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Re: Grund für Ablehnung
Verfasst: 08 Mai 2009, 00:27
von EinBerliner
Dein Bekannte kann nur offiziell Remonstrieren, um Details zur Ablehnung zu erfahren. Und danach ein neues Visum beantragen.
Mir ist aber die Vorgehensweise nicht ganz klar.
1.Er schreibt ein Remonstration, wo argumentiert, dass alles richtig war.
2.Die Botschaft schickt ein Antwort, wo drin steht, aus welchem Grund das Visum abgelehnt wurde. Wir den mitgeteilt, dass Sie der Argumentation glauben?
3 . Er beantragt wieder ein Visum?
Woher weiß er, ob es Sinn macht ein Visum zu beantragen?
Re: Grund für Ablehnung
Verfasst: 08 Mai 2009, 10:50
von wolk0815
EinBerliner hat geschrieben:Ehrlichkeit interessiert die Menschen in der Botschaft kaum.
Fang bitte nicht an das Lügen beim Visa-Prozess zu fördern. Das übernehmen meist schon die russischen ´Experten´ vor Ort mit ihren ´guten Tipps´ und den ´Bei einem Freund einer Freundin eines Bekannten ..´-Parolen.
Re: Grund für Ablehnung
Verfasst: 08 Mai 2009, 11:42
von Zejtnot
EinBerliner hat geschrieben:Ehrlichkeit interessiert die Menschen in der Botschaft kaum.
Woher ist denn diese Weisheit? Kennst Du jemanden in der Botschaft? Oder haben Dir das Freunde von Freunden erzählt?
Also ich kenne eine Reihe Diplomaten, die (nicht in Russland) im Auswärtigen Amt arbeiten - Du magst es nicht wahrhaben wollen, aber ausschlaggebend ist die Glaubwürdigkeit. Was denn auch sonst? Persönliches Ego, dass man ab und zu mal auf "nein" klicken möchte?!
Re: Grund für Ablehnung
Verfasst: 08 Mai 2009, 13:12
von achim
Zejtnot hat geschrieben:Persönliches Ego, dass man ab und zu mal auf "nein" klicken möchte?!
Das würde meiner Meinung nach die Situation gut beschreiben, wie sie meiner Frau passiert ist. Im Rahmen der Freiheiten, die sich eine Sachbearbeiterin mal so eben erlauben kann.
Ich bin auch der Meinung, dass Wahrheit die beste Vorraussetzung für Erfolg ist. Jedoch möchte ich meine Erfahrungen, die ich
persönlich im Zusammenhang mit Visum für meine Frau und Deutscher Botschaft in Moskau erlebt habe nicht unbedingt als nachvollziehbare Handlungsweise der Bearbeiter beschreiben. Ich würde sogar soweit gehen, diese als Willkührlich zu beschreiben. Ganz so rosig wie Ihr das seht ist es in Wirklichkeit nun auch wieder nicht.
Re: Grund für Ablehnung
Verfasst: 08 Mai 2009, 14:34
von Marco
wolk0815 hat geschrieben:EinBerliner hat geschrieben:Ehrlichkeit interessiert die Menschen in der Botschaft kaum.
Fang bitte nicht an das Lügen beim Visa-Prozess zu fördern. Das übernehmen meist schon die russischen ´Experten´ vor Ort mit ihren ´guten Tipps´ und den ´Bei einem Freund einer Freundin eines Bekannten ..´-Parolen.
Da ich ich einer Meinung mit wolk.
Bisher wurden alle Visa von Freunden und Familienmitgliedern bewilligt. Bei den Freunden waren auch welche drunter, die "nur" einen Job haben, aber keine eigene (Miet)wohnung und/oder eigene Familie. Da wurden keine Storys fabriziert.
Re: Grund für Ablehnung
Verfasst: 11 Mai 2009, 16:37
von Zeppelin
EinBerliner hat geschrieben:Mit meiner Mail, war ich erfolglos. Als Antwort auf die Frage wieso, hieß es: Wir dürfen keine Informationen an dritte weitergeben
Das Problem ist da halt, dass Du offenbar nicht offiziell als der eigentliche Einlader aufgertreten bist.
Hat jemand Erfahrung mit solchen Fällen?
Ja! Sonst hätte ich in diesem Forum nicht so viel über das Thema geschrieben.
Insbesondere bei - auf den ersten Blick - weniger durchsichtigen Konstellationen, empfahl ich ja erst recht, die VE durch ein persönliches Schreiben zu ergänzen, aus welchem das Konsulat entnehmen
kann, was Sache ist.
Und damit habe nicht nur ich beste Erfahrungen gemacht. Doch nach einer Ablehnung hilft nur ein neuer Antrag. (Mit den entsprechenden Ergänzungen)
Wie kann man den genauen Grund erfahren und was kann man dagegen machen?
Eine Remonstration schreiben macht wenig Sinn, wenn man nicht weiß, was man Begründen soll.
Ohne Remo wird aber niemand diese Gründe erfahren.
Das ist doch auch nicht schwer. Da reicht doch ein knapper Brief. Darin fasst man die Fakten zusammen und bittet um (fordert) eine Erklärung für die Ursache des Misstrauens.
Ich habe hier gelesen, dass die einladende Person einfach bei der Botschaft angerufen und alles aufgeklärt hat.
1. Warst aber nicht Du die einladende Person (wenn ich richtig) gelesen habe und
2. braucht man etwas 'Geduld und Spucke' um jemanden bei den Konsulaten 'an die Strippe' zu bekommen, der/die sich des Anliegens annimmt.
Ich habe mich bei den wenigen nötigen Telefonaten aus Berlin zum dt. Konsulat in Moskau jedoch stehts auf meine Integrität, meine Staatsangehörigkeit und mein Verständnis für die Situation bei denen vor Ort berufen.
Damit bekam ich bisher stehts eine umstandslose Lösung von Visaproblemen (bei denen ich Einlader war)
Man sollte sich stets in die Lage der Konsularmitarbeiter vor Ort versetzen. (Damit meine ich nicht das Personal an den Empfangsschaltern!!!) versetzen, die ein nach Aktenlage über Visa zu entscheiden haben und die Antragsteller nur selten persönlich zu Gesicht bekommen.
Im Zweifel müssen die halt ablehnen, wenn sie nicht ihren Job riskieren wollen.