Dass es mit Russland bergab ging, darin ist die Demokratie aber nicht schuld. Dass Einzelne den Staat ausgeplündert haben lag an Seilschaften, der Abgebrühtheit und Findigkeit der entsprechenden Personen wie Werksdirektoren, an Gesetzeslücken und Korruption; mit anderen Worten: Das war hausgemacht und lag an der Umsetzung. Daraus den Schluss zu ziehen, dass Demokratie Bockmist sei und für Russland nicht so ganz passe, das halte ich für Stuss. In anderen Transformationsländern gab es die gleiche Probleme, aber die haben sie im Regelfall viel besser in den Griff bekommen als Russland.Sanja hat geschrieben:Doch muß man sich nicht vor Augen halten wie abgrundtief dieses Land gesunken war und welch unglaubliche Entwicklung innerhalb solch kurzer Zeit geschafft wurde?
Hat nicht Glasnost und die Jelzinära zur Ausplünderung und Versumpfung des Staates geführt?
Demonstrationen in Moskau und St. Petersburg
Auch in Deutschland hat die Opposition nicht immer genaue Plaene in der Hand. Allein schon weil solche Plaene viel unbeliebter sind, als ein Meckern gegen das, was die Regierung macht.
Es geht auch eigentlich gar nicht darum WER hier am Wochenende demonstrieren wollte. Sondern das WIE mit diesen Leuten umgegangen wurde.
"наши" und wie die anderen regierungstreuen Organisationen alle heissen duerfen sich treffen wann und wo sie wollen. Es werden Strassen gesperrt etc. etc.
Wieso gilt das nicht fuer alle?
O.K. extreme Gruppierungen, die eine wirkliche Gefahr fuer die Staatsordnung an sich darstellen, also Kommunisten und Nazis haben da nichts zu suchen. Aber das ist in D nicht anders.
In Russland sind (wieder mal) die Maechtigen dabei, das Land unter sich aufzuteilen. Und das Volk ist (mal wieder) damit einverstanden, weil ihnen weissgemacht wird, dass die Alternative doch u.U. viel schlechter ist...
Es geht auch eigentlich gar nicht darum WER hier am Wochenende demonstrieren wollte. Sondern das WIE mit diesen Leuten umgegangen wurde.
"наши" und wie die anderen regierungstreuen Organisationen alle heissen duerfen sich treffen wann und wo sie wollen. Es werden Strassen gesperrt etc. etc.
Wieso gilt das nicht fuer alle?
O.K. extreme Gruppierungen, die eine wirkliche Gefahr fuer die Staatsordnung an sich darstellen, also Kommunisten und Nazis haben da nichts zu suchen. Aber das ist in D nicht anders.
In Russland sind (wieder mal) die Maechtigen dabei, das Land unter sich aufzuteilen. Und das Volk ist (mal wieder) damit einverstanden, weil ihnen weissgemacht wird, dass die Alternative doch u.U. viel schlechter ist...
Hab gestern nach den Nachrichten auf dem Kanal "Rossia" eine Reportage von französischen Journalisten gesehen, die hieß "Революция. com, или США: завоевание Востока" (Relolutia.com - oder die USA: Eroberung des Ostens). Man kann also nicht sagen, dass da die russische Propagandamaschine gegen die westliche aufgefahren wurde.
Und trotzdem kam sehr deutlich rüber, dass die USA allerlei Geld in diverse Fonds und NGOs stecken und Revolutionäre ausbilden. "Unabhängige" Druckereien (die vom amerikanischen Repräsentantenhaus so gedeckt werden, dass sich der kirgisische Außenminister auf Druck aus Amerika für eine Stromabschaltung entschuldigen musste), die massig Propagandamaterial unters Volk bringen, Anleitungen, wie man die Leute und nach und nach auch Polizisten "weich macht", gut gewählte Symbolik, im Voraus vorbereitete Einheitskleidung, die dann "spontan" ans Volk verteilt wird - all das hat viele Hinter- und Strohmänner mit amerikanischem Pass. George Soros finanziert bis heute die Gehälter der georgischen Regierung, alles unter dem Deckmäntelchen der Demokratie-Aufbauhilfe. Und wenn wieder irgendwo eine Revolution geklappt hat, dann schickt man deren Vertreter in die Nachbarländer, damit die Revolutionserfahrung aus erster Hand weitergegeben wird.
