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Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 25 Nov 2008, 11:35
von Dietrich
Bephep hat geschrieben: Die Frage ist,wie reagiert Russland auf diese Tatsachen.
Die Parade zum Tag des Sieges wird noch ein wenig groesser und teurer gestaltet.
Wie soll man auch sonst reagieren....?

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 25 Nov 2008, 19:39
von Kultgrieche
Spätzleskosake hat geschrieben:Lieber Werner,
ich habe nichts gegen eine Gedenkstätte für die Opfer der Hungerkatastrophe. Dies ginge sicherlich auch mit etwas weniger Geld. Aber hier geht es um Propaganda gegen Russland. Dies zeigt auch ein vor Kurzem veröffentlichter Dokumentarfilm zu diesem Thema, in dem die Ukraine klare Schuldzuweisungen gegen Russland richtet. Die "Geschichtsaufarbeitung", die hier von der Ukraine betrieben wird, ist eine politische Instrumentalisierung von Opfern.
Nö, denn Russland war in der UdSSR das "Land", das am Drücker war, so wie Serbien in Jugoslawien. Und der Obermacker war nun mal Stalin, von den Russen ja so sehr verehrt. Hat ja auch ein Ehrenloch an der Kremlmauer erhalten. Eher müsste man ihn in der Müllkippe verscharren.
So, und Stalin hat die Entkulakisierung befohlen. Und dabei als Wirtschaftsdilletant Millionen Hungertoter in Kauf genommen. Da die Russen bis heute zu lethargisch sind, ihren Geschichtsmüll aufzusarbeiten, ist es richtig, dass die Ukrainer das machen. Wenn die Russen mal wieder schmollen wollen, sollen sie es doch mal begründen,w as denn daran falsch ist, Opfer eines brutalen Diktators nachträglich zu ehren und dem Leid einen Namen zu geben. Den Russen steht es ja frei, auch solche Denkmäler zu errichten. Ach ne, dann müssten sie ja ihren Götzen Stalin vom Sockel stoßen

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 15:42
von Spätzleskosake
Stalin wird von fast allen Teilen aller GUS-Bevölkerungen noch verehrt, sogar von Herrn Schakaschwilli, der Stolz darauf ist mit ihm zusammen Geburtstag zu haben.
Zum Thema wer das Sagen hatte in der alten SU, Hier eine Liste der Führer:
Lenin - deustch-baltischer-jüdischer Abstammung.
Stalin- Georgier
Malenkow - Mazedonier
Chruschtschow - Ukrainer
Breschnew - Ukrainer
Andropow - Russe mit ossetischen Wurzeln
Tschernenko - Russe
Gorbatschow - Russe

Stalins schlimmster Kettenhund Beria, der mit an den schlimmen Verbrechen direkt beteiligt war - war Georgier mingrelischer Abstammung.
Die Kollektivierung der Bauern begann übrigens schon 1917 unter Lenin und führte bereits 1920 zu einer ersten Hungersnot.

Die Entspannung begann unter Tschernenko und was unter Gorbatschow passierte ist ja bekannt.
Der Bau der Gedenkstätte ist nun mal nur eine Pseudogeschichtsaufarbeitung und dient hauptsächlich Propagandazwecken.
In Bezug auf die Geschichtsaufarbeitung in Russland muss sicherlich noch gewartet werden, bis die alten Kader, die sich noch in den Apparaten befinden weg sind. In Deutschland gabe es ja lange Zeit auch keine echte Geschichtsaufarbeitung, weil zu lange braunbelastete und sogar Kriegsverbrecher in den Ämtern sassen.

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 19:16
von Kultgrieche
Spätzlekosake, und Katharina die Große war Deutsche, soll man das, was sie während ihrer Regentschaft fabriziert hat, nun Deutschland oder Russland gutschreiben?
Und wenn Stalin und die anderen Konsorten Georgier bzw. Ukrainer waren, warum war dann immer noch Russisch lingua franca im Sowjetreich?
Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, die Ukrainer wären das dominierende Völkchen in der UdSSR gewesen.

Wenn die Russen ein Problem mit der Anerkennung historischen Mülls haben, sollen sie doch einen Beruhigungswodka trinken. Und wenn die Ukrainer, die besonders unter den stalinistischen Repressionen gelitten haben, die Ofer nachträglich ehren, so ist das zu begrüßen. Bis in Russland die Fossile ausgestorben sind, die eine ernsthafte Geschichtsaufarbeitung bislang verhindern, kann es noch lange dauern. Soll Russland eben weiter am 9. Mai Tschingderasssa-Bumm-Bumm feiern und es bei dieser einzigen historischen Rückschau belassen. Ach ja, am 4.11. ist doch da so ein Feiertag, wo doch die Russen den Polen den Bobbes versohlt haben. Passt auch in die Retrospektive Russlands - das was hype und glänzend und siegestrunken ist, wird x-mal aufgewärmt. Die Schattenseiten werden völlig negiert.

