Seite 2 von 4

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 24 Jul 2007, 22:53
von Saboteur
....ja beide waren in Deutschland :-)

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 26 Jul 2007, 11:29
von fremantle
Wer aber doch unbedingt in DK Heiraten will...
hatte grad eine Русскаяа Германия in der Hand, die sie mir gestern bei Air Berlin in die Hand drückten. Da gibt es ein paar Agentur-Annocen: Heiraten Schnell und Billig in Dänemark - Wir organisieren Ihre hochzeit in nur 3 Tagen mit allen Unterlagen für nur 250 Euro. Oder so ähnlich. hab die genauen Fakten nicht mehr im Kopf... Also einfach da mal reinschauen, wers braucht. Bestimmt geht auch jede andere russischsprachige deutsche Tageszeitung.

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 27 Jul 2007, 21:19
von Stefan
Ich liebe auch sehr Dänemark - doch ist die Liebe zu Russland stärker - aber ich könnte mir niemals vorstellen in einem anderen Land als Deutschland oder Russland geheiratet zu haben (habe in Deutschland geheiratet).

Mit Dänemark verbinde ich lediglich eine Sache: Ruhigen Urlaub.

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 27 Aug 2007, 16:21
von Rotech
Dietrich, he he, faul ist was anderes, es gibt viele Paare die rechtskraeftig verheiraten sind ( in DK ) und das nicht nur weil der eine die Aufentalsgenehmigung fuer Moskau braucht, um sich nicht jedes Jahr in den Anus kucken zu lassen und die andere nur scharf darauf ist einen Pass mit einem Adler zu bekommen!!!!!

Ach uebrigens, es gibt viele Firmen die sich auf diese Heirat spezialiesiert haben, ich glaube die wissen was sie tun, oder, an sonnsten waehren die zieg Google-Seiten ja ueberfluessig.

Das nur dazu

rotech

[roter Text wurde vom Moderator eingefuegt ;-) ]

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 27 Aug 2007, 18:44
von Zeppelin
Heiraten in DK wird nach wie vor kein Problem sein und die Ehen werden als rechtskräftig gelten. Keine Frage.
Aber mit der aktuellen Änderung des Zuwanderungsgesetzes, kann man sich nicht mehr so locker flockig bei der ABH mit 'ner Dänischen Heiratsurkunde in der Hand eine Aufenthaltserlaubnis abholen, wenn man zuvor mit einem Schengenvisum aus einem Drittstaat eingereist ist.
Der Drittstaatler muss dann erst mal wieder in die Heimat reisen und durchläuft das gesamte FZF-Verfahren. Und dies kann sich dann deutlich länger hinziehen, als z.B. hier in D - oder für manche eben einfacher und angenehmer in RUS - zu heiraten.
Allein das sollte man inzwischen bedenken, wenn man nicht lange warten möchte, wenn man zusammen in D leben will.

Das wird gerade zum 195. Mal hier durchgekaut: http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... 8129029/15 Es gibt dort wirklich zahllose Freds in allerlei Rubriken, die immer wieder zum gleichen Ergebnis kommen.


Zeppelin

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 06 Nov 2007, 14:09
von Paulchen
Hallo Zeppelin,
also Deinen obigen Ausführungen widersprechen meine eigenen Erfahrungen aus Februar 2007. Meine Frau und ich, wir haben in Dänemark geheiratet was schon mal für sich genommen eine sehr gelungene und runde Sache war. Man nistet sich 1Woche in RIbe im Hochzeitszimmer des ältesten Hotels Europas ein und genießt die Möglichkeit, eine ganze Woche nur an die Hochzeit zu denken ohne irgendwelche Hektik. Romantisch ists in dem mittelalterlichen Städtchen dort allemal mehr als fast überall hier. Die Zermonie ist, das gebe ich zu, üblicherweise etwas zügig (hehe, das Paar vor uns war schon nach 12 min. geehelicht) aber wir hatten uns wohlweislich den letzten Termin des Tages geben lassen und ein paar Gäste und Champus mitgebracht. Das hat die Standesbeamtin sichtlich gefreut und so wurde es richtig festlich und dauerte fast eine Stunde. Die mehrsprachige Heiratsurkunde, die man sofort ausgehändigt bekommt haben wir dann bei der Landesausländerbehörde hier in Berlin nach Terminsvereinbarung vorgelegt und innerhalb von 20 Min. war die Aufenthaltserlaubnis aufgrund Studiums umgewandelt in eine 3-jähirge Aufenthaltserlaubnis wegen Ehe einschließlich Vermerk der unbeschränkten Arbeitserlaubnis.
Auch die Geburt unseres Sohnes im Mai machte überhaupt keine (behördentechnischen) Probleme in Deutschland. MIt der Geburtsbescheinigung des Krankenhauses in Zehlendorf zum dortigen Standesamt und ruckzuck gab es die Geburtsurkunde. Mit der zum Bürgeramt und mein Sohn war innerhalb eines Tages registrierter Deutscher und sofort in meinem Reisepass eingetragen. Im Moment greifen wir gerade die Registrierung der russischen Staatsbürgerschaft an und da heißt es jetzt halt den russischen Appostillenhunger stillenn :shock:
Also so einfach wie die Heirat in Dänemark wäre es in Dtl mit Sicherheitnicht geworden. Übrigens hatte uns den Tipp zu einer Hochzeit in DK ausgerechnete die Deutsche (!) Standesbeamtin im Standesamt Charlottenburg gegeben, nachdem sie unsere großen Augen sah, als sie die Liste der notwendigen Dokumente vorlegte und die Prüfungsdauer der Dokumente bei dem Kammergericht (Berliner Oberlandesgericht) nannte . Hinter vorgehaltener Hand natürlich nur...

