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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 23 Aug 2013, 05:58
von Norbert
Ich fand es auch gut, unsere zeitweilige Babysitterin beim Vorstellungsgespräch gefragt hat, wie sie auf Zärtlichkeiten seitens des Kindes reagieren soll. Es ist also - da habt ihr natürlich Recht - in jedem Fall eine Frage, wie viel Nähe von Fremden (also nicht Familienmitgliedern) man zu seinen Kindern zulassen will.
Und natürlich bekommt diese Frage beim Kontakt mit Homosexuellen noch einen zusätzlichen Aspekt. Sicher ist dieser Klischeebeladen, jedoch auch nicht völlig absurd. Selbst die schwule Bewegung hat sich in der Vergangenheit oft nicht genau abgegrenzt, siehe die frühere "Landesarbeitsgemeinschaft Schwule und Päderasten der Grünen (LAG SchwuP)".
Wenn Euch nachts am Bahnhof eine Truppe angetrunkener halbstarker Türken begegnet, denkt Ihr doch auch nicht zuerst über die Schönheiten der türkischen Mittelmeerküste nach. Dies wäre ideal, aber irgendwo hat jeder Vorurteile - ich kenne kaum einen Menschen, der sich diesem entziehen kann. Auch ich nicht, leider.
Ja, dies ist ein Thema mit viel Glatteis. Aber ich kann doch mein Kopfkino nicht ändern, ich kann es allenfalls kritisch reflektieren.
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 24 Aug 2013, 16:47
von Admix
Meiner Meinung nach lesenswert zum Thema:
http://ostpol.de/beitrag/3747-kuesst_eu ... rtreppchen
Fünf russische und deutsche Journalisten diskutieren an dieser Stelle abwechselnd über Russland. Heute: Jelena Kostjuschenko und Moritz Gathmann zur Frage: Sotschi-Boykott - ja oder nein?
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 26 Aug 2013, 20:58
von Axel Henrich
Auch in Russland sollen Schwule nun kein Blut mehr spenden duerfen ... Das Verbot existierte bereits, wurde aber vor einigen Jahren aufgehoben.
Минздрав готов изучить вопрос о запрете донорства крови для гомосексуалистов
Wie in 36 Staaten bereits ueblich, sollen nun auch in Russland Homosexuelle kein Blut mehr spenden duerfen.
Homosexuelle Männer dürfen in Deutschland kein Blut spenden.
Menschen, die zu bestimmten Risikogruppen gezählt werden, dürfen allerdings nicht spenden. Bei ihnen besteht nach Einschätzung von Wissenschaftlern eine erhöhte Gefahr, mit Hepatitis oder AIDS-Erregern infiziert zu sein - unter anderem sind das Drogensüchtige, Prostituierte und "MSM"
[...]
Die Ärzteschaft schlägt nun vor, die Vorgaben zu ändern.
http://www.tagesschau.de/inland/blutspende106.html
Pauschales Verbot stößt seit Jahren auf Kritik
Bislang sind Personen von der Blutspende ausgeschlossen, deren Sexualverhalten ein erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut verbreitete schwere Infektionskrankheiten wie HIV birgt. Dazu zählen neben Männern, die mit Männern Sex haben, auch Heterosexuelle mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern oder Prostituierte. Abgeklärt wird das per Fragebogen vor der Spende. Gerade das pauschale Verbot für Schwule stößt seit Jahren auf Kritik.
-ah-
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 26 Aug 2013, 21:07
von zimdriver
... Ausländer dürfen in Russland auch kein Blut spenden. Oder?
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 26 Aug 2013, 21:39
von manuchka
Stimmt...
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 27 Aug 2013, 10:22
von Dietrich
Also ich kann mich irgendwie nicht erinnern, dass ich auf dem Blutspende-Fragebogen etwas zu meiner sexuellen Orientierung angegeben habe.
Muss ich am 09.09. mal drauf achten, da lass ich mich wieder pieksen...
Aber diese Fragen scheint es tatsächlich zu geben:
http://www.blutspendehamburg.de/blutspe ... ebogen.pdf
Naja, immerhin findet über dieses Frage ja wenigstens eine öffentliche Diskussion statt:
http://www.welt.de/gesundheit/article11 ... erfen.html
Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sind seit Einführung der Tests auf HIV in Deutschland sechs Übertragungsfälle des Virus durch infizierte Blutspenden gemeldet worden. Alle wären vermieden worden, wenn die Spender den Fragebogen korrekt ausgefüllt hätten. Denn jedes Mal habe es sich um Menschen gehandelt, die wegen ihres sexuellen Risikoverhaltens ausgeschlossen worden wären.
Ich bin davon ausgegangen, dass alles Spenderblut auch auf HIV getestet wird... Oder gibt es bei HIV Neuinfektionen da ein Zeitfenster, in dem der Nachweis nicht möglich ist? Kennt sich da jemand aus?
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 27 Aug 2013, 10:49
von Magdeburg-Moskva
Dietrich hat geschrieben:Ich bin davon ausgegangen, dass alles Spenderblut auch auf HIV getestet wird... Oder gibt es bei HIV Neuinfektionen da ein Zeitfenster, in dem der Nachweis nicht möglich ist? Kennt sich da jemand aus?
Wenn ich mich recht erinnere, besteht zwischen dem Zeitpunkt der Ansteckung mit HIV und dem Nachweis der (in Form der) Antikörper ein Zeitfenster bis zu sechs Monaten. Gerade das bringt zusätzlich Stress, z. B. bei Verbrechensopfern oder wenn jemand anderweitig einem Risiko ausgesetzt war.
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 27 Aug 2013, 11:34
von Jochen
Der Virus kann sofort direkt nachgewiesen werden, dieser Nachweis kostet aber dementsprechend mehr. Der Antikörper-Nachweis ist doch sooo 80iger! Aber selbst bei dem Test ists nach spätestens 1-2Wochen nachweisbar, ist ja schließlich schon 2013!
In DE dürfen Schwule auch kein Blut spenden. Risikogruppe.
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 28 Aug 2013, 20:36
von harald63
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Verfasst: 29 Aug 2013, 12:28
von Sibirier
Gut, dass es eine satirische Zeitung ist....