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 20:01
von minsk-by
Ich finde, dass jedenfalls sehr gut was die Ukraine macht und die Geschichte aufarbeitet. Es sind ja bei der Hungersnot von 1932/33 nicht ein paar hunderd sonder Millionen umgekommen. Es wurde den Ukrainer verboten das ukrainische zu benutzen usw. Kein Wunder das die Ukrainer dann die deutschen Besatzer mit freuden empfangen haben. Das wurde mir von aelteren Ukrainer so bestaetigt.
Wir schauen schon lange keine RF-TV mehr (Nachrichten) diese staendig negative Berichterstattung Ukraine, Baltikum, Polen und Georgien und diese Luegen. Leider glauben es viele Russen. Viele glauben noch immer das man im Baltikum diskriminiert wird. Die Russischen Touristen werden dort genauso behandelt wie jeder andere Tourist aus Europa. Genissen es immer mit dem Zug in der Ukraine zu reisen und mit den Passagieren ueber Politik zu diskutieren egal ob in Charkov oder in Lemberg. Die Ukraine ist den Russen hier um Jahre voraus. Der Lebenstandart zwischen der Ukraine und der RF ist gar nicht so gross wie viele meine.
schoene gruesse

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 20:23
von Spätzleskosake
minsk-by hat geschrieben:Ich finde, dass jedenfalls sehr gut was die Ukraine macht und die Geschichte aufarbeitet. Es sind ja bei der Hungersnot von 1932/33 nicht ein paar hunderd sonder Millionen umgekommen. Es wurde den Ukrainer verboten das ukrainische zu benutzen usw. Kein Wunder das die Ukrainer dann die deutschen Besatzer mit freuden empfangen haben. Das wurde mir von aelteren Ukrainer so bestaetigt.
was bedeutet "das ukrainische" verboten? Das ist ja höchst interessant, daß sich viele ehemaligen GUS-Staaten plötzlich als Opfer sehen und den Russen die Schuld geben. So kann man die Geschichte auch auf den Kopf stellen.

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 20:29
von CSB_Wolf
Spätzleskosake hat geschrieben: was bedeutet "das ukrainische" verboten? Das ist ja höchst interessant, daß sich alle ehemaligen GUS-Staaten plötzlich als Opfer sehen und den Russen die Schuld geben. So kann man die Geschichte auch auf den Kopf stellen.
Damit ist warscheinliche die Ukrainische Sprache gemeint, eigener Dialekt 8)
In der Schule in der Ukraine wird nur noch in Ukrainisch gerlernt.

Gruss
wolf

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 20:42
von harald63
Spätzleskosake hat geschrieben:
minsk-by hat geschrieben:Ich finde, dass jedenfalls sehr gut was die Ukraine macht und die Geschichte aufarbeitet. Es sind ja bei der Hungersnot von 1932/33 nicht ein paar hunderd sonder Millionen umgekommen. Es wurde den Ukrainer verboten das ukrainische zu benutzen usw. Kein Wunder das die Ukrainer dann die deutschen Besatzer mit freuden empfangen haben. Das wurde mir von aelteren Ukrainer so bestaetigt.
was bedeutet "das ukrainische" verboten? Das ist ja höchst interessant, daß sich viele ehemaligen GUS-Staaten plötzlich als Opfer sehen und den Russen die Schuld geben. So kann man die Geschichte auch auf den Kopf stellen.
Da können sie von den Österreichern viel lernen...

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 21:03
von Zeppelin
Spätzleskosake hat geschrieben: Das ist ja höchst interessant, daß sich viele ehemaligen GUS-Staaten plötzlich als Opfer sehen und den Russen die Schuld geben. So kann man die Geschichte auch auf den Kopf stellen.
Oder sie wollen sie eben auf die Füße Stellen.
Ganz besonders wenn sie noch heute nach russ. 'Eroberung' unter dem russischen Diktat stehen, wie z.B. die Tataren.

Re: Ukraine baut Gedenkstätte für 22,5Mil. US Dollar

Verfasst: 26 Nov 2008, 22:52
von Kultgrieche
Was für ein Diktat denn?