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 06 Nov 2007, 19:02
von Marco
@Paulchen
Du hast einen ganz anderen Fall, deine Frau hat hier wegen dem Studium eine Aufenthaltserlaubnis gehabt. Das ist ein großer Unterschied. Da gibt es auch normalerweise keine Probleme.
Wenn eine Russin mit Touristenvisum einreist, man nach Dänemark fährt um zu heiraten, darf sie danach nach neuester Rechtslage ausreisen, um ein Visum zur Familienzusammenführung zu beantragen.

Gruß,
Marco

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 06 Dez 2007, 22:37
von Zeppelin
Marco hat geschrieben:@Paulchen
Du hast einen ganz anderen Fall, deine Frau hat hier wegen dem Studium eine Aufenthaltserlaubnis gehabt. Das ist ein großer Unterschied. Da gibt es auch normalerweise keine Probleme.
Wenn eine Russin mit Touristenvisum einreist, man nach Dänemark fährt um zu heiraten, darf sie danach nach neuester Rechtslage ausreisen, um ein Visum zur Familienzusammenführung zu beantragen.

Gruß,
Marco
Danke Dir für die Klarstellung.

Ich hatte 'Paulchen' gestern (05.12.07) im Parrallel-Fred geschrieben, dass die Konstellation nicht vergleichbar mit einer Heirat in DK mit Touri-Visum ist.

Ebenso wenig verallgemeinerbar ist die Konstellation, unter der meine Frau und ich hier in D mit Touri-Visum geheiratet haben. Letzteres geht abr noch immer, wenn man das timing bachtet und die Einlader nicht identisch sind.

Visamissbrauch liegt eben dann nicht vor, wenn man den ursprünglichen Einreisezweck erfüllt und während dieses Aufenthalts mal so ganz nebenbei heiratet - weil die Voraussetzungen dafür im Vorfeld geklärt / geschaffen wurden.
Schon gibt es keine Handhabe mehr für eine Ausreiseaufforderung und die AE muss sofort erteilt werden -> nie mehr ein Visaantrag.

Gruß,
Zeppelin

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 06 Dez 2007, 22:51
von Zeppelin
Paulchen hat geschrieben:Hallo Zeppelin,
also Deinen obigen Ausführungen widersprechen meine eigenen Erfahrungen aus Februar 2007. Meine Frau und ich, wir haben in Dänemark geheiratet was schon mal für sich genommen eine sehr gelungene und runde Sache war. Man nistet sich 1Woche in RIbe im Hochzeitszimmer des ältesten Hotels Europas ein und genießt die Möglichkeit, eine ganze Woche nur an die Hochzeit zu denken ohne irgendwelche Hektik. Romantisch ists in dem mittelalterlichen Städtchen dort allemal mehr als fast überall hier. Die Zermonie ist, das gebe ich zu, üblicherweise etwas zügig (hehe, das Paar vor uns war schon nach 12 min. geehelicht) aber wir hatten uns wohlweislich den letzten Termin des Tages geben lassen und ein paar Gäste und Champus mitgebracht. Das hat die Standesbeamtin sichtlich gefreut und so wurde es richtig festlich und dauerte fast eine Stunde. Die mehrsprachige Heiratsurkunde, die man sofort ausgehändigt bekommt haben wir dann bei der Landesausländerbehörde hier in Berlin nach Terminsvereinbarung vorgelegt und innerhalb von 20 Min. war die Aufenthaltserlaubnis aufgrund Studiums umgewandelt in eine 3-jähirge Aufenthaltserlaubnis wegen Ehe einschließlich Vermerk der unbeschränkten Arbeitserlaubnis.
Auch die Geburt unseres Sohnes im Mai machte überhaupt keine (behördentechnischen) Probleme in Deutschland. MIt der Geburtsbescheinigung des Krankenhauses in Zehlendorf zum dortigen Standesamt und ruckzuck gab es die Geburtsurkunde. Mit der zum Bürgeramt und mein Sohn war innerhalb eines Tages registrierter Deutscher und sofort in meinem Reisepass eingetragen. Im Moment greifen wir gerade die Registrierung der russischen Staatsbürgerschaft an und da heißt es jetzt halt den russischen Appostillenhunger stillenn :shock:
Also so einfach wie die Heirat in Dänemark wäre es in Dtl mit Sicherheitnicht geworden. Übrigens hatte uns den Tipp zu einer Hochzeit in DK ausgerechnete die Deutsche (!) Standesbeamtin im Standesamt Charlottenburg gegeben, nachdem sie unsere großen Augen sah, als sie die Liste der notwendigen Dokumente vorlegte und die Prüfungsdauer der Dokumente bei dem Kammergericht (Berliner Oberlandesgericht) nannte . Hinter vorgehaltener Hand natürlich nur...
Du hast nur nicht dazugeschrieben, dass sich Deine Frau als Studentin hier aufhielt...

