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Re: Metro Krasnojarsk
Verfasst: 29 Dez 2006, 13:33
von Zejtnot
schlaudi hat geschrieben:Mit der Straßenbahn hast Du sicher recht. Wenn man die ausbauen würde und vielleicht zentrumsnahe Abschnitte, z.B. unter Fußgängerzonen in Tunnel verlegen würde, dann könnte man viel ÖPNV betreiben.
Stadtbahnkonzepte für russische Städte! Ja! Aber bislang traut sich nur Wolgograd ran - die nach sowjetischen Maßstäben mit 900.000 Einwohnern gerade keine Metro mehr verdient hatten, aber dennoch ein modernes ÖV-Konzept brauchten.
schlaudi hat geschrieben:Interessant fand ich auch den Straßenbahnkreisverkehr am östlichen Ende der kommunalen Brücke in Krasnojarsk. Sowas habe ich vorher auch noch nirgendwo gesehen...
Sowas mögen sie hier!

Kostet leider nur viel Zeit für das Umrunden, da zweimal die Straße gequert wird. In Novosibirsk gibt es das auch (mindestens) an zwei Stellen. Obwohl inzwischen an einem Kreisel nur noch Schienen in eine Richtung liegen und es quasi die End-Wendeschleife ist. In Novosibirsk wird die Straßenbahn aber eh stiefmütterlich behandelt.
Re: Metro Krasnojarsk
Verfasst: 29 Dez 2006, 16:29
von schlaudi
Zejtnot_ hat geschrieben:Sowas mögen sie hier!

Kostet leider nur viel Zeit für das Umrunden, da zweimal die Straße gequert wird. In Novosibirsk gibt es das auch (mindestens) an zwei Stellen. Obwohl inzwischen an einem Kreisel nur noch Schienen in eine Richtung liegen und es quasi die End-Wendeschleife ist. In Novosibirsk wird die Straßenbahn aber eh stiefmütterlich behandelt.
Ja, ne lustige Sache. Aber in Irkutsk und Krasnojarsk hatte ich auch den Eindruck, dass man der Straßenbahn nicht allzuviel Beachtung schenkt. Einen gewissen abenteuerlichen Reiz hat aber eine Fahrt mit der "Tramwai Irkutsk" allemal *gg*
Verfasst: 04 Jan 2007, 12:42
von manuchka
In Krasnojarsk fuhr die Straßenbahn früher über die zentrale Brücke, Kommunalnij most, das sieht man auf alten Fotos und Postkarten. Diese Linie wurde aber längst eingestellt, weil die Straßenbahnen nämlich wie Panzer fahren und die Straße auf der Brücke immer kaputtgemacht haben. Ich finde es sowieso eigenartig, was für Ungetüme an Straßenbahnen in RUS unterwegs sind - meist wirklich diese schweren Ratterdinger und nur ein Waggon, der Triebwagen. In Dresden z-B. gibt es nur welche mit Triebwagen und mehreren Waggons hinterdran, und die schnurren nur so über die Piste. Sowas fände ich eine echte Alternative.
Verfasst: 04 Jan 2007, 12:56
von Zejtnot
manuchka hat geschrieben:Diese Linie wurde aber längst eingestellt, weil die Straßenbahnen nämlich wie Panzer fahren und die Straße auf der Brücke immer kaputtgemacht haben.
Wären die Schienen OK, würden auch diese russischen Straßenbahnwagons schnurren! Das sieht man ja in Jekaterinburg, wo sich die Stadtväter scheinbar um ihre Straßenbahnen kümmern.
Nicht die Bahnen machen die Straße kaputt, sondern die Autos, die auf den Schienen fahren und den miesen Asphalt links und rechts der Schienen kaputtdrücken.
Rettet die Straßenbahnen auf sibirischen Brücken !!!!
manuchka hat geschrieben:In Dresden z-B. gibt es nur welche mit Triebwagen und mehreren Waggons hinterdran, und die schnurren nur so über die Piste.
Manu, die gibt es auch nur noch ganz wenig! Jetzt fahren da so eigenartige Stadtbahnen durch Dresden. Kaum noch die schönen Tatras.
Verfasst: 05 Jan 2007, 10:34
von schlaudi
Hi,
naja in Dresden sieht man eigentlich so gut wie überhaupt keine Tatras mehr. Wenn mich nicht alles täuscht meinte ich gelesen zu haben, dass die nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.
Ansonsten finde ich die neuen Stadtbahnzüge sehr schön. Eine Baureihe ist glaube der längste zusammenhängende Straßenbahnzug der Welt. Schade nur, dass die eine geringfügig andere Spurweite haben, als die normale Eisenbahn. Sonst könnte man Straßenbahnzüge auch auf dem Eisenbahnnetz fahren lassen, z.B. zum Flughafen.
Verfasst: 05 Jan 2007, 12:32
von harald63
schlaudi hat geschrieben:Schade nur, dass die eine geringfügig andere Spurweite haben, als die normale Eisenbahn. Sonst könnte man Straßenbahnzüge auch auf dem Eisenbahnnetz fahren lassen, z.B. zum Flughafen.
Genau sowas haben wir in Karlsruhe. Zweisystembahnen, die auch auf DB-Geleisen ins Umland fahren. Läuft prima. Ich kann hier vor meiner Haustür in der Stadtmitte einsteigen und in den tiefsten Schwarzwald fahren.
Verfasst: 05 Jan 2007, 12:56
von Dave
harald63 hat geschrieben:Genau sowas haben wir in Karlsruhe. Zweisystembahnen, die auch auf DB-Geleisen ins Umland fahren. Läuft prima. Ich kann hier vor meiner Haustür in der Stadtmitte einsteigen und in den tiefsten Schwarzwald fahren.
Gelb-Rot, wenn ich mich richtig erinnern kann...
Verfasst: 05 Jan 2007, 13:23
von harald63
Verfasst: 05 Jan 2007, 15:42
von schlaudi
Hi Harald
harald63 hat geschrieben:
Genau sowas haben wir in Karlsruhe. Zweisystembahnen, die auch auf DB-Geleisen ins Umland fahren. Läuft prima. Ich kann hier vor meiner Haustür in der Stadtmitte einsteigen und in den tiefsten Schwarzwald fahren.
Das funktioniert in Dresden so leider nicht. Eure Karlsruher Bahnen sind Zweisystembahnen, die mit zwei verschiedenen Stromsystemen fahren können. Die Spurweite ist aber bei Bahn und Straßenbahn gleich: 1435mm.
Die Dresdner Straßenbahn hat aber historisch bedingt eine etwas weitere Spurweite als die DB: 1450mm statt 1435mm. Dort nutzen die Zweisystemzüge nichts. Man müßte bei jedem Streckenwechsel die Achsen tauschen, so wie in Brest zwischen Russischer und Polnischer Bahn...
Verfasst: 05 Jan 2007, 16:06
von harald63
Schon klar, das in Dresden das Hauptproblem die Spurweite ist. Und bei 15mm Spurunterschied kann man nicht mal so Tricks wie "dritte Schiene" machen. Vielleicht gibt es mal Radsätze, die die 15mm irgendwie verkraften können...