Bemerkenswert war: Es gibt einen "Tournee-Plan", laut dem als nächstes Moldavien, Weißrussland und dann irgendwann auch Russland an die Reihe kommen. Kein Wunder, dass da nun versucht wird, im Voraus die Schotten gegen ausländischen Einfluss in Form von NGOs dichtzumachen. Ich bin auch kein großer Anhänger der Putinschen Politik, aber Veränderungen sollten einem Land nun mal nicht nach Schema F von außen übergestülpt werden - was dabei rauskommt, sieht man ja in der Ukraine, wo die tollen orangen Revolutionäre ja nach ihrem Erfolg auf dem Maidan politisch überhaupt nichts hinkriegen.
Und trotzdem kam sehr deutlich rüber, dass die USA allerlei Geld in diverse Fonds und NGOs stecken und Revolutionäre ausbilden. "Unabhängige" Druckereien (die vom amerikanischen Repräsentantenhaus so gedeckt werden, dass sich der kirgisische Außenminister auf Druck aus Amerika für eine Stromabschaltung entschuldigen musste), die massig Propagandamaterial unters Volk bringen, Anleitungen, wie man die Leute und nach und nach auch Polizisten "weich macht", gut gewählte Symbolik, im Voraus vorbereitete Einheitskleidung, die dann "spontan" ans Volk verteilt wird - all das hat viele Hinter- und Strohmänner mit amerikanischem Pass. George Soros finanziert bis heute die Gehälter der georgischen Regierung, alles unter dem Deckmäntelchen der Demokratie-Aufbauhilfe. Und wenn wieder irgendwo eine Revolution geklappt hat, dann schickt man deren Vertreter in die Nachbarländer, damit die Revolutionserfahrung aus erster Hand weitergegeben wird.
Bemerkenswert war: Es gibt einen "Tournee-Plan", laut dem als nächstes Moldavien, Weißrussland und dann irgendwann auch Russland an die Reihe kommen. Kein Wunder, dass da nun versucht wird, im Voraus die Schotten gegen ausländischen Einfluss in Form von NGOs dichtzumachen. Ich bin auch kein großer Anhänger der Putinschen Politik, aber Veränderungen sollten einem Land nun mal nicht nach Schema F von außen übergestülpt werden - was dabei rauskommt, sieht man ja in der Ukraine, wo die tollen orangen Revolutionäre ja nach ihrem Erfolg auf dem Maidan politisch überhaupt nichts hinkriegen.
Du erntest, was du säst.
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Sportsfreund
was meinst Du unter "die tollen orangen Revolutionäre ... politisch überhaupt nichts hinkriegen" ?manuchka hat geschrieben:was dabei rauskommt, sieht man ja in der Ukraine,
wo die tollen orangen Revolutionäre ja nach ihrem Erfolg auf dem Maidan
politisch überhaupt nichts hinkriegen.
Etwa Unfähigkeit "die Anderen" klein zu kriegen?
a la Putin alle Proteste niederschlagen?
was genau ist an der politischen Situation in der Ukraine nicht in Ordnung?
- Zejtnot
- Globaler Moderator

- Beiträge: 14590
- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Das sich die Politiker nicht mehr um die Belange des Landes kümmern, sondern nur noch um die gegenseitige Entmachtung! In dem Land läuft politisch leider nichts mehr, seit Monaten. Ich finde es auch sehr schade, dass ein guter Demokratieansatz so zunichte gemacht wurde.Sportsfreund hat geschrieben:was genau ist an der politischen Situation in der Ukraine nicht in Ordnung?
Ob man aufgrund dieser Erfahrungen gestern in Moskau alle verprügeln musste, wage ich aber zu bezweifeln. Piepegal, wer die Moskauer Demonstranten oder ihre Köpfe bezahlt hat - eine funktionierende Demokratie könnte sich mit ihnen sachlich auseinandersetzen und bräuchte dafür keine OMON-Spezialeinheiten.
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Sportsfreund
die wichtigste Aufgabe der Politik ist wie eines Arztes "nicht schaden".
Beim Arzt dem Patieneten, in der Politik der Wirtschaft.
Wie soll die politsche Auseinandersetzung in Kiev der ukrainischen Wirtschaft schaden?
Hat italienischer alle-3-Monate-neue-Regierung-Zwist der italienischer Wirtschaft jemals geschadet?
Oder die vorzeitigen Wahlen in Deutschland im Jahr 2005 der deutschen Wirtschaft?
in Russland ist alles so politisiert, dass man sich kaum ein unpolitisiertes Leben vostellen kann.
Beim Arzt dem Patieneten, in der Politik der Wirtschaft.
Wie soll die politsche Auseinandersetzung in Kiev der ukrainischen Wirtschaft schaden?
Hat italienischer alle-3-Monate-neue-Regierung-Zwist der italienischer Wirtschaft jemals geschadet?
Oder die vorzeitigen Wahlen in Deutschland im Jahr 2005 der deutschen Wirtschaft?
in Russland ist alles so politisiert, dass man sich kaum ein unpolitisiertes Leben vostellen kann.
