Verfasst: 11 Dez 2006, 20:59
Ich lebe auch hier, in Moskau, und hatte zufällig gestern ein ähnliches Gespräch.
Ein paar Dinge daraus.
- Sehr viele beruflich hierher entsandten Ausländer sind hier, weil es gerade nichts anderes gab, weil es für die Karriere in großen Firmen dienlich ist oder weil das große Geld lockte. Oder weil alle drei Dinge zusammen kamen.
- Sehr viele leben hier mit großem Unbehagen und freunden sich nie mit Russland an. Sie sind nur hier, weil s.o.
- Wirklich nerven kann die Bürokratie. Sie ist aber leichter als erwartet zu meistern, man muß nur ein bißchen Geduld mitbringen, manchmal ein bißchen Geld, immer aber Humor. Es gibt aber weitaus anstrengendere Länder der ehem.UdSSR!
- Nicht gewöhnen kann ich mich an die mangelnde Achtung menschlichen Lebens, im Kleinen wie im Großen. Egal, ob im Straßenverkehr, im Umweltbewußtsein (ich bin wahrhaft kein Grünen- Sympathisant!), im Verkauf von Surrogat- Vodka oder im Polonium- Einsatz, der Einzelne spielt keine große Rolle. Ein Grund hierfür ist sicher in der russ. Geschichte zu finden.
Trotzdem kann ich nur sagen: Überzeuge Deine Frau! Wenigstens für ein paar Jahre lohnt es sich, in einem anderen Land zu leben.
- Ich kenne nicht alles. Wenn Ihr die Chance habt, in Moskau bei der Botschaft Arbeit zu finden, dann wird es Euch auch an nichts Wichtigem fehlen. An gar nichts. Wie die Regeln da sind, weiß ich allerdings nicht im Detail.
- Ja, Kuchen, Leberwurst, Christstollen können fehlen. Gerade das macht aber auch den Reiz aus und fordert ein bißchen Phantasie und Organisationsgeschick. Ist eigentlich nicht schlimm.
- Auch für Deine Frau wird es sehr anders sein, mit einem deutschen Paß hier zu leben. Deutsche sind sehr willkommen,in der Arbeit wie im täglichen Leben. Als ich im Krankenhaus war, kümmerten sich die Schwestern mehr als genug um mich und übten ihre deutschen Sprachkenntnisse-obwohl ich leidlich Russisch spreche.
- Zu guter Letzt: Hier entwickelt sich wenigstens noch was. Ein russischer Geschäftspartner hielt eine industrielle Investition für unprofitabel, da sie erst nach 3 Jahren amortisiert sein sollte. Steigerungsraten von 50 und mehr Prozent in einigen Märkten sind normal, es gibt aber auch 100 %.
In Deutschland ist alles schön ordentlich geregelt. Hat ja auch was. Gesetze gelten, Verhaltensnormen auch, alles ist berechenbar, xmal TÜVgeprüft, sauber, hygienisch. Für Bedürftige wird gesorgt- und das ist sehr richtig.
Trotzdem sag ich's gerne nochmals:
Besser in Moskau arbeiten als in Deutschland mit Hartz4 zu verbittern, die Löcher im sozialen System zu suchen oder sich gar aufgeben zu müssen.
Ein paar Dinge daraus.
- Sehr viele beruflich hierher entsandten Ausländer sind hier, weil es gerade nichts anderes gab, weil es für die Karriere in großen Firmen dienlich ist oder weil das große Geld lockte. Oder weil alle drei Dinge zusammen kamen.
- Sehr viele leben hier mit großem Unbehagen und freunden sich nie mit Russland an. Sie sind nur hier, weil s.o.
- Wirklich nerven kann die Bürokratie. Sie ist aber leichter als erwartet zu meistern, man muß nur ein bißchen Geduld mitbringen, manchmal ein bißchen Geld, immer aber Humor. Es gibt aber weitaus anstrengendere Länder der ehem.UdSSR!
- Nicht gewöhnen kann ich mich an die mangelnde Achtung menschlichen Lebens, im Kleinen wie im Großen. Egal, ob im Straßenverkehr, im Umweltbewußtsein (ich bin wahrhaft kein Grünen- Sympathisant!), im Verkauf von Surrogat- Vodka oder im Polonium- Einsatz, der Einzelne spielt keine große Rolle. Ein Grund hierfür ist sicher in der russ. Geschichte zu finden.
Trotzdem kann ich nur sagen: Überzeuge Deine Frau! Wenigstens für ein paar Jahre lohnt es sich, in einem anderen Land zu leben.
- Ich kenne nicht alles. Wenn Ihr die Chance habt, in Moskau bei der Botschaft Arbeit zu finden, dann wird es Euch auch an nichts Wichtigem fehlen. An gar nichts. Wie die Regeln da sind, weiß ich allerdings nicht im Detail.
- Ja, Kuchen, Leberwurst, Christstollen können fehlen. Gerade das macht aber auch den Reiz aus und fordert ein bißchen Phantasie und Organisationsgeschick. Ist eigentlich nicht schlimm.
- Auch für Deine Frau wird es sehr anders sein, mit einem deutschen Paß hier zu leben. Deutsche sind sehr willkommen,in der Arbeit wie im täglichen Leben. Als ich im Krankenhaus war, kümmerten sich die Schwestern mehr als genug um mich und übten ihre deutschen Sprachkenntnisse-obwohl ich leidlich Russisch spreche.
- Zu guter Letzt: Hier entwickelt sich wenigstens noch was. Ein russischer Geschäftspartner hielt eine industrielle Investition für unprofitabel, da sie erst nach 3 Jahren amortisiert sein sollte. Steigerungsraten von 50 und mehr Prozent in einigen Märkten sind normal, es gibt aber auch 100 %.
In Deutschland ist alles schön ordentlich geregelt. Hat ja auch was. Gesetze gelten, Verhaltensnormen auch, alles ist berechenbar, xmal TÜVgeprüft, sauber, hygienisch. Für Bedürftige wird gesorgt- und das ist sehr richtig.
Trotzdem sag ich's gerne nochmals:
Besser in Moskau arbeiten als in Deutschland mit Hartz4 zu verbittern, die Löcher im sozialen System zu suchen oder sich gar aufgeben zu müssen.