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Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 10 Feb 2008, 20:39
von harald63
Reisender hat geschrieben:
Saboteur hat geschrieben:
Ich arbeite in einer sozialen Einrichtung udn wir hatten eine Praktikantin bei uns die vom Austausch kam. Deren Sprachkenntnisse waren auch sehr sehr sehr bescheiden und es ist auch nicht besser geworden
Also ohne Mist...so sehr hoch sind die Anforderungen scheinbar nicht!
Hey, das klingt gut und macht Hoffnung! Aber da muss man wahrscheinlich auch noch Glück haben, sowas zu finden und dann auch noch wenigstens ungefähr in meiner Umgebung...
Weißt du zufällig, über welche Organisation die Gute gekommen war? Und wie lang war sie da?
Ich dachte, es geht Dir darum, dass Deine Freundin ihre Ausbildung weiter machen kann. Oder suchst Du doch nur irgendeine Möglichkeit, dass sie mit Dir zusammen sein kann, auch wenn es sie nicht weiter bringt?
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 10 Feb 2008, 23:04
von Bephep
Hallo
Ja, Aupair wäre auch eine Möglichkeit, meines Wissens nach braucht man aber dafür auch Sprachkenntnisse UND muss auch Erfahrung im Umgang mit Kindern nachweisen... Aber ich mach mich da auch nochmal schlau. Dank dir!
Au Pair ist eine Möglichkeit, aber man muss eine seriöse Agentur finden.Die Sprachkenntnisse müssen nicht sehr gut sein.In NRW hätte ich eine seriöse Adresse, trotzdem ist Au Pair kein leichter Job.
Ich dachte, es geht Dir darum, dass Deine Freundin ihre Ausbildung weiter machen kann. Oder suchst Du doch nur irgendeine Möglichkeit, dass sie mit Dir zusammen sein kann, auch wenn es sie nicht weiter bringt?
Für ein Studium hier braucht sie Sprachkenntnisse,entweder lernt sie in RU, das kostet, oder sie lernt hier,kostet auch.Als Au Pair kann sie ausreichende Sprachkenntnisse erwerben.
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 11 Feb 2008, 00:12
von Papa Hoth
Hallo Reisender,
also die Erfahrungen mit Kindern lassen sich doch wohl improvisieren, ein gut formuliertes Schriftstück ist ausreichend, das kontrolliert zum Schluß niemand. Bei den Sprachkenntnissen reicht nach meinen Erfahrungen, ein Crahskurs in Rußland, der Rest kommt hier von allein.
Aufgrund der von Dir geschilderten Ausgangslage, erscheint mir die Lösung "AuPair" am günstigsten und praktikabelsten. Das AuPair kein Urlaub ist, dürfte klar sein allerdings kann man mit ausreichender Recherche vor Ort, eine "gute" Familie ohne Ausbeutungscharakter finden. AuPair in Deutschland mit anschließendem "Studium" ist übrigens eine recht weit verbreitete Variante.
Gruß
Papa Hoth!
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 11 Feb 2008, 03:52
von Saboteur
Reisender hat geschrieben:Und wie lang war sie da?
6 M0nate war se da, 6 Monate...
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 11 Feb 2008, 03:57
von Reisender
harald63 hat geschrieben:
Ich dachte, es geht Dir darum, dass Deine Freundin ihre Ausbildung weiter machen kann. Oder suchst Du doch nur irgendeine Möglichkeit, dass sie mit Dir zusammen sein kann, auch wenn es sie nicht weiter bringt?
Also ich möchte schon, dass sie ein Studium hier in Deutschland absolviert, hab nur gedacht vielleicht wäre das ne gute Möglichkeit, wenn sie zu so einem Praktikum käme. Dann könnte sie währenddessen ja die Sprache schonmal lernen und wir wären schonmal im selben Land =)
Also das Studium soll schon das große Ziel sein...
Ich habe ihr gegenüber gestern mal die AuPair Variante erwähnt... Sie war nicht angetan... Um es mal mit einem Euphemismus auszudrücken =)
Also fällt diese Möglichkeit leider aus und ich werde mir weiterhin den Kopf zerbrechen.... Und das obwohl ich morgen noch ne Klausur schreib!
Auf jeden Fall nochmals vielen Dank für eure zahlreichen Tipps, echt klasse, diese Community!
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 11 Feb 2008, 04:00
von Saboteur
Also wie du sicherlich weißt bietet dieser Austauschn vond em ich sprach Praxiserfahrung in NGOs an. Ist das nix für sie? Was kann sie sich denn Vorstellen? Also welche grobe Richtung?
PS: Reisender, wo kommste eigentlich her?
