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Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 10:17
von 7punkt
manuchka hat geschrieben:..Die einfache Post benutzen viele dienstlich..
Wenn dienstlich, dann wird's wohl ein Einschreibbrief gesendet, sicher ist sicher.
manuchka hat geschrieben:..Und es soll ja in Russland auch noch viele, vor allem ältere Menschen geben, die von E-Mail noch nie was gehört haben und deren einziges Telefon weit und breit der Fernsprechautomat im nächsten Postamt in der nächstgrößeren Siedlung 30 km entfernt ist...
Naja ob sie aber oft Lust haben Briefe zu schreiben....Aber generall haste schon ma Recht: man muss ja die Moeglichkeit haben. Ob man die Moeglichkeit dann nutzt, ist eine andere Frage.

Wie gesagt, privater Briefwecksel in RU ist nicht so verbreitet als in DE, hab ich das Gefuehl :roll:
Ich hab Verwandte im Sueden und Norden des Landes, hab aber nie mal einen Brief gesendet. Nur Telefon. Letzte Zeit aber eben auch E-Mail....

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 11:26
von Zejtnot
Sibirier hat geschrieben:Also die russische Post benötigt schon eine Reform. Aber diese Reform wird teuer und ob dass die russische Bevölkerung möchte?
Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich teurer würde. Wenn man alleine endlich sinnvoll und ökonomisch arbeiten würde, würde man eher billiger werden, meine ich.

Geh mal in ein russisches Postamt:
* Wenn ich ein Paket verschicken will, braucht die Postfrau bestimmt 20 Minuten, um den Postsack zu nähen und anschließend zu versiegeln! Die normierten Pakete liegen meist nur zur Anschauung in der Vitrine.
* Wenn ich eine CD verschicken will, muss ich das zwingend als Päckchen machen. Gewöhnlicher Brief geht nicht. Ich MUSS zwei Deklarationen ausfüllen und die Postfrau muss den Brief inkl. Adresse im PC registrieren.
* Eine Zeitschrift mit CD darf ich überhaupt nicht verschicken. Die Zeitschrift ist eine Druckware, die CD ein Päckchen. Päckchen dürfen jedoch keine Druckwaren enthalten.

Lauter Sinnlosigkeiten, wo die Post bei einer Reform eher günstiger würde! Mal ganz davon abgesehen, was für Einsparpotentiale die maschinelle Bearbeitung bieten würde ...

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 14:18
von herlit
Vielen Dank für die vielen Mitteilungen bzw. Reaktionen. Zejtnot hat den Ist-Miss-Zustand richtig beschrieben. Diesen mindestens teilweise abzustellen, kann doch nicht so kompliziert und kostspielig sein! Man braucht doch nicht zu begründen, weshalb ein Briefwechsel notwendig ist! Das ist oftmals die Schuld der russischen Bürokratie, die irgendwelche Originale fordert. Gründe, wie sie Zeppelin nennt, sind teilweise bekannt, deshalb hier nicht erwähnenswert. Fest steht: Mit besserer Organisation und weniger Bürokratie könnte die russische Schneckenpost auch mit weniger Personal Flügel bekommen. Dazu braucht man nicht Jahre!

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 14:22
von 7punkt
herlit hat geschrieben:... Fest steht: Mit besserer Organisation und weniger Bürokratie könnte die russische Schneckenpost auch mit weniger Personal Flügel bekommen. Dazu braucht man nicht Jahre!
Bist so clever, herlit Bild

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 14:32
von manuchka
Und du, 7punkt, hast eine spitze Zunge heute.

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 16:29
von 7punkt
War heute langweilig auf der Arbeit, Manu, verschtehscht? 8)

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 19 Jun 2008, 23:04
von Bephep
herlit
Fest steht: Mit besserer Organisation und weniger Bürokratie könnte die russische Schneckenpost auch mit weniger Personal Flügel bekommen. Dazu braucht man nicht Jahre!
Unsere Post,jetzt meine ich die Paketpost, hat auch langsam gearbeitet.
Wenn man Ersatzteile bestelle dann dauerte das auch ein paar Tage aber seit der Privaten Konkurrenz geht es auch schneller.

Das hat auch gedauert bis da Besserung kam.ueber die Telekom und Bahn will ich garnichts mehr schreiben das laeuft der Laden auch nicht rund.

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 20 Jun 2008, 08:53
von Zeppelin
herlit hat geschrieben:Gründe, ..., sind teilweise bekannt, deshalb hier nicht erwähnenswert.
Damit ist aber auch die Frage Deinerseits nicht relevant.

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 20 Jun 2008, 19:53
von Alex KA
Briefe werden von KGB gelesen, danach weiter geschickt :D

Re: Die russische Schneckenpost

Verfasst: 23 Jun 2008, 16:45
von ttt
Zejtnot hat geschrieben: Geh mal in ein russisches Postamt:
* Wenn ich ein Paket verschicken will, braucht die Postfrau bestimmt 20 Minuten, um den Postsack zu nähen und anschließend zu versiegeln! Die normierten Pakete liegen meist nur zur Anschauung in der Vitrine.
* Wenn ich eine CD verschicken will, muss ich das zwingend als Päckchen machen. Gewöhnlicher Brief geht nicht. Ich MUSS zwei Deklarationen ausfüllen und die Postfrau muss den Brief inkl. Adresse im PC registrieren.
* Eine Zeitschrift mit CD darf ich überhaupt nicht verschicken. Die Zeitschrift ist eine Druckware, die CD ein Päckchen. Päckchen dürfen jedoch keine Druckwaren enthalten.
Mir ist es schon passiert, dass ich an einem Samstag nachmittag in der Schlange stand, um Umschläge und Briefmarken käuflich zu erwerben. 30min habe ich gewartet, unter anderem deshalb, weil die Herausgabe eines Pakets an die Kundin vor mir mehr als 10min gedauert hat.
Als ich endlich drankomme, heißt es: "Briefmarken und Umschläge gibt es an Okno 2. Das hat heute leider schon geschlossen. Kommen Sie Montag wieder." Die Post konnte also nicht mal einfache Postdienstleistungen erledigen.

Auch an der Post am Arbat (neu renoviert) ist mir das schon mal passiert: "Heute haben wir keine Marken."