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Bephep
Auf beiden Kanaelen,ARD und ZDF waren gestern die Demostrationen zu sehen.
Und auch wie die Polizei zugeschlagen hat.
Eine Demokratie sollte und muss auch anders mit Demonstranten umgehen.
Das sah wie in Lukaschenkos Belarus aus,eine Orgie der Gewalt.
Damit verliert Russland viele Symphatien im Westen.Aber auch in der eigenen Bevoelkerung die zum grossen Teil fuer Putin ist.
Ich frage mich warum man so gehandelt hat,will man Putin,seiner Politik und Regierung international Schaden.
Durch solche Bilder wird die oeffentliche Meinung in Europa und der Welt Negativ beeinflusst.
Und auch wie die Polizei zugeschlagen hat.
Eine Demokratie sollte und muss auch anders mit Demonstranten umgehen.
Das sah wie in Lukaschenkos Belarus aus,eine Orgie der Gewalt.
Damit verliert Russland viele Symphatien im Westen.Aber auch in der eigenen Bevoelkerung die zum grossen Teil fuer Putin ist.
Ich frage mich warum man so gehandelt hat,will man Putin,seiner Politik und Regierung international Schaden.
Durch solche Bilder wird die oeffentliche Meinung in Europa und der Welt Negativ beeinflusst.
Die eigene Bevoelkerung hat im TV gesehen, dass es in der Innenstadt eine nicht zugelassene Demonstration von gewaltbereiten Extremisten gegeben hat. Gluecklicherweise konnte die Polizei fuer Ordnung sorgen.Bephep hat geschrieben:Aber auch in der eigenen Bevoelkerung die zum grossen Teil fuer Putin ist.
Durch solche Bilder wird die oeffentliche Meinung in Europa und der Welt Negativ beeinflusst.
Also nix mit eigener Bevoelkerung.
Die "Meinung der Welt" ist den Russen erstmal egal. Die finden fuer ihr Oel und Gas schon Abnehmer.
Ausserdem ist bald Mai und da wird es eine derart schoene und verschwenderische Siegesfeier geben, dass die ganze russische Bevoelkerung zusammen mit ihren Veteranen sich wieder richtig wohl in ihrem Russia fuehlen werden.
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Bephep
- Saboteur
- Globaler Moderator

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- Registriert: 24 Jul 2006, 23:02
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Also für mich sind in dieser Frage mehrere Dinge wichtig.
1. Werden Spinner, Wichtigtuer und Extremisten (zum Beispiel bei Bildern von Demos bei denen im Hintergrund die Flaggen der Nationalbolschewisten wehen) von einigen deutschen Medien als Opposition und dadurch als Alternative zu Putin verkauft. Ich meine die NPD ist ja auch ne Opposition aber trotzdem keine Alternative.
2. Ist Putin nunmal sehr sehr beliebt. (Was auch daran leigen könnte das er der erste Präsident nach zig Jahrzehnten ist der jung und dynamisch wirkt) Da muss man ja nur mal in seinem Bekanntenkreis nachfragen. Das wird von "unseren" Medien auch oft verschwiegen.
3. Bin ich in Berlin auch schon öfter Zeuge von brutal zuschlagenden Polizisten (nicht in der größenordnung wie in Russland aber trotzdem...) geworden die gegen Demonstranten vorgegangen sind. Das wiederum hat in Deutschland scheinbar keinen interessiert und wurde weder gefilmt geschweige denn gesendet. Ich spreche da von den "Studentendemos" vor 3 Jahren.
1. Werden Spinner, Wichtigtuer und Extremisten (zum Beispiel bei Bildern von Demos bei denen im Hintergrund die Flaggen der Nationalbolschewisten wehen) von einigen deutschen Medien als Opposition und dadurch als Alternative zu Putin verkauft. Ich meine die NPD ist ja auch ne Opposition aber trotzdem keine Alternative.
2. Ist Putin nunmal sehr sehr beliebt. (Was auch daran leigen könnte das er der erste Präsident nach zig Jahrzehnten ist der jung und dynamisch wirkt) Da muss man ja nur mal in seinem Bekanntenkreis nachfragen. Das wird von "unseren" Medien auch oft verschwiegen.
3. Bin ich in Berlin auch schon öfter Zeuge von brutal zuschlagenden Polizisten (nicht in der größenordnung wie in Russland aber trotzdem...) geworden die gegen Demonstranten vorgegangen sind. Das wiederum hat in Deutschland scheinbar keinen interessiert und wurde weder gefilmt geschweige denn gesendet. Ich spreche da von den "Studentendemos" vor 3 Jahren.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...


