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Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 07:47
von domizil
Beitrag Armin
... das ist natürlich eine hochinteressante Information - für mich eine völlig neue Situation. Unter diesem Aspekt betrachtet, versuche ich nun mal meine Einstellung zu einigen Fragen rund um "Kaliningrad/Königsberg" neu zu ordnen und zu bewerten. Besten Dank Armin für den Beitrag.
Uwe Niemeier
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 07:58
von umergel
Ist schon wichtig, neue Erkenntnisse und Infos, vielleicht ein neues Thema dazu aufmachen?
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 13:31
von Jenenser
Daten-Salat hat geschrieben:
Armin
Für mich sind das auch völlig neue Informationen. Vielen Dank für den Beitrag.
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 13:48
von domizil
Jenenser hat geschrieben:Für mich sind das auch völlig neue Informationen. Vielen Dank für den Beitrag.
... der Beitrag von Armin ist aber eine gute Ergänzung zu unserem Gespräch hierzu in der vergangenen Woche. An sich gibt es zu dem, was Du mir erzählt hast und das, was Armin geschrieben hat eine logische Kette.
Uwe Niemeier
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 13:53
von pippie
umergel hat geschrieben:Egal, wie man es nennt, die Vertriebenen in den damaligen Westzonen hatten es durch die genannten Regelungen weitaus besser als die in der Ostzone, später DDR, erst nach der Einheit hatten einige noch lebende Flüchtlinge Möglichkeiten zur Antragstellung. Leider durfte in der DDR nicht einmal darüber so offen gesprochen werden.
Ja und? Die Vertriebenen, die in der "Ostzone" geblieben sind, hatten sich dafür entschieden, aus welchen Gründen auch immer. Wären sie weiter gezogen, wären sie im Westen gelandet.
Ich bin im Osten geboren und beschwere mich auch nicht, dass es denen im Westen besser ging. Man sollte sich darauf konzentrieren aus seinem Leben das Beste zu machen und sich nicht ständig umgucken und die beneiden, denen es (manchmal auch angeblich) besser geht. Es geht nämlich auch vielen viel schlechter!
Und was den Lastenausgleich betrifft, versetz dich mal in die Lage derer, die zahlen mußten! Ich staune, dass der soziale Frieden erhalten blieb - meine Hochachtung vor den Betroffenen.
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 15:36
von Daten-Salat
Riesigen Dank für die Komplimente!
Ich freue mich immer sehr, wenn ich hier etwas Nützliches beitragen kann.
Ohne kodifiziertes Recht und die Juristen hätten wir Faustrecht und Mord und Totschlag.
Aber mit Gesetzen, Verträgen und Juristen wird das Leben auch eher unübersichtlich.
Ich bin mir ganz sicher, dass die DDR nicht existiert hat. Denn nach internationalem Recht kann es nicht zwei Staaten auf demselben Stück Land geben.
Ich bin mir aber auch ganz sicher, dass ich vor 1989 den Dresdner Zwinger, das Schloss Sanssouci(s) und das Hotel Metropol betreten habe. Und dort gab's anderes Geld, andere Uniformen und andere Tempolimits.
Habe ich Halluzinationen oder bin ich gar zwei Personen in einem Körper?
fragt Scherzkeks Armin.
@ Uwe:
Ich komme, aber das dauert noch. Ich muss hier noch ein paar Leute :idea: überzeugen.
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 16:01
von domizil
Daten-Salat hat geschrieben:@ Uwe:
Ich komme, aber das dauert noch. Ich muss hier noch ein paar Leute überzeugen.
... in Russland sagt man: "Ich bin wie ein Junger Pionier - immer bereit." Bitte nur rechtzeitig planen, denn ich gebe meiner 84-jährigen Mutter einmal monatlich die Chance, den in ihren Augen noch nicht abgeschlossenen Erziehungsprozeß fortzusetzen. Und das plane ich i.d.R. zwei Monate im voraus.
