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Re: Unfallprävention in Russland - Autofahrer in Gottes Hand

Verfasst: 07 Apr 2009, 22:00
von Axel Henrich
Simone hat geschrieben:Vielleicht sollte man lieber in jedem Ortszentrum die schockierensten Unfall-Autofracks [...] als Therapie zeigen.
Wenn man ueber das Land faehrt, sieht man an einigen GAI-Posten diese Autowracks zur Schau gestellt. 3 Mal darfst du raten, wann der Vordermann wieder voll auf dem Pinsel steht. Den selben Effekt hast du aber auch in D - kurz nach einem Unfall, wo ein Teddybaer und ein Schuh auf der Strasse liegen, klebt dir bei 180 der naechste Idiot 1m hinter der Stoßstange ... :evil:

-ah-

Re: Unfallprävention in Russland - Autofahrer in Gottes Hand

Verfasst: 08 Apr 2009, 01:04
von m1009
vor 60 min passiert.

m7 zwischen kazan und chepoksary, ca. 20km vor chepoksary.

war schon etwas muede und schleiche mit 80 hinter einen kamaz. irgendwas ueberholt mich und den kamaz. ploetzlich zieht der kamaz rechts in den strassengraben, ich seh einen grauen devjatka auf mich zufliegen. reisse das lenkrad nach rechts, schaffe auszuweichen, irgendwas trifft das auto.

bin ausgestiegen, zum lada gelaufen. treffer vorn links, fahrer ist nicht mehr zu erkennen, beifahrer auch starke verletzungen. ein aus richtung chepoksary kommender autofahrer ruft mir zu, das 1km weiter eine streife steht. ich also los zur polizei, um bescheid zu geben, 2 andere autofahrer beginnen mit der bergung der opfer.

mein Kollege zhenia, der mit seinem vw aufgrund eines tankstop einige km hinter mir fuhr, erzaehlt mir, das einige tote schon abgedeckt neben den beiden unfallwagen liegen, als er die unfallstelle erreicht. scheint also keiner ueberlebt zu haben, ich hab es mir nicht angetan, noch einmal zurueck zu fahren.

Re: Unfallprävention in Russland - Autofahrer in Gottes Hand

Verfasst: 08 Apr 2009, 01:23
von Hannes
Da kann man dir zu deinem Glück nur gratulieren :blumen2:

Viele Grüße

Hannes

Re: Unfallprävention in Russland - Autofahrer in Gottes Hand

Verfasst: 08 Apr 2009, 11:29
von Zejtnot
Diese Überholunfälle geschehen leider täglich mehrmals allein im Gebiet Novosibirsk. Hier ist einer der Gründe die Verbreitung japanischer Wagen mit Steuer auf der falschen Seite. Auch das fehlende Verständnis für Sicherheitsabstand und die stark zugenommene Motorisierung - man ist so viele Autos einfach nicht gewöhnt. Der letzte spektakuläre Fall nahe Novosibirsk: http://gibddnso.ru/news/2009/04/06/2.html - konkreter könnten die Bilder nicht sein und dennoch passiert es immer und immer wieder.

Re: Unfallprävention in Russland - Autofahrer in Gottes Hand

Verfasst: 08 Apr 2009, 15:14
von bella_b33
oh, wenn man solche Bilder von den Unfällen sieht dann wird einem gleich ganz anders!
Gut, daß Dir nichts passiert ist m1009!

Gruß
Silvio

Re: Unfallprävention in Russland - Autofahrer in Gottes Hand

Verfasst: 23 Jun 2009, 09:28
von Manuel_at
Zejtnot hat geschrieben:Hier ist einer der Gründe die Verbreitung japanischer Wagen mit Steuer auf der falschen Seite. Auch das fehlende Verständnis für Sicherheitsabstand und die stark zugenommene Motorisierung
hier muss ich meinen Senf auch dazugeben :)
Das eine Teilschuld auch die Rechtslenker trifft möchte ich aus meiner Sicht nicht so sehr bestätigen, bevor ich meinen Wagen bekam, war ich fast 1 Jahr mit dem Rechtslenker meiner Frau unterwegs, und ich muss sagen ich war niemals in einer gefährlichen Situation,das liegt aber wohl daran, dass ich beim Überholen mehr Geduld als der Durchschnittsrusse habe und ich auch mein Gehirn beim Fahren einschalte (hoffentlich fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, aber so denk ich nun mal).

Ich bin sehr oft zwischen Abakan - Krasnojarsk - Kemerovo - Novosibirsk unterwegs und da hab ich oft schon Szenen erlebt da standen mir die Haare zu Berge:

Bergauf hinter nem Ami - Sattelschlepper mit 90 - 100km/h. Bergkuppe in Sichtweite, ca. 200m.
Trotzdem ich 280 Pferdchen habe, warte ich ab, denn der Überholweg geht sich mit Sicherheit nicht aus.
Wie reagiert der Fahrer eines klapprigen, rostigen und blau rauchenden Schiguli hinter mir?
- Richtig! - Er schert aus, tritt das Gaspedal bis zum Anschlag runter und setzt zum Überholen an.

Was in solchen Fahrern vorgeht, entzieht sich meiner Kenntnis - mit großer Wahrscheinlichkeit wird bei der Klapperkiste kein Turboschub den Überholweg auf 100m verkürzen..... :roll:

Aber ganz wichtig ist, dass alle Milizionäre bei nem Ausländer mit nem schicken Wagen die Hände aufhalten.

...nur meine Meinung, Manuel :D