Seite 2 von 4

Verfasst: 26 Okt 2006, 14:44
von manuchka
rico hat geschrieben:Wieso sollte soetwas auffliegen?
Es geht ja alles seinen korrekten weg! Eine legale Einladung! Nur das meine Verlobte diese person nicht kennt!!
Na... auffliegen kann es aus den genannten Gründen (die in der Botschaft sind auch nicht blöd, und wer weiß, für wieviele Leute die Dame schon Einladungen gemacht hat) - und eine Ablehnung kann schon auch die Folgen haben, die Harald aufgezählt hat: Sperrvermerk im Pass und im Computer, später Verdacht auf Scheinehe, den ihr erstmal wiederlegen müsst... mal abgesehen davon, dass euch die Visa-Firma keine Garantie gibt, und dann sind die 350 Euro futsch.
Das mit der gekauften Einladung ist natürlich ein Weg, aber ob der so korrekt ist?. :roll: Wäre es dann nicht besser, für weniger Geld über eine andere Agentur Touristenvisa zu besorgen? Ich weiß natürlich, dass ich im Glashaus sitzend nicht mit Steinen werfen sollte - für ein russisches Businessvisum kaufen Deutsche notgedrungen ja auch Einladungen..

Übrigens denke ich, dass auch die alte Dame da mit großer Wahrscheinlichkeit hinters Licht geführt wird - nicht von euch, das ist klar. Ich glaube nämlich nicht, dass sie wirklich weiß, was sie da eigentlich macht - eine Verpflichtungserklärung für eine unbekannte Person auszustellen, ist ein gehöriges (nicht nur, aber auch finanzielles Risiko). Das kann mal wirklich richtig fiese Folgen für solche alten Damen haben...

Eine "Schleuse" mehr, durch die Russ(inn)en auf halblegalem Wege nach Deutschland kommen und dort vielleicht bleiben...

Verfasst: 27 Okt 2006, 11:01
von Zejtnot
Diese Firmen haben mal Freunde von mir kontaktiert. Boten 220 Euro pro Einladung. Sie erzählen natürlich, dass man maximal 500 Euro auf einem Sperrkonto riskiert ... was nicht stimmt, denn man haftet ja vollständig.

Ein Freund, Deine Eltern, ... niemand, der Dir eine Einladung schreiben würde?

Verfasst: 27 Okt 2006, 11:45
von rico
Tia wir werden die gekaufte Einladung wohl nicht nutzen!!
Denn wir wollen kain Risiko eingen das irgendjemand denkt das wir später eine Scheinehe führen! Also heißt die Deviese abwarten und Tee trinken.
Werde versuchen mit meinen Eltern zu sprechen zwecks Einladung!

Verfasst: 27 Okt 2006, 12:32
von harald63
Zejtnot_ hat geschrieben:Diese Firmen haben mal Freunde von mir kontaktiert. Boten 220 Euro pro Einladung. Sie erzählen natürlich, dass man maximal 500 Euro auf einem Sperrkonto riskiert ... was nicht stimmt, denn man haftet ja vollständig.
Puhh, hört sich so übel wie erwartet an. Schön wäre es: Maximalhaftung bis 500€. Dann wäre das ganze System aber schnell ad absurdum geführt. Da kann die Oma aber ganz schnell böse auf der Nase liegen...

Verfasst: 30 Okt 2006, 16:47
von rico
Zurückzukommen auf die Frage nach den papieren!!

Habe da noch eine Frage bezüglich dem Ehefähigkeitszeugnis!!
Kann es sein das das Standesamt irgendwelche beweise haben will um den verdacht auf scheinehe zu entkräften?
Und wenn die vom Standesamt einen solchen verdacht haben dann kann man das mit dem Ehefähigkeitszeugnis vergessen?
Und dann gibts keine Hochzeit undsoweiter!!
Oder gibt es da sonst noch einen weg? Auch ohne dieses Ehefähigkeitszeugnis?
Danke !!
Und wenn mir noch einer sagen könnte wie das Ehefähigkeitszeugnis,Meldebestätigung auf russisch heißt wäre mir auch wieter geholfen!

Verfasst: 30 Okt 2006, 18:35
von harald63
Ehefähigkeit und Scheinehe haben erst mal nix miteinander zu tun. Das Ehefähigkeitszeugnis soll verhindern, dass da jemand Bigamist/in wird :-)
Bei einer Scheinehe sind die üblichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, die Ehe existiert aber nur zum Zweck der Aufenthaltserschleichung eines Partners und ist dadurch illegal.