Uwe Niemeier
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 30 Jan 2013, 20:48
von umergel
Komisch, in Ostberlin residierten in einem angeblich nicht existierenden Land über 150 Botschafter aus aller Welt, haben diesen Staat damit diplomatisch die Ehre erwiesen und in der UNO u.a. waren doch auch....glaub ich beide deutsche Staaten.
Das nur zum Thema war die DDR da oder nicht.
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 31 Jan 2013, 04:57
von Daten-Salat
Die Aufnahme beider Staaten auf deutschem Boden in die UNO erfolgte erst 1973. Auf das vorangehende Vierteljahrhundert haben sich meine Betrachtungen bezogen.
Wenn ein Kind auf dem Nachbargrundstück einen schönen roten Apfel pflückt und die Mutter des Kindes ihm erlaubt, den Apfel zu behalten, dann hat das Kind trotz dieser Erlaubnis kein Eigentum an dem Apfel erlangt.
Dass jemand in einem Land eine Botschaft unterhält, besagt überhaupt nichts über den völkerrechtlichen Status dieses Landes. Aktuelles Beispiel: Nord-Zypern.
Auffällig ist doch, dass die beiden deutschen Staaten niemals gegenseitig Botschafter entsandt haben.
Beide deutschen Staaten hatten in ihrer ursprünglichen Verfassung den Alleinvertretungsanspruch für Gesamtdeutschland und das Gebot zur Wiedervereinigung. In der Ost-Verfassung wurde dies erst nach der UNO-Aufnahme gestrichen, während es in der westlichen Verfassung mit dem bekannten Endergebnis von 1990 beibehalten worden ist. Dass die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches gilt, hat u.a. die Auswirkung, dass sie von 1949 bis zum Jahre 2010 noch Kriegsschulden des Deutschen Reiches aus dem ersten (!) Weltkrieg bezahlt hat.
Lieber "Umergel", es gäbe noch so viele interessante Meinungen auszutauschen, aber lass uns bitte die Unterhaltung hier beenden, sonst sprengen wir Uwes Kaliningrad-Thema wirklich noch.
Beste Grüße von:
Armin
Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger
Verfasst: 31 Jan 2013, 07:46
von domizil
NACHLESE ZUM TREFFTISCH DEUTSCH-SPRACHIGER
Eine kurze Nachlese zu unserem gestrigen Trefftisch Deutschsprachiger beim "Zötler".
Erstmals waren wir 30 Teilnehmer. Das sprengte unerwartet unseren Rahmen - schon rein platzmäßig. Aber es war trotzdem eine gesellige und informative Runde.
Der Ruf unseres Trefftisches ist nun schon bis nach Polen gedrungen, denn uns besuchte der Deutsch-Polnisch-Russische Freundeskreis e.V. Weiterhin hatten wir neue Gäste aus Deutschland, die ein wirtschaftliches Engagement in Kaliningrad planen sowie Übersiedler aus Nowosibirsk (RusslandDeutsche) die in Kaliningrad eine neue Existenz aufbauen werden.
Ein wenig haben wir TV geschaut - den Film der über NTV gesendet wurde und in lustiger Form über Kaliningrad und den "Zötler" berichtet. Ausführlich wurde die Zubereitung der Königsberger Klopse gezeigt und das Rezept veröffentlicht. Außerordentlich gut gelungen war der Auftritt der Tanzgruppe aus dem Deutsch-Russischen-Haus in typischen "Dirndeln" und Holzschuhen - danke an Mina aus dem DRH.
Wir erstellen jetzt eine bearbeitete Variante dieses Films und stellen ihn dann hier im Forum ein.
Der Organisator des Trefftisches, Wolfgang Sauer, hatte diesmal keinen ruhigen Moment an unserem Trefftisch. Aufgrund der hohen Besucheranzahl wechselte er zu interessanten Gesprächen von Tisch zu Tisch. Irgendwann, kurz vor Mitternacht gingen die letzten Aktivisten. Ein voll gelungener Abend.
Uwe Niemeier