Minder- und höherwertige Arbeiten

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Magdeburg-Moskva
Zar/iza
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Re: Umgang mit "ungeliebten" Ausländern in Russlan

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Dave hat geschrieben:Es kommt der Tag, da dienstleisten wir uns zu Tode.
Es gab schon immer Dienstleister in den verschiedensten Bereichen, und das war und ist Recht so.

Aber, Dave, Du hast Recht, irgendwann dienstleisten wir uns zu Tode, gerade in Deutschland.

"Die Dienstleistungsbranche boomt" - Ja, was für Dienstleistungen?! - Callcenter mit 6 EUR Stundenlohn in Deutschland und unregelmäßigen "flexiblen" Arbeitszeiten, die aus Verbraucher- (Anrufer-) Sicht keine wirklich kompetente Beratung erbringen (verschiedene Gründe), aber irgendwie die vorgegebenen Verkaufszahlen schafft (alles bestens, also). Dann boomen die sogenannten freischaffenden Vermögens- und Versicherungsberater, auf die die Welt nur gewartet hat.

Gerade in unserer Dienstleistungsgesellschaft muss wieder mehr Produktion echter Produkte, die die Menschen brauchen, einziehen.
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Dietrich
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Re: Umgang mit "ungeliebten" Ausländern in Russlan

Beitrag von Dietrich »

Dave hat geschrieben:
Rotech hat geschrieben:Dave eine Schlange braucht einen Kopf um mit dem Schwanz wackeln zu koennen, oder......;ohne die niedrigen Arbeiten die Banker Buchhalter usw. koennte man kein Gebaeude finazieren, die von gebildeten Bauarbeitern errichet wird........
Der Bauarbeiter kann ohne den Banker, der Banker jedoch nicht ohne den
Bauarbeiter... Soviel zur Thematik was zuerst da war. Es steht wie immer
jemand dazwischen, der eigentlich nichts beiträgt, ausser einen Dienst zu über-
nehmen - in diesem Fall das Geld des Bauherren an die Bauarbeiter weiter-
leitet -. Das wollte ich damit ausdrücken.

Es kommt der Tag, da dienstleisten wir uns zu Tode.

Dave
Da aber, von gesundheitlichen Problemen einmal abgesehen, jeder Baenker mit entsprechender Einarbeitung auch auf dem Bau arbeiten koennte, aber laengst nicht jeder "vom Bau" auch den Job in der Bank machen koennte, ergibt sich aus dem Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage eben ein entsprechender Unterschied.

Wobei ich aber damit nicht behaupten moechte, dass ich fuer Hungerloehne bin. In "meiner Welt" sollte auch ein Maurer mit ehrlicher Arbeit (40 Stunden die Woche und ohne "Saufen") seine Familie ernaehren koennen. Und ein Top-Manager kann ja gerne 4-5 Mal soviel verdienen. Aber nicht das 1000fache.

Ausserdem: Auch nach 10 Stunden am Rechner ist man koerperlich "fertig". Dafuer muss man keine Grube ausgehoben haben. Auf dem Bau hat man selten schon ab Mittag Kopfschmerzen...

Dietrich

P.S. Ich finde die Leute schlimm, die Leute "vom Bau", also mit koerperlicher Arbeit als minderwertig abkanzeln.
Aber genauso schlimm sind die, die nur eine koerperliche Arbeit als "richtige Arbeit" ansehen und alle anderen als "Buerohengste" bezeichnen. Aber meistens ist ja soundso nur die eigene Arbeit "richtige Arbeit".... alle anderen kraulen sich nur die ....
Dave
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Re: Umgang mit "ungeliebten" Ausländern in Russlan

Beitrag von Dave »

Dietrich hat geschrieben:Auch nach 10 Stunden am Rechner ist man koerperlich "fertig"...
...bezogen auf den rechten Zeigefinger vielleicht schon.

Dave
"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."
Hermann Hesse
Dave
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Re: Umgang mit "ungeliebten" Ausländern in Russlan

Beitrag von Dave »

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:"Die Dienstleistungsbranche boomt" - Ja, was für Dienstleistungen?!
Hauptsache es klingt gut:

Einmal den A*** putzen und schon ist man quasi ein "Application-Manager"...

