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Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 15:41
von 7punkt
Andy hat geschrieben:.... oder es ist eine Verwechslung (habe ich schon erlebt)....
ohhh und wie laeuft es denn dann? ich meine, wie haste denn die Verwechslung festgestellt und wie wurde es dann wieder gutgemacht?

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 16:29
von Andy
Man hat mir unter vier Augen angedeutet was vorliegt und daraus habe ich verstanden und konnte beweisen, dass er es nicht sein konnte.

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 16:35
von 7punkt
Andy hat geschrieben:Man hat mir unter vier Augen angedeutet...
Aha....ob ich fragen darf, was man machen soll, um sone Andeutung zu bekommen? ;)
Zejtnot_ hat geschrieben:....Eine deutsche Botschaft ist kein russisches Amt....
Siehste, Zejtnot, ein deutsches Amt, aber Allueren wie bei den Russen :-P

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 16:51
von Zejtnot
7punkt hat geschrieben:Siehste, Zejtnot, ein deutsches Amt, aber Allueren wie bei den Russen :-P
Naja, nicht ganz. Eines wäre in Russland nie gelungen:
Andy hat geschrieben:... und konnte beweisen, dass er es nicht sein konnte.
In Russland kann man einem Amt nichts beweisen. :twisted:

Nachtrag: Keine Sorge, ganz so schlimm sehe ich es nicht.

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 16:54
von 7punkt
Zejtnot_ hat geschrieben:....In Russland kann man einem Amt nichts beweisen.....
Einem Amt nicht, aaaaaber einem Beamten...unter vier Augen schon ;)

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 16:58
von Andy
Nun ja, wir mussten da schon einen MdB bemuehen. Bei deutschen Beamten laeuft halt einiges auf Vertrauen, unter vier Augen etc. In Russland zwar auch, aber hier muss man immer dafuer bezahlen. In Deutschland musste ich das noch nie.

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 17:47
von manuchka
Also ich darf mal aus dem Nähkästchen plaudern und erzählen, dass ein (deutscher) Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Moskau im Sommer 2005 selbst (!) bei meinen Eltern angerufen hat, als er den Visa-Antrag meines (damals-noch-nicht) Mannes auf dem Tisch hatte und sich wunderte, warum Frau und Herr XY aus Bayern eine Einladung ausgestellt haben, der Eingeladene aber in Berlin nach DE einreisen wollte. Er hätte den Antrag auch einfach ablehnen können... hat er aber nicht. Es wurde dann erklärt, dass das alles seine Richtigkeit hat, der Besucher in Berlin zu einer Rundreise durch DE abgeholt und die zweite Woche seines Aufenthalts bei meinen Eltern in Bayern verbringen wird und auch der Rückflug von München aus bereits gebucht ist. Der Sachbearbeiter war sehr nett, meinte halt, dass manche Leute (unwissend, was sie da eigentlich machen) gegen Geld Verpflichtungserklärungen ausstellen, mit denen Leute dann Visa erhalten, die die Einlader überhaupt nicht kennen. Das Visum wurde übrigens erteilt.

Überhaupt habe ich festgestellt, dass man bei der Botschaft wirklich was erreichen kann, wenn man da in der Visastelle anruft und mit einem deutschen Sachbearbeiter höflich über das Anliegen spricht. Diese Erfahrung habe ich sowohl privat gemacht (Visum für meinen Mann) als auch neulich im Falle der Visa-Beantragung eines Kollegen auf Einladung meiner Firma. In beiden Fällen ließ sich das Problem, das in der Tat durch die russischen Damen am Schalter und deren superformale Herangehensweise entstanden war, unkompliziert beseitigen, die Sachbearbeiter boten sogar an, selber an den Schalter zu gehen und dafür zu sorgen, dass die Schalterdame nicht dazwischenfunkt. Man sollte sich immer den Nachnamen des Menschen geben lassen, mit dem man spricht, um sich ggf. auf dessen Aussage berufen zu können.

