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Verfasst: 02 Feb 2007, 00:31
von Kundun
Ich weiß nicht ob es hilft,
aber fragt mal nach Frau Hertlein in der Botschaft, wenn es Probleme gibt.
Sie war in Prag als Chefin der Visum-Stelle eigentlich immer super freundlich und nutzte den Ermessens-Spielraum aus, wo sie es im Rahmen ihrer Möglichkeiten konnte.
Linke Sachen gehen natürlich nicht, das dürfte klar sein.
Sie ist jetzt seit Juli 2005 in Moskau, dürfte noch dort sein und der Versuch ist es wert.
Müßt ja nicht verraten, wer den Tipp gab.....
Gruß
Kundun
Verfasst: 02 Feb 2007, 10:10
von Dietrich
Ich finde es einfach nicht O.K. wenn ein Russe fuer eine Urlaubsreise nach Deutschland derart die Hosen runterlassen muss.
Denn das heisst ja nichts anderes als das ein "normaler" Russe mit 20.000 Rubeln im Monat, ohne Bankkonto und ohne Kreditkarte, der sich im laufe von 2 Jahren seinen Urlaub in Deutschland zusammengespart hat, eben kein Visum erhaelt!
Man ganz davon abgesehen, dass sie diesen "Geldmittelnachweis" auch sehen wollen wenn eine Verpflichtungserklaerung erstellt wurde....
Aber da die Leute in der Visaabteilung hoechstwahrscheinlich nicht nach der Anzahl der erteilten Visa sondern fest bezahlt werden, sind 600 in der Woche natuerlich besser als 1000 oder mehr...
Verfasst: 02 Feb 2007, 10:28
von manuchka
Dietrich, letzteres war übrigens in der Tat ein Argument - der Rechtsabteilungsmensch meinte: "Ihr Agenturen habt euer Business, aber wir (die Botschaft) sind nun mal kein Unternehmen, und unsere Gehalt ist nicht davon abhängig, wieviele Visaanträge wir bearbeiten." Siehe Quelle (oben ist der Link).
Verfasst: 02 Feb 2007, 10:36
von Zejtnot
Ich würde dennoch nicht die Botschaftsmitarbeiter zum Schuldigen erklären, sondern die Gesellschaften der Schengen-Länder, die solche albernen Regeln fordern. Und wenn eben nur reiche Gäste gewünscht sind, dann kann das der kleine Botschaftsmitarbeiter nicht ändern. Er ist nur ausführendes Organ.
Klar, es gibt immer die Paragraphenreiter und die vernünftigen Leute, die schauen, was sich machen lässt.
(Deutschland hat ja versucht, die Regeln aufzuweichen ... Versicherungen statt Verpflichtungserklärung ... sowie im Zweifel für die Reisefreiheit. Das nannte sich dann Visaskandal.)
Verfasst: 02 Feb 2007, 10:59
von Ralph
Dietrich hat geschrieben:Kurzfassung: (frei Zusammengefasst)
Letztes Jahr wollten ueber 200.000 Russen als Touristen in Deutschland Geld ausgeben. Gerade in der Haupturlaubszeit kam es in der deutschen Botschaft sogar FAST zu Ueberstunden.
Es kam zu Überstunden, es wurde in 2 Schichten bis 21 Uhr gearbeitet.
Dietrich hat geschrieben:
Um aehnlich schlimme Zustaende in Zukunft zu verhindern, werden jetzt pro Woche nur noch 600 Antraege von Touristikfirmen angenommen. Also im Jahr ca. 30.000.
Endlich koennen die Botschaftsangestellten Freitags wieder um 14.00 Uhr ins Wochenende!!!!
Oder so aehnlich!
Dietrich
Es wir Freitags bis 15 Uhr gearbeitet.
Nichts für ungut, nur mal so als kleine Korrektur

Verfasst: 02 Feb 2007, 11:51
von Dietrich
Danke fuer die Korrektur, allerdings war mein Posting extra uebertrieben geschrieben, eine Korrektur ist da nicht unbedingt notwendig.
"Schichtarbeit" hoert sich bei mir nach mehr Angestellten und weniger nach (unbezahlten?) Ueberstunden an.
Bei uns hier geht es Freitags i.A. bis 18.00 oder 19.00 Uhr....
Verfasst: 02 Feb 2007, 12:58
von Ralph
Dietrich hat geschrieben:Danke fuer die Korrektur, allerdings war mein Posting extra uebertrieben geschrieben, eine Korrektur ist da nicht unbedingt notwendig.
"Schichtarbeit" hoert sich bei mir nach mehr Angestellten und weniger nach (unbezahlten?) Ueberstunden an.
Bei uns hier geht es Freitags i.A. bis 18.00 oder 19.00 Uhr....
Soweit ich weiss wurden nur das vorhandene Humanpotential auf den längeren Tag verteilt. Trotzdem wurde und wird dort wohl laufend eingestellt und natürlich auch gefeuert

Überstunden gibt es wohl nicht, wenn wird das abgefeiert (früher gehen).
Generell, auch speziell an Kundun, sollte man mit Bekanntschaften bei der Botschaften sehr vorsichtig sein. Dieses wird nicht gern gesehen und ja es fällt auf. Wie es bei den deutschen Kräften ist kann ich nicht beurteilen aber auch die haben eine übergeordnete Ebene. Natürlich hilft es schon "wenn man jemanden kennt". Erst recht eine russische Ortskraft, das ist ja die erste Instanz aber wie schon gesagt das kann schnell nach hinten losgehen sprich Ablehnung. Also seit vorsichtig wenn Ihr Bekannte bei der Visastelle habt und bringt diese nicht in Teufels Küche.
Verfasst: 02 Feb 2007, 16:37
von Zejtnot
Блин, ich meinte 42. Depp.
Verfasst: 02 Feb 2007, 16:49
von Dietrich
Zejtnot_ hat geschrieben:Nachtrag: Botschaftsbeamte arbeiten 32 Wochenstunden. Mit 14 Uhr nach Hause gehen ist da nicht mehr viel.
(Stimmt, da ist man schon eine Stunde zu Hause...)
Dann haette ich ja bereits um 12 Uhr Wochenende....
...und das bereits am Donnerstag!
Verfasst: 12 Feb 2007, 13:29
von flodul
Da das Thema des Threads lautet: Deutsche Visa für russische Bürger:
Meine (russ.!) Freundin und ich waren bei der Botschaft wegen eines Visas zur Eheschliessung. Ich hatte alle geforderten Unterlagen sowie Übersetzungen und Kopien dabei. Leider wurde mir ohne Nennung von Gründen der Zutritt zur deutschen Botschaft verwehrt. Meine Freundin wurde dann bei der Antragstellung etwas unfreundlich behandelt, weil sie nicht alle (deutschen) Dokumente und Übersetzungen gleich aus dem Hut zauberte, sondern ein wenig suchen musste. Diese Schwierigkeiten hätte man leicht umgehen können, wenn man mir als deutschem Staatsbürger den Zutritt zur deutschen Botschaft gestattet hätte. Ist das noch normal?
Gibt es ähnliche Erfahrungen?