste an der Russischen Sprache ist zwar das Aspektsystem aber da kommt man auch dahinter.

Ich würde auch auf jeden Fall mitfahren. Nicht weil, wie hier behauptet, westliche Männer den russischen Frauen nicht widerstehen können, sondern weil es einfach eine unglaubliche Lebenserfahrung ist.
Russland und Moskau mit all den, für westliche Bürger dieser Welt, unglaublichen Gegensätzen.

Schon alleine um Korruption zu erleben, würde ich nach Russland ziehen :) Wenn du einen kleinen Hang zum Skurillen und Aussergewöhnlichen hast, wirst du Moskau lieben.

Natürlich ist in Moskau nicht alles ein Regenbogen, aber sieht man das Bild im Ganzen kannst du nicht viel Falsch machen :)

Verfasst: 21 Sep 2006, 13:01
von Oletsch
Ragnar Schluchtmann hat geschrieben:Empfiehlt sich Tschertanovo, Konkovo, Beljajevo. Dort gibt es durchaus schoene Wohngegenden und mit der Metro bist Du in 25min im Zentrum.
Das würde ich auch empfehlen. Das Beste dabei - zwischen Tschertanovo, Beljaevo und Süsino gibt es einen grossen Stadtwald (Bitza), optimal für den Hund! Der Wald ist richtig groß und geht im Süden über die Stadtgrenze hinaus.

Gruß
Oletsch

Verfasst: 21 Sep 2006, 15:51
von Elja
manuchka hat geschrieben:Ich finde Wortschatz wichtiger als astreine Grammatik - wenn du die Wörter weißt, die du brauchst, versteht man dich mit ein bißchen gutem Willen und deinen Gesten zur Unterstützung
Darüber kann man streiten... Wenn man die Grammatik nicht einigermaßen kann, wird man nur belächelt. Wenn man überhaupt verstanden wird...

Andersrum fällt es kaum auf, wenn man einige Wörter nicht kennt, wenn man dafür fehlerfreie Sätze bauen kann und eine gute Aussprache hat. Ich meine: gute Grammatikkenntnisse + gute Aussprache reicht. Die Wörter kommen mit der Zeit.

Verfasst: 21 Sep 2006, 16:52
von Stefan
Bei mir ist das so:

Ich beherrsche leider nicht die Grammatik kann dafür aber mich doch verständlich machen.

Mein Wortschatz kann höchstwahrscheinlich nicht mit Eurem aufwarten, allerdings reicht dieser um die wichtigsten Dinge zu erklären.

Mir ist einmal gesagt worden, daß ich immer in der dritten Person rede.

Ich weiß nur, daß ich einen Sprachkurs besuchen möchte, wo ich nicht nur Vokabeln, sondern auch Grammatik lerne.

Verfasst: 21 Sep 2006, 17:32
von manuchka
Elja hat geschrieben: Wenn man die Grammatik nicht einigermaßen kann, wird man nur belächelt. Wenn man überhaupt verstanden wird....
Das habe ich anders kennengelernt - die Leute bemühen sich meist sehr, einen zu verstehen, weil sie sehr schätzen, wenn sich jemand bemüht, ihre Sprache zu sprechen. Da ist nicht die Grammatik wichtig, und auch die Aussprache ist zweitrangig. Wer jemanden auslacht, der sich bemüht, ist ein armer Wicht und sollte mal selber in diese Situation kommen.
Auch andersrum müssen Ausländer, die deutsch lernen, zunächst einen Wortschatz haben. Grammatik ist super, aber die kommt dann wirklich mit der Zeit, mit der Übrung, mit der Praxis. Aber gut, da haben wir halt unterschiedliche Ansätze. Am allerbesten ist es sowieso, wenn Wortschatz und Grammatik Hand in Hand gehen :wink:

Verfasst: 21 Sep 2006, 17:39
von Saboteur
ich habe die Erfahrung gemacht dass um es einfach auszudrücken man von Menschen verstanden wird die einen verstehen wollen...die sind einem in der Regel wohl gesinnt. Leute die du aus welchen Gründen auch imme nervst werden dich nicht verstehen (wollen). Da hilft dann nur Zeit...

anderherum ist es ja ähnlich...bei Milizkontrollen, Übergewicht im Flugzeug, auf dem Ovir muss man nicht alles verstehen (Der Schuss kann natürlich auch nach hinten losgehen...da ist Sensibilität gefragt)...bei Freunden oder Bekannten, bei Sachen die mich interessieren gebe ich mir mehr Mühe alles korrekt zu verstehen... :wink:

Verfasst: 21 Sep 2006, 19:31
von Ragnar Schluchtmann
shkelda hat geschrieben: Schon alleine um Korruption zu erleben, würde ich nach Russland ziehen :) Wenn du einen kleinen Hang zum Skurillen und Aussergewöhnlichen hast, wirst du Moskau lieben.
:D :D Klingt toll, bin auch korrupt :reiter: :reiter:
meine "bestichlich", aber nicht kaeuflich :D :D