Z.

Re: Heiraten in Dänemark (Sønderborg)

Verfasst: 07 Dez 2007, 14:26
von Paulchen
also Zeppelin, nochmal.

Die Eheschließung in Dänemark ist mit einem Toursitenvisum (=Schengenvisum) ohne Probleme möglich. Die Dännen prüfen nur, ob man sich legal in Dänemark aufhält. Das ist z.B. der Fall wenn man sich mit einem Schengenvisum mit gültigem Einreisestempel (Deutschland, Dänemark, Griechenland, etc.) vorstellt. Siehe z.B. hier: http://316ri.testserver.nu/page725.asp oder hier http://www.lassen-tonder.dk/tysk/buro23.html
Es kann auch eine AE für Studenten oder welcher Aufenthaltstitel auch immer vorgelegt werden, solange er eben auch zum Aufenthalt in Dänemark berechtigt!

Damit ist man rechtsgültig (und zwar auch für deutsche Behörden) verheiratet und bekommt eine Heiratsurkunde, die unter anderem auch in deutscher Sprache verfasst ist.

Nun begibt man sich zuürck nach Deutschland, beginnt mit der ehelichen Lebensgemeinschaft und sucht sodann die Ausländerbehörde auf. Und genau an dieser Stelle wird es überhaupt erst interessant. Die Frage wird dort allerdings nicht sein, ob die AB die Heiratsurkunde anerkennen kann und muß. Hierzu ist Sie aufgrund des Deutsch/Dänischen Abkommens von 01.07.1936 nämlich verpflichtet (siehe hier: http://www.ambberlin.um.dk/de/menu/B%C3 ... surkunden/
) und sie tut dies auch tatsächlich ohne zu murren ;)

Die einzige interessante Frage die hier im Form kontrovers diskutiert wird ist daher, ob die AB nun bei vorhandenem Touristenvisum auf Antrag eine Aufenthaltserlaubnis nach § 28 AufenthaltsG erteilen wird oder ob Sie den Ehepartner abschiebt (notfalls mittels Abschiebehaft ! gem. § 62 AufenthaltsG) und freundlich auf die Möglichkeit des FZF-Visum verweist, welches zunächst im Heimatland bei der dt. Botschaft beantragt werden soll.

Meine Frau war Studentin in Dtl. und hatte daher eine AE nach § 16 AufenthaltsG. Dementsprechend war die Behörde bei Ihr zur Umwandlung in eine AE nach § 28 AufenthaltsG gesetzlich verpflichtet. Diese Verpflichtung ergibt sich aus § 39 Ziff. 1 Aufenthaltsverordnung. Insofern gebe ich Dir recht, lieber Zeppelin, dass dieser Umstand hervorzuheben ist.

Unabhängig davon meine ich allerdings, dass auch zunächst touristisch eingereiste Verlobte nach der Heirat nicht mehr abgeschoben werden können und dürfen, denn sie können sich dann auf §§ 27, 28 AufenthaltsG und vor allem auf Art. 6 des Grundgesetzes berufen. Die §§ 27, 28 AufG regeln nicht nur den Nachzug von Familienangehörigen zur Herstellung der familiären Lebensgemeinschaft sondern auch den Erhalt einer bereits bestehenden familiären Lebensgemeinschaft. Eine Abschiebung zur anschließenden Familienzusammenführung wäre da wohl rechtswidrig.

Freilich sollte der oder die einreisende Tourist/in nicht dem Grenzbeamten sagen, dass sie eigentlich einreist, um den/die Liebste(n) zu ehelichen. Dann wird sie/er nämlich nach § 15 Abs. 1 Ziff. 2 AufG gar nicht erst reingelassen, weil der Verdacht dann begründet ist, dass der Aufenthalt nicht dem angegebenen Zweck (nämlich alte Steine und schöne Landschaft angucken) dient.

Wer daher alles brav und richtig machen will reist am besten mit einem Heiratsvisum ein und quält sich durch die eigens hierfür vorgesehenen Prozeduren :lol: