Kanada ist halt eine andere 'Baustelle' und die Konstellation ja offensichtlich auch anders. Dazu gebe ich keinen Kommentar.
Es ist ziemlich klar, dass sie leicht bei einem Interview ins Stottern käme, wenn sie da mit einer erfundenen oder zumindest getürkten Story aufkreuzt. Deshalb plädieren wir ja für die schlichte Wahrheit.
Die Leute in den Konsulaten wissen ganz genau, wo und wie sie mit Nachfragen einhaken müssen, um herauszufinden ob eine Story solide ist. Es gibt nämlich so gut wie kein Märchen, was man denen nicht schon hat auftischen wollen.
Ich habe allerdings keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die dt. Konsulate ehrlichen Visaersuchen gegenüber grundsätzlich ablehnend oder gar böswillig eingestellt wären - auch nicht solchen von jungen, attraktiven, gebildeten Frauen, selbst wenn diese nahezu materiell mittellos sind.
Nur, wie Du richtig angemerkt hast, ein allzu aufbrausendes Auftreten wirkt wie Sand im Getriebe.
Da würde ich als Konsulatsmitarbeiter auch schlicht und einfach sagen: "Der Nächste bitte...

"
Meine Formulierungsvorschläge hatte ich insofern mit großer Bedacht gewählt. Hoffentlich hast Du deren Sinn nachvollziehen können und kannst den auch Deiner Freundin vermitteln.
Z.B. kappt man die Befürchtungen bzgl. des Verhältnisses zum Einlader (die man selbst hat) am einfachsten mit so einer Aussage wie
"Wir sind gute Freunde, sogar sehr gute - und so soll es auch bleiben!"
Als meine Frau (bevor sie dies wurde) vor Jahren mal arg 'in die Mangel genommen' wurde mit der Frage, ob sie nach Deutschland wolle, um zu heiraten (wirklich so unverblümt) hat sie nett gelächelt und gesagt:
"Ja, aber nicht bei diesem Besuch. Das haben wir für später vorgesehen."
Ich hatte sie entsprechend gebrieft, da ich wusste, dass sie sich womöglich sehr aufgeregt hätte.
Es hat ja schließlich auch niemand (hier in D) etwas gegen dt.-russ. Ehen - sofern sie diese Bezeichnung auch verdient haben.
Meine Güte. Man könnte dies jetzt endlos weiter auswalzen, ohne dabei allerdings mehr zum Ausdruck bringen zu können, als bislang schon geschrieben.
Zum Thema Aufenthaltsdauer hatte Manu sich schon geäußert - und dies wie ich eben sehe - nochmals ausgeführt.
30 Tage am Stück sind für einen Privatbesuch schon einiges. Für längere Aufenthalte bräuchte man schon andere Gründe und /oder liquide Mittel.