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 11 Feb 2008, 07:40
von Zejtnot
Also grundsätzlich schließe ich mich den Kollegen hier an:
* Au-Pair ist finanziell die einfachste Variante, aber man muss das wollen. Wenn sie nicht möchte, sollte man sie dazu nicht bedrängen.
* Für ein Auslandssemster in Deutschland muss man nicht 7200 Euro hinterlegen. Allerdings muss man, soweit stimmt es, eine finanzielle Grundlage nachweisen. Du müsstest also mindestens den zweifachen Bafög-Satz haben, um ihr und Dein Leben zu finanzieren.
* Für ein Auslandssemester in Russland muss man noch weniger haben: Schau mal, ob Deine Uni ein Partnerprogramm mit einer russischen Uni hat. Dann brauchst Du oft weder Wohnheim noch Studiengebühren zu zahlen - und die Austauschplätze in Russland sind oft nicht ausgelastet.
* Gibt es kein Austauschprogramm, bleibt es dennoch finanzierbar. Einfach eine Uni anschreiben und Details erfragen. Ein Semester kostet 500 bis 1000 Euro Studiengebühren, das Wohnheim monatlich 200 bis 300 Euro. Lebensmittel wie in Deutschland. Für jede Nacht Party reicht dann Bafög natürlich nicht, aber für ein nettes Semester bei Deiner Freundin schon.
Ich hatte mich, als ich in einer ähnlichen Situation war, für diese Variante entschieden. Danach wussten wir immerhin, dass es sich lohnt, über weitere Dummheiten nachzudenken!
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 12 Feb 2008, 23:41
von E.P.H.
Jo, Reisender, auch wenn sich einiges wiederholt, möchte ich dir von meinen (d.h. unseren) Erfahrungen erzählen. Also:
Meine (damals-noch-nicht-)Frau wollte natürlich auch erst mal ihr Studium beenden. Bei ihr an der Uni gab es aber die Möglichkeit, durch Antrag an den Rektor der Uni das Semester und die Prüfungen vorzeitig ("досрочно") zu beenden, so dass sie zum Beispiel im Winterhalbjahr schon zu Weihnachten zu mir kam. Wenn deine Freundin schon 2 mal bei dir war, müßte es ja visumstechnisch kaum Probleme geben. Dann bin ich in meinen Semesterferien im Februar mit ihr zurück zu ihr nach Hause gefahren. So haben wirs 2,5 Jahre gemacht. Ergo: man ist schon mal 4-5 Monate ununterbrochen zusammen, wo man sich im Alltag dessen versichern kann, dass man für einander geschaffen ist. Außerdem werden sich ihre Sprachkenntnisse wohl schlagartig verbessern. Schwierig werden natürlich die 2,5-3,5 Monate in der Zeit, wo beide studieren müssen ....
Nachdem sie ihr Studium beendet hatte, folgte die Au-Pair-Variante. Dazu fanden wir eine befreundete Familie (die aber auch wirklich ein Au-PAir benötigte, sonst bringts ja nichts. Sie muss auf jeden Fall auch ihren eigenen Bekannten- und Freundeskreis entwickeln!), so dass das Thema "Ausbeutung" gleich ad acta gelegt war. In diesem einen Jahr hat sie natürlich alle möglichen Kurse (ruhig auch VHS) besucht und sich auch selbst im Sprachenzentrum meiner Uni auf das TestDaF-Examen vorbereitet. Mit dem Ergebnis hat sie sich bei verschiedenen Unis im Juli beworben und interessanterweise durch eine Ablehnung (!) einen Platz an einem Sprachkolleg bekommen. Da wurde sie in einem 4-Monats-Kurs ab August auf die DSH-Prüfung jener Uni vorbereitet, die sie dann aber an einer anderen Uni Ende September relativ leicht bestand. Und dann dort anfing zu studieren.
Probleme mit dem finanziellen Nachweis fürs Studium gabs dann nicht mehr, weil wir in eben jenem Sommer geheiratet haben.
Na ja, soviel zu unserem Modell.
Viel Glück euch beiden. Und immer dran denken: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
E.P.H.
Re: Eine weitere verzweifelte Liebe...
Verfasst: 12 Sep 2008, 18:13
von Elja
Ich möchte mal etwas zu den 7000 Euro bemerken, die man ja angeblich haben muss. Es gibt da noch eine andere Möglichkeit, und es wundert mich, dass diese von "Reisender" übersehen wurde. Man kann nämlich jemanden bürgen lassen, und dann braucht man überhaupt keinen Cent. So haben wir es gemacht. Mein Vater hat netterweise die Bürgschaft übernommen. Ich bin einfach mal mit ihm zum Amt gefahren, er hat da was unterschrieben und das war's.
Zu beachten ist, dass die bürgende Person ein Einkommen haben muss. Als Student kannst Du also nicht selber bürgen. Aber vielleicht sind Eltern oder Freunde ja bereit dazu.