Schon wieder mal eine interessante Variante. Langsam kleckert die Wahrheit durch und das ausgerechnet von RIA. Ob es wirklich die Wahrheit ist?
Inzwischen produziert RIA immer mehr Nachrichten dazu, die sich teilweise deutlich widersprechen.
Wie gut, das diese Infos nicht aus westlichen (undemokratisch US-bestimmten und hörigen) Quellen stammen!!!So ein Pech für unsre Agitprop-Künstler!
Auch
http://de.ria.ru/zeitungen/20140520/268536749.html und
http://de.ria.ru/business/20140521/268549186.html halten ein paar nette Varianten bereit. Grob gesehen in 3 Tagen 6 unterschiedliche Possen und die alle aus dem gleichen Topf.
Das ist fast so variantenreich, wie Putin-Pressekonferenzen.
Beispiele:
Die Volksrepublik will für den Brennstoff nicht so viel zahlen wie die Europäer (380 bis 400 Dollar pro 1000 Kubikmeter).
„Ein Preis von unter 360 Dollar wäre für Gazprom unvorteilhaft. Mehr als 380 Dollar würde China jedoch nicht akzeptieren“, sagte Analyst Anatoli Woronin (FIBO Group). „Der Deal wird offenbar unter den Bedingungen der Chinesen abgewickelt, weil der Gasabsatz auf dem europäischen Markt für Gazprom zwar vorteilhafter wäre, doch die aktuellen Bedingungen zwingen den Konzern zur Suche nach neuen Absatzmärkten.“ Der Experte verwies zugleich darauf, dass Gazprom zunächst neue Pipelines nach China bauen müsse. „Bevor man etwas verdienen kann, muss man beträchtliche Investitionen eingehen“, betonte er.
Für Moskau sei China eine wichtige Alternative angesichts der möglichen Sanktionen. „Im Gespräch ist ein Mindestpreis von 350 Dollar. Das entspricht im Grunde dem Preis für Europa und ist prinzipiell wichtig für Russland“, ergänzte der Experte.
Er weigerte sich, den vereinbarten Gaspreis zu nennen. „Das ist Geschäftsgeheimnis.“ Ausgehend vom Gesamtwert des Vertrages würden 1000 Kubikmeter Gas rund 350 Dollar kosten.
Damit könnte der Durchschnittspreis bei 387 Dollar pro 1000 Kubikmeter liegen (zum Vergleich: Für Europa beträgt der Durchschnittspreis 380 Dollar).
Lustig ist auch der Hinweis auf
Die Quelle betonte allerdings, dass die genannte Gasmenge die Obergrenze sei, der Preis jedoch unter Berücksichtigung der Mindestmenge nach dem "Take or pay"-Prinzip berechnet worden sei. Wie Pekings diesbezügliche Verpflichtungen aussehen, sagte er nicht.
Grob erklärt, beim "
Take or pay"-Prinzip trägt der Importeur (China) das Abnahmerisiko einer Mindestmenge, der Lieferant (Russland) das Preisrisiko. Preise können sich im Spielraum alternativer Energiepreise bewegen, also für China wären das Lieferungen aus Marymar, Tadschikistan und von künftigen Vertragspartnern, die billige heimische Kohle (trotz Umweltprobleme) oder Öl von Billiganbietern irgendwo (Saudis klopfen da gern mal die Preisstruktur kaputt). Da kann der Preis ziemlich schnell in den Keller gehen. Dann noch in Jubel-Rubel abgerechnet, wäre das Chaos perfekt und Russland fast zum Nulltarif verhökert.
Inzwischen scheint sich da ja selbst Staats-RIA im Gestrüpp zu verheddern und Putin-Orden und Journalisten-Renten sind in Gefahr, wenn die zensierenden Korrektoren schon nicht mehr durchblicken, was der Kreml nun denkt und fabriziert. Wäre das Thema nicht so weit hinter dem Horizont und nicht so kompliziert, gäbe es reichlich Stoff für Polit-Kabarett her
Übrigens: Beim Ukraine-Gas scheint das
"Pay or take"-Prinzip zu gelten. Lieferant Russland diktiert den Preis und will dem Importeur Ukraine die Menge vorschreiben bzw. gleich ganz verweigern.