Zum konkreten Fall hier: Ich würde, wie gesagt, auch jetzt mal anrufen, den Fall schildern und fragen, ob sich da nicht doch noch was machen lässt. Die Unterlagen sind ja noch alle in der Botschaft, der Fall ist frisch. Man sollte Namen des Eingeladenen, Geburtsdatum (evtl. noch ein paar persönliche Daten) und Datum der Antragstellung wissen, und man könnte darum bitten, dass der Sachbearbeiter sich das mal anguckt, man könnte vorschlagen, dass man selbst morgen/übermorgen (jetzt kommen halt die Osterfeiertage dazwischen) zurückruft und sich höflich erkundigt, ob es eine Möglichkeit gibt, dass die Freundin das Visum doch bekommt. Das geht zur Not auch am Terminvereinbarungsverfahren vorbei, das sollte einen hier also nicht abschrecken. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, mehr als nein sagen können sie nicht, und dann hat man auch nichts verloren.

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 20 Mär 2008, 22:37
von zimdriver
manuchka hat geschrieben:....Überhaupt habe ich festgestellt, dass man bei der Botschaft wirklich was erreichen kann, wenn man da in der Visastelle anruft und mit einem deutschen Sachbearbeiter höflich über das Anliegen spricht. ....
Unterschreibe und unterstreiche ich gerne. Es geht, leider immer nur bei den deutschen Mitarbeitern (keine Pauschalisierung, rein subjektive Erfahrung). Ist auch nicht so unverständlich, da die Ortskräfte gerne ihren Job behalten wollen, die deutsche Ordnung lieben, ihre Landsleute kennen, kein Risiko eingehen müssen und vielleicht auch manchmal, ganz wenig nur, etwas neidvoll auf diese Reisenden schauen könnten. Und irgendeinen Paragraphen kann jeder finden für die Begründung einer Absage oder die Verweigerung einer Begründung einer Absage ...
Kurz: Ich stehe auf Hingehen und Fragen oder wenigstens Anrufen, nicht auf Schreiben und Drohen. Die Neuregelung zeigt doch bestens, dass die deutsche Botschaft in Moskau kreativ ist und "guten" Antragstellern keine Steine in den Weg legt. Abgabe der Unterlagen am Montag am Schnellschalter, Ausgabe des Einjahres- Business- Visums am Donnerstag- da kann man nicht meckern.

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 24 Mär 2008, 20:26
von Zeppelin
Ich schließe mich ebenfalls Manus, Zejtnots und Zims Äußerungen an.

Zuerst würde ich als Einladender / Gastgeber im Konsulat anrufen und einen Visasachbearbeiter verlangen. Das sog. "Ortspersonal" ist auch aus meiner Erfahrung die Hauptursache ungerechtfertigter Probleme.
Zwar hat man eigentlich als Einlader keinerlei Rechte in einem Visaantragsverfahren, aber einfach so abgewimmelt wird man auch nicht, wenn man mal höflich nachfragt, warum ein eingeladener Gast nicht zu einem gelassen werden sollte.

Wenn ein Anruf dennoch zu keiner Meinungsänderung führt, würde ich jedoch auf jeden Fall formell remonstrieren; schon um zu dokumentieren, dass die Ablehnung des beantragten Visums ungerechtfertigt war und eine Begründung für die Ablehnung zu erhalten (das ist leider der einzige offizielle Weg.)

Entsprechnd würde ich als Einlader durchaus auch erneut eine Einladung ausstellen, anstatt auf irgendwelche Umwege zurückzugreifen, sofern im aktuellen Verfahren kein Einlenken herbeigeführt werden kann.

Ansonsten kann ich nur nochmals dazu raten, jede Verpflichungserklärung durch ein persönliches Einladungsschreiben zu ergänzen, in dem man als Einlader gegenüber dem Konsulat die Gründe für den Besuchswunsch schildert.
Entsprechende Beispielformulierungen sind hier im Forum mehrfach zu finden.

Z.

Re: Visum abgesagt...

Verfasst: 26 Mär 2008, 00:40
von Dietrich
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine Remonstration mit allem drum und dran fuer die Botschaft mehr Arbeit macht, als "sich die Sache nochmal anzusehen".
Und wenn man gar nichts macht, dann heisst das doch irgendwie sowas wie "Naja, sooo wichtig war es soundso nicht". Und das stimmt nun wirklich nicht.

Also ruhig mal anrufen. Ich habe mit den Visum-Leuten bei der Botschaft eigentlich auch ganz gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn mich die von der Pass-Stelle nach meinen letzten emails bezueglich des Reispasses meiner Tochter irgendwie nicht mehr mag. Zumindest haben sie mich fuer einen vorlaeufigen Reispass nach 2 Tagen nochmal wiederkommen lassen. Aber das ist eine andere Geschichte......