waldmeister hat geschrieben:Russland hat einfach große Mengen von Energieträgern und der Nachhaltigkeitsgedanke ist noch nicht so ganz angekommen. Es war in der Geschichte schon imer so, dass mit (vermeintlich) nicht knappen Gütern auch nicht vernünftig gewirtschaftet wurde.Mauritius hat geschrieben:oder sollte es stimmen, dahs auch in Russland die WEGWERF-GESELLSCHAFT Einzug gehalten hat? Beziehungsweise das "Nach-uns-die-Sintflut-SYNDROM"?
1. Nicht alles, was älter erscheint, ist deswegen schon schlecht. Etwas Neues zu machen nur um die Zeit totzuschlagen und die Ressourcen zu verplempern, ist nicht der Sinn des Lebens und steht nicht im Einklang mit der Natur (ich meine die real existierende Natur).
2. Was Russland angeht, so haben uns die Berichte von Bednarzsky gezeigt (z.B. über Sibirien), dahs vor allen Dingen durch den etwas allzu abrupten Abbruch des sozialistischen Jahrhundertexperiments vieles Angefangene einfach liegen geblieben, aufgegeben worden ist, nur weil es nicht direkt und sofort Profit abwürfe, sondern man dazu etwas warten muss, um alles richtig frei ineinander greifend zu organisieren, ohne dahs Kommandowirtschaft sein muss. Also die Wegwerfmentalität hat - was Russland angeht - eigentlich nicht so tief Fuhs gefasst, sondern ist nur momentane Folge eines plötzlichen Umbruches, der so von Gorbatschov nichtg gewollt war, eher also eine Folge von Jelzin war, bzw. die Folge eines verrückten Zurückschraubungs-Versuches durch putschende Altkommunisten, der dann scheiterte. Das Ganze ist eher tragisch zu nennen. Gerade deswegen kann man ja meinen, weil den Russen dieses sehr wohl bewusst ist, jetzt, nachdem man das alles überblickt, müsste eigentlich die Zeit gekommen sein, mal mit angelaufener Verschwendung etwas innezuhalten, zumal ja das Volk selbst noch keineswegs überall in Saus und Braus lebt, sondern eher noch viel Nachholbedarf hat. Der darf aber nicht in USA-ähnlichen Wegwerfkonsum ausarten.
Nicht alles Kommunistische ist schlecht gewesen, es muss nur besser organisiert werden mit mehr Rücksicht auf die Menschen, auch auf deren vielleicht nicht so schnell mitkommendes Verständnis; man kann nicht in einem Jahrhundert die ganze Welt auf den Kopf stellen, dazu braucht es noch viel viel längeren Atem.
---hdito ~*~
