Re: Präsidentschaftswahlen in RUS
Verfasst: 10 Feb 2024, 13:39
Gibt schon eine Menge Memes zum Interview
Russland-Forum des ehemaligen Portals aktuell.ru
https://www.russland-aktuell.net/
Hört doch damit uff, sich ständig darüber lustig zu machen...arghmage hat geschrieben: 10 Feb 2024, 13:11
und die Bild ... hat immerhin festgestellt, daß Putin sein zitterndes Bein festhalten wollte![]()
Als Gretchenfrage bleibt doch die Bewertung der Ereignisse vom Februar 2014. Bei meinen letzten Besuchen in Sewastopol 2003, Odessa 2006 und Kiew 2013 rüttelte von den Verantwortlichen vor Ort keiner an der gemeinsamen Geschichte mit Russland. Ganz im Gegenteil. Das beantwortet zum Beispiel die Frage von Tucker Carlson, warum Putin nicht schon mit Beginn seiner Präsidentenzeit gegen die Ukraine vorging…paramecium hat geschrieben: 10 Feb 2024, 10:37 Dennoch glaube ich, dass es sich lohnt das Interview zu sehen. Man erhält meiner Ansicht nach einen sehr guten Einblick in seine aktuelle Gedankenwelt und Argumentationsmuster. Ich habe nach dem Marathon-Geschichtsexkurs jedenfalls keine Zweifel mehr, dass es Putin beim Krieg nur darum ging die historisch russischen Gebiete der Ukraine zurück zu erlangen, bevor diese in den Einflussbereich des Westens fallen und somit auf absehbare Zeit verloren sind. Sicherheitsinteressen haben da nur eine untergeordnete Rolle gespielt.
Das werden sie auch heute nicht tun. Eine ganz andere Sache ist es aber, ob sie sich für Russen halten oder Teil der RF werden wollen. Ich habe Bekannte in Odessa (zwei Familien, russische Muttersprachler) und zweisprachige Bekannte in Tscherkassy. Die haben sich alle schon beim Konflikt 2014 ganz klar auf Seite der Ukraine gestellt. Erstere haben seitdem aus freien Stücken Ukrainisch gelernt.Jenenser hat geschrieben: 10 Feb 2024, 16:57 rüttelte von den Verantwortlichen vor Ort keiner an der gemeinsamen Geschichte mit Russland.
Mit solchen Erfahrungen würdest Du halt ganz anders in ein Interview mit Putin gehen.paramecium hat geschrieben: 10 Feb 2024, 17:22... Eine ganz andere Sache ist es aber, ob sie sich für Russen halten oder Teil der RF werden wollen. Ich habe Bekannte in Odessa (zwei Familien, russische Muttersprachler) und zweisprachige Bekannte in Tscherkassy. Die haben sich alle schon beim Konflikt 2014 ganz klar auf Seite der Ukraine gestellt. Erstere haben seitdem aus eigenen Stücken Ukrainisch gelernt.
Er erwähnte übrigens positiv im Gespräch mit Carlson zwