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Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 07 Mär 2008, 05:56
von Zejtnot
Bephep hat geschrieben:Zejtnot ist das Bad Privat oder Kommunal ??
So richtig ist das nicht klar. Ich meine das Gebäude ist kommunal, aber der Pächter privat.

So oder so - auch die städtischen Schwimmhallen kosten so viel.

Am Ende will ich es nur als Beispiel zeigen: Trotz niedrigerer Kosten sind die Preise hier höher. Weil scheinbar eine bedeutende Summe in das Auto / das Haus der Firmeninhaber fließt. Wesentlich mehr als in D.

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 07 Mär 2008, 09:59
von Dietrich
Die russische Post macht wieviel Gewinn? 40 Prozent des Umsatzes meine ich gelesen zu haben.

Und solche Gewinnspannen sind in fast allen Branchen Gang und Gaebe.

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 07 Mär 2008, 11:23
von Aetschi
Dietrich hat geschrieben:Und solche Gewinnspannen sind in fast allen Branchen Gang und Gaebe.
Bei allen was Massenware ist ja, eigentlich sogar noch mehr.

Gruß

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 08 Mär 2008, 00:10
von Bephep
Und solche Gewinnspannen sind in fast allen Branchen Gang und Gaebe.
Hat nicht hier jemand (Zejtnot) einmal geschrieben das es zu dem normalen Lohn in RU noch einen Umschlag gibt.Und was kosten die Behörden.

In Deutschland ist für kleine Firmen 2 bis 5 % Gewinn schon sehr gut,Handwerker sind schon zufrieden wenn es ein normales Einkommen gibt.

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 17 Mär 2008, 17:23
von Oletsch
Zejtnot_ hat geschrieben: In dem SPIEGEL-Quiz letztens wurde erwähnt, dass sich 12 Prozent der Russen zur Mittelschicht zählen. Und genau diese 12 Prozent werden wohl auch "zu hohe Löhne" haben - so wie es der Artikel meint.
auch wenn ich mich später einschalte: das könnte ein Unterschied sein, wieviele von diesen 12 % tatsächlich zur Mittelschicht gehören und welche das nur meinen. Es müssen klare Definitionen her. Es kann sein, dass in der Provinz mit ihren schlechteren Lebensbedingungen schon einer sich zur Mittelklasse zählt, während er in einer Großstadt als arm gegolten hätte.

Gruß
Oletsch

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 18 Mär 2008, 07:30
von Zejtnot
Ich argumentiere so: Wer sich im Moment ein Auto leisten kann - und das sind immerhin (beispielsweise) ein Viertel aller Novosibirsker (450.000 Autos auf 1.400.000 Einwohner) - zählt für mich zur Mittelschicht. Denn für ein Auto braucht man auch in Russland mindestens 5.000 Euro auf der hohen Kante. (Und auch für diese vielzähligen Kredite ist entweder ein gutes Einkommen oder eine hohe Eigenbeteiligung notwendig.)

Wenn man nun ansetzt, dass sich in den großen Städten ein Viertel ein Auto leisten kann, in den Dörfern und Kleinstädten jedoch vielleicht 2-3 Prozent ... dann halte ich 12 Prozent als Landesschnitt eigentlich recht realistisch.

Klar, in Deutschland ist die Mittelschicht nicht per "Besitz eines Gebrauchtwagens" definiert. Aber im Grunde gilt auch dort als arm, wer sich wegen Hartz 4 oder Niedriglohnsektor kein Auto leisten kann.

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 19 Mär 2008, 01:17
von Bephep
Oletsch schreibt
Es müssen klare Definitionen her. Es kann sein, dass in der Provinz mit ihren schlechteren Lebensbedingungen schon einer sich zur Mittelklasse zählt, während er in einer Großstadt als arm gegolten hätte.
Das ist die Schwierigkeit,wie definiert man Mittelschicht und welche Bedingungen setzt man voraus.

Ich denke auch das in der Provinz ein niedriges Einkommen einen normalen Lebensstandard ermöglicht und jemand damit auch zur Mittelschicht gehört .Aber in Moskau würde derselbe mit seinem Einkommen nicht mehr zur Mittelschicht gehören.

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 19 Mär 2008, 08:01
von Zejtnot
Schon allein das Wort Mittelklasse macht ja deutlich, dass sich diese Mitte regional verschiebt. Je nachdem wie die lokalen Standards sind.

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 19 Mär 2008, 13:15
von St. Germain
Zejtnot_ hat geschrieben:
Klar, in Deutschland ist die Mittelschicht nicht per "Besitz eines Gebrauchtwagens" definiert. Aber im Grunde gilt auch dort als arm, wer sich wegen Hartz 4 oder Niedriglohnsektor kein Auto leisten kann.
In Deutschland gibt es eine große Schicht, die zwar ein Auto besitzt (ob bezahlt oder nicht, sei dahin gestellt), kein HartzIV-Empfänger ist und trotzdem als arm bezeichnet werden muss.
Bei meiner Einkommenssteuererklärung für 2006 mußte ich dem Finanzbeamten erklären wie eine dreiköpfige Familie, nach meiner Steuererklärung von monatlich 235 € gelebt hat.
Auf meinen Komentar, dass das in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung muss, antworteter er:
ja ich weiß, ca. 30 %, aber er mache nun mal die Gesetze nicht!
Und jetzt kommt Ihr
Liebe Grüße
St. Gemain

Re: Verdienen die Russen zu viel ??

Verfasst: 19 Mär 2008, 13:55
von Zejtnot
Man kann ewig darüber diskutieren, wer arm ist und wer nicht. Und wer in Russland schon als "Mittelklasse" gilt, wäre in Deutschland unter umständen noch "arm". Das streite ich auch nicht ab.

So oder so ist die zunehmende Zahl der Autos in Russland ein klares Indiz für eine wachsende Mittelschicht. Und ebenso muss man in Deutschland schauen: Wo kommt das Auto her? Von monatlich 235 Euro sicher nicht. Insofern finde ich ein Auto schon ein gutes Indiz, auch wenn es sicher Ausnahmen gibt (Auto vor Hartz IV gekauft, ...).