...zumindest bezogen auf das Stückchen Papier.

Dave
"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."
Hermann Hesse
Mysh

Re: Umgang mit "ungeliebten" Ausländern in Russlan

Beitrag von Mysh »

Dave hat geschrieben:
...bezogen auf den rechten Zeigefinger vielleicht schon.
Nicht nur auf den. Den es ist nicht wichtig, ob man Arbeit mit dem Kopf oder mit den Händen ausführt - Arbeit (und damit anstrengend) ist beides.
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Simone
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Beitrag von Simone »

Aus einen Leserbrief an den Spiegel (15/2007) zum Thema "Arm durch Arbeit" in der Spiegel-Ausgabe 14/2007 (sehr empfehlenswerter Artikel) entnommen:

Von John D. Rockefeller (1839-1937) stammt der Satz: "Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, zum Geld verdienen."
Sportsfreund

Beitrag von Sportsfreund »

Simone hat geschrieben: ...
"Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, zum Geld verdienen."
Stimmt...
:(



Zum Thema "man ist für die Gesellschaft genauso wichtig,
wie viel Geld man für seine Arbeit bekommt"

Was ist mit Drogen-Diller oder Mafia-Killer?
Die bekommen doch Geld für ihre Tätigkeit... sie machen ihre "Arbeit" nicht umsonnst...
Vladislav

Beitrag von Vladislav »

Ah ja ..es ist halt so..
Als ich nach Deuschland kamm , habe ich angefangen mit Ausländern für 11,00DM zu arbeiten.Ich habe ganzen Tag die Flaschen in die Kisten reingestelt.Als mir das zu blöd war habe ich mich etschieden ein Ausbildung zu machen.
Nach 3 Jahren war ich ein Straßebau-Facharbeiter .. ich mogte mein Job.
Aber.... wer ist schtolz Straßenbauer zu sein ?
OK sagte ich und legte los :
-BK Bautechnik
-Fach ABI
-Meiterbrief (hat 3 Jahre lang gedauert und ein Hafen Geld gekostet)
-technische Betriebswirt
Und jetzt Produktionsleiter in Moskau
Ich will damit sagen... in Deutschland gibt IMMER die Möglichkeit seine Qualifikation zu verbessern durch verschieden Weiterbildungsmasnahmen oder man kann studieren gehen ..es gibt si fiele Möglichketen.

Das Problem ist .....was ist danach ?

Keine will mich sehen in Deutschland als Produktions- oder Betriebsleiter
Die Deutsche haben sehr viele Voruhrteile, ein Russlandsdeutsche kann gut WCs säubern aber nicht kalkulieren...

Na ja ich ...versuche jetzt in Moskau vieleicht braucht jemand mein Wiessen Hier in Moskau... :reiter:
papasha

Beitrag von papasha »

Vladislav hat geschrieben:
Keine will mich sehen in Deutschland als Produktions- oder Betriebsleiter
Die Deutsche haben sehr viele Voruhrteile, ein Russlandsdeutsche kann gut WCs säubern aber nicht kalkulieren...

Na ja ich ...versuche jetzt in Moskau vieleicht braucht jemand mein Wiessen Hier in Moskau... :reiter:
das ist blödsinn. der knackpunkt ist die sprache. du kannst noch so viele qualis und ausbildungen haben und 100jahre in dt. gelebt haben. sobald im vorstellungsgespräch starker akzent und leichte sprachschwierigkeiten zum vorschein kommen, hast du verloren.
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Oletsch
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Beitrag von Oletsch »

Quatsch, Papasha. Leichte Sprachschwierigkeiten und ein Akzent sind kein Problem. Man muss sich gut verständigen können, vor allem fachlich, und das war's. Ich habe noch nie gehört, jemand wurde die Stelle verweigert, nur weil er/sie Deutsch mit Akzent spricht. Da hätten die Bayern ja gar keine Chancen im Rest der Republik ;-)

Gruß
Oletsch
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