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Re: Gibt es nur noch die Anbeter des Geldes?

Verfasst: 06 Mai 2009, 18:42
von Apollo
ingo_001 hat geschrieben:Der Knackpunkt dürfte Irans Regierungschef sein, der immer wieder betont Israel auslöschen zu wollen.
Eingerahmt durch die Frage des Zwecks der Nutzung von Nukleartechnologie durch den Iran...

Re: Gibt es nur noch die Anbeter des Geldes?

Verfasst: 06 Mai 2009, 21:03
von Rainer Horstmann
Alles eine Sache der korrekten Übersetzung. Die bekommen interessierte Menschen vielleicht auf You Tube, aber nie im deutschen TV zu hören.
Ahmadinedschad vertritt die Rechte der Palästinenser. Als einziger Präsident der Welt ehrlich.
Allein der Begriff "auslöschen" wird in deutschen Medien immer wieder verwendet. Was dann wie "ermorden" rüber kommt.
Von den vertriebenen Einwohnern spricht niemand. Würde sie in ihre Heimat zurückkehren können, gäbe es den Staat Israel in der heutigen Form wirklich nicht mehr. Die Mehrheitsverhältnisse würden zugunsten der Araber kippen.
Dann hätten die Juden ein Recht auf einen garantierten Minderheiten Status.
Dies meint der Iran und es entbehrt auch nicht einer gewissen Logik!

Re: Gibt es nur noch die Anbeter des Geldes?

Verfasst: 06 Mai 2009, 23:00
von Apollo
Rainer Horstmann hat geschrieben:Dies meint der Iran und es entbehrt auch nicht einer gewissen Logik!
Mag ja sein, man darf allerdings die Realität nicht aus den Augen verlieren.

Politische Entscheidungen aus der Vergangenheit in Frage zu stellen ist immer problematisch, letztendlich ist - politisch betrachtet - der heutige Iran auch ein Produkt britischer und sowietischer Besatzungspolitik nach 1941. Wo soll also der cut in der Geschichte einer Region stattfinden ?

Re: Gibt es nur noch die Anbeter des Geldes?

Verfasst: 07 Mai 2009, 21:11
von GIN
Apollo hat geschrieben:
Rainer Horstmann hat geschrieben:Dies meint der Iran und es entbehrt auch nicht einer gewissen Logik!
Mag ja sein, man darf allerdings die Realität nicht aus den Augen verlieren.

Politische Entscheidungen aus der Vergangenheit in Frage zu stellen ist immer problematisch, letztendlich ist - politisch betrachtet - der heutige Iran auch ein Produkt britischer und sowietischer Besatzungspolitik nach 1941. Wo soll also der cut in der Geschichte einer Region stattfinden ?

Der Iran ist kein Produkt der sowjetischen oder britischen Besatzung sonder die Folge einer Ansiedlung von arianischen Reitervölkern im zentraliranischen Fars. Eine Revolte gegen die Meder unter dem farsischen Fürsten Viashpush und seinem Zeitgenossen Zarathustra der den frühen Mithrakult zu grossen Teilen abstreifte... brachte in nur 40 Jahren die Reitervölker der frühen Perser vom Zelt in die Stadt und von der medischen Oberhochheit zu einem persischen Grossreich. Die Wurzel des heutigen Iran in Geografie und Selbstverständnis ist dieses erste Perserreich und nicht der Islam und schon überhaupt nicht die europäische Besatzungspolitik.
Als einziges Land in der Ecke ist der Iran eine natürliche Erscheinung ... und nicht ein Pakistan .. das aus P für Punjab, A für Afghanistan und K für Kaschmir steht.

Nun zur Realität... Er gehört nicht in die Politik und wird wohl nächsten Monat abgewählt. Weder die religiösen noch die liberalen Iraner wollen Ihn. Er ist politisch für die Mullah`s nicht zu halten. Hauptgrund ist aber die Wirtschaftspolitik. Ich bin sicher wir werden einen Politikwandel sehen aber das nukleare Iran wird nicht zu verhindern sein

Re: Gibt es nur noch die Anbeter des Geldes?

Verfasst: 20 Mai 2009, 10:18
von Ralf
Irgendwelche Reitervölker haben irgendwann irgendwen auch mal vertrieben. Ich halte nichts von rückwärtsgewandten Diskussionen. Glaube & Religion wurden und werden immmer eingesetzt für Machtinteressen. Der Antrieb der Menschen ist sein Streben nach allem Mehrwert. Um nicht einer einzigen Richtung die Alleinherrschaft der ganzen Welt zu überlassen, gibts in der Natur das wunderbare Gleichgewicht der Kräfte. So wird es immer den Kampf um die besten Ideen geben, ohne dass sich eine alleinige Wahrheit durchsetzen kann (die es sowieso nicht gibt). Das macht das Leben so interessant. :alc:

Re: Gibt es nur noch die Anbeter des Geldes?

Verfasst: 20 Mai 2009, 10:41
von harald63
Sind schon mal irgendwo Konflikte dadurch gelöst wordn, das Leute mit Geschichtsbüchern und religiösen Schriften umgegangen sind, als wären es Grundbücher?
Fortschritte gibt es immer erst dann, wenn der status quo anerkannt wird, seine historischen Wurzeln analysiert werden, seine Defizite erkannt werden und der gemeinsame Wille da ist, diese zu ändern zu gleichvetreilten Nutzen und Lasten aller Beteiligten. Mit einer Politik von Maximalforderungen kann man vielleicht eine gewisse Klientel bedienen, erreicht aber nicht wirklich etwas.