Re: Sehnsucht nach Grösse
Verfasst: 11 Mai 2009, 12:19
@Marco
als sehr russischfreundlich habe ich komischerweise die Leute aus der ehmaligen DDR erlebt. Ich selbst habe jetzt ein paar Ärzte aus der Ex-DDR kennegelernt, und da gehe ich immer hin. Ich fühle mich da gerade aus Gründen meiner Herkunft besser behandelt. Die Ex-Jugoslaven sind genauso. Und die Tschechen! Als ich zum ersten Mal nach Prag fuhr, dachte ich: "Vorsicht, wahrscheinlich reagieren die Leute auf Russisch allergisch, du sprichst lieber Deutsch mit denen". Nix da. Sie haben mich dort selbst aufgefordert, Russisch zu sprechen, und haben sich gern mit mir auf Russisch unterhalten". Polen sind da ganz anders. Von den baltischen Völkern ganz zu schweigen. Ich habe hier mit einer jungen Frau aus Litauen studiert. Sie besuchte vorzugsweise Seminare, die etwas mit Rußland zu tun hatten, konnte in einem akzentfreien Russisch zitieren, doch mit mir sprach sie nur Deutsch. Ich fand es zwar lustig, habe das aber widerspruchslos akzeptiert. Und als wir mit einer anderen Freundin auf der Musikmesse in Frankfurt überall nach Noten eines georgischen Komponisten gefragt haben, sind wir zufällig bei den Esten gelandet. Sie hätten uns am liebsten vergast, obwohl wir sie in einem höflichen Ton auf Deutsch angesprochen haben. " Nein, so etwas führen wir hier nicht!" Und wie sie die Russen in Estland, Lettland und Litauen behandeln! Friedlliche Menschen, die denen npersönlich nicht getan haben. Nein, für so viel Haß habe ich kein Verständnis. Geschichte hin oder her. Vor allem, wenn es um junge Leute geht, die das alles nicht persönlich erlebt haben. Das ist so was von infantil. Kasachstan ist da ganz anders. Ich bin nicht in Kasachstan geboren, und habe dort 7 Jahre meines Lebens verbracht. Meine Eltern leben dort. Letztes Jahr war ich sie besuchen. Und wie mich die Kasachen, auch wildfremde Menschen behandelt haben, da kamen mir immer Tränen der Rührung. Jeder hat versucht, mir das Gefühl zu geben: "Willkommen zu Hause". Und die sehen ja, daß ich keine Kasachin bin! Und trotzdem haben manche Kasachen gesagt:"Kasachstan ist doch deinem Heimat". Ich fand es stark. Daß sie mir ihr Land als Heimat zur Verfügung gestellt haben.
als sehr russischfreundlich habe ich komischerweise die Leute aus der ehmaligen DDR erlebt. Ich selbst habe jetzt ein paar Ärzte aus der Ex-DDR kennegelernt, und da gehe ich immer hin. Ich fühle mich da gerade aus Gründen meiner Herkunft besser behandelt. Die Ex-Jugoslaven sind genauso. Und die Tschechen! Als ich zum ersten Mal nach Prag fuhr, dachte ich: "Vorsicht, wahrscheinlich reagieren die Leute auf Russisch allergisch, du sprichst lieber Deutsch mit denen". Nix da. Sie haben mich dort selbst aufgefordert, Russisch zu sprechen, und haben sich gern mit mir auf Russisch unterhalten". Polen sind da ganz anders. Von den baltischen Völkern ganz zu schweigen. Ich habe hier mit einer jungen Frau aus Litauen studiert. Sie besuchte vorzugsweise Seminare, die etwas mit Rußland zu tun hatten, konnte in einem akzentfreien Russisch zitieren, doch mit mir sprach sie nur Deutsch. Ich fand es zwar lustig, habe das aber widerspruchslos akzeptiert. Und als wir mit einer anderen Freundin auf der Musikmesse in Frankfurt überall nach Noten eines georgischen Komponisten gefragt haben, sind wir zufällig bei den Esten gelandet. Sie hätten uns am liebsten vergast, obwohl wir sie in einem höflichen Ton auf Deutsch angesprochen haben. " Nein, so etwas führen wir hier nicht!" Und wie sie die Russen in Estland, Lettland und Litauen behandeln! Friedlliche Menschen, die denen npersönlich nicht getan haben. Nein, für so viel Haß habe ich kein Verständnis. Geschichte hin oder her. Vor allem, wenn es um junge Leute geht, die das alles nicht persönlich erlebt haben. Das ist so was von infantil. Kasachstan ist da ganz anders. Ich bin nicht in Kasachstan geboren, und habe dort 7 Jahre meines Lebens verbracht. Meine Eltern leben dort. Letztes Jahr war ich sie besuchen. Und wie mich die Kasachen, auch wildfremde Menschen behandelt haben, da kamen mir immer Tränen der Rührung. Jeder hat versucht, mir das Gefühl zu geben: "Willkommen zu Hause". Und die sehen ja, daß ich keine Kasachin bin! Und trotzdem haben manche Kasachen gesagt:"Kasachstan ist doch deinem Heimat". Ich fand es stark. Daß sie mir ihr Land als Heimat zur Verfügung gestellt haben.