schweineohr hat geschrieben:Wie kann man denn diesen Scammern aus dem Weg gehen?
Komplett nicht. Zumindest nicht, wenn man das Internet als Kontaktbörse nutzt. Es spricht erst einmal nichts gegen diesen Weg, aber hier ist nun erst einmal Anonymität angesagt, da man sich ja nicht wirklich sieht (übrigens: hatte man einen Hinweis auf eine dreiste Scammerin gesehen. Diese nutzte das Bild der im russischen Sprachraum zu dieser Zeit sehr bekannten Sängerin Alsu als ihr eigenes).
Viele wichtige Tipps wurden ja schon gegeben. Zu den wichtigsten zählen eindeutig, dass man kein Geld an jdn verschickt, den man noch nicht getroffen hat. Am besten einfach den ersten Besuch in Russland (bzw wo im GUS-Raum auch immer die Auserwählte lebt) machen. Auch wenn es einem einfacher erscheint die andere Person reisen zu lassen, so ist ein Besuch Russlands doch meines Erachtens aus mindestens 2 Gründen nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig:
a) man sieht, ob die Person auch wirklich die Person ist, für die sie sich ausgibt (schlimmstenfalls: ob es diese Person so überhaupt gibt)
b) man lernt das Umfeld kennen . Wichtig, um zumindest ansatzweise die Chance zu haben, bestimmte Angewohnheiten oder Lebensweisen der Person verstehen zu können
Eine Scammerin (so es überhaupt eine SIE ist) wird sich in den allerseltensten Fällen die Mühe machen eines ihrer Opfer für sagen wir eine Woche, in ihrem echten Umfeld zu unterhalten (damit hätte das spätere Opfer potentiell eine Handhabe gegen ´Sie´.
Auch werden die meisten Frauen sich für ein erstes Treffen in ihrem Umfeld sowieso wohler fühlen (auch DU bist ja potentiell erst mal einer den man nicht kennt und einschätzen kann - schlimmstenfalls ja auch für´s Rotlichtmillieu als Anwerber tätig).
Manche Frauen wären auch einfach zu stolz in dieser Phase vom Mann schon Geld anzunehmen. Andere können sich einen Besuch in D vielleicht nicht so einfach leisten, leihen sich dann aber Geld von Familie oder Freunden.
Für härtere Fälle kann man um die Telefonnummer bitten und anrufen.
Leichtere kann man auch mit mails mit vielen persönlichen Fragen schon abfangen. Es wird dann in den Antworten von Scammerinnen meist nicht wirklich darauf eingegangen.
Wichtig hier: kurz gehaltene emails alleine sollten kein alleiniger Ausschlussgrund sein. Auch wenn wir es so gewöhnt sind und man in Russland hier auch nachzieht, so haben viele Personen in Russland einfach nicht den Zugriff zum Internet wie wir und man kann nicht so lange an einer email rumwerkeln.
Für Fälle in denen alles zu stimmen scheint, man sich auch schon mal länger schreibt, aber doch irgendwie seine Zweifel hat, kann man sich vielleicht auch zu einem Blumenlieferservice mit Polaroid-Empfangsbestätigung durchringen. Die Blumenkurier macht hier ein Bild von der hoffentlich freudigen Empfängerin mit den Blumen.
In deinem Fall brauchen wir wohl nicht mehr viel mutmassen, wie seriös diese Frau wohl ist. Dazu sind viel zu viele Ungereimtheiten (30 Tage Urlaubsreise, medizinische Auskunft, z.T.genannte Kosten...)
Aber für alle Fälle: mach´s wie es Silvio rät:
schreib´ ihr, du willst sie zuerst besuchen. Das wäre ja viel einfacher zu erledigen. Dann wirst du sicher die entsprechende Reaktion bekommen.