Verfasst: 30 Okt 2006, 22:11
von rico
Habe jetzt neueste infos aus Moskau bekommen!! :D

Ich brauche kein Ehefähigkeitszeugnis!! :blumen:
Eine Meldebescheinigung mit ledikeitsvermerk reicht aus!!
Das macht die Sache doch viel einfacher was den Papierkram angeht!

Verfasst: 31 Okt 2006, 11:03
von manuchka
Wenn du hier ein bißchen im Forum herumgelesen und die Suchfunktion genutzt hättest (es gibt Beiträge konkret zum Heiraten in Moskau), dann hättest du das auch schon eher erfahren und dich eher freuen können. :P

Die Meldebescheinigung musst du allerdings mit einer Apostille versehen lassen. Frage gleich im Bürgerbüro des Einwohneramtes nach, wer in deinem Gebiet für die Apostille zuständig ist (bei mir war es die Regierung von Niederbayern). Die Apostille bestätigt für ausländische Behörden (zB. das Standesamt in Moskau), dass es sich um eine echte Urkunde handelt und kein selbstgebastelter Computerausdruck ist.

Edit: In deiner Meldebescheinigung wird allerdings nicht "ledig" stehen, sondern "geschieden". Für alle Fälle nimm das Scheidungsurteil mit (lass es am besten auch apostillieren), denn zumindest von russischen Ehewilligen, die schon verheiratet waren, wird der Nachweis der Eheauflösung (also Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des früheren Partners) verlangt. Könnte dir auch passieren - und dann hast du es wenigstens schon dabei und musst es notfalls nur übersetzen lassen. Lass da deine Zukünftige mal im ZAGS anrufen und nachfragen.

Verfasst: 31 Okt 2006, 19:10
von rico
Hatte mich schon einwenig durchgelesen dachte aber ich hätte eine andere Situation! Wegen meiner Scheidung.
Und ja meine Verlobte hat nachgefragt und das ZAGS in Moskau verlangt auch das Scheidungsurteil.
Wie gahabt alles mit Apostille!
Danke!!

Verfasst: 03 Nov 2006, 15:24
von Zeppelin
rico hat geschrieben:Zurückzukommen auf die Frage nach den papieren!!

Habe da noch eine Frage bezüglich dem Ehefähigkeitszeugnis!!
Kann es sein das das Standesamt irgendwelche beweise haben will um den verdacht auf scheinehe zu entkräften?
Und wenn die vom Standesamt einen solchen verdacht haben dann kann man das mit dem Ehefähigkeitszeugnis vergessen?
Und dann gibts keine Hochzeit undsoweiter!!
Oder gibt es da sonst noch einen weg? Auch ohne dieses Ehefähigkeitszeugnis?
Danke !!
Und wenn mir noch einer sagen könnte wie das Ehefähigkeitszeugnis,Meldebestätigung auf russisch heißt wäre mir auch wieter geholfen!
wie harald63 schon schrieb, haben EFZ und Visum für die FZF nix mit einander zu tun.
Das Scheineheproblem wird meistens dann relevant, wenn man im Ausland heiratet, und den/die und Gatten/Gattin hier her holen möchte.
Daher empfiehlt es sich auf jeden Fall, eine Art Tagebuch über die Entwicklung und Intensität der Beziehung von Anfang an zu führen und alle erdenklichen Belege zu sammeln:
Flug-, Bahn-, Hoteltickets etc.
Fotos,
Zeugenberichte von Begegnungen,
evtl. gemeinsame Besuche bei Behörden, Ärzten und sonstigen öffentlichen Stellen dokumentieren etc. etc.

Das Standesamt hat mit der FZF gar nix zu tun. Dafür sind Deine ABH, das dt. Konsulat in Moskau, ggf. auch das BVA / AZR zuständig.
Obwohl noch nicht vom Gesetzgeber beschlossen, werden FZF-Visaanträge meines Wissens nach bereits jetzt hinsichtlich der Einkommenssituation 'behandelt'.

Der Ausweg ist Heirat in Dtl. nach vorheriger gründlicher Vorbereitung (Standesamt - Beibringung aller erforderlichen Unterlagen, Zustimmung OLG, Hochzeitstermin mit Standesamt vereinbaren, Verlobte von dritten zu einem anderen Zweck als der Hochzeit einladen lassen und 'nebenbei' heiraten.)
Dann zur Meldestelle des Einwohneramtes und mit samt aller Unterlagen zur ABH.
Das ist unterm Strich der geringste Aufwand, wenn man ohnehin zusammen hier leben will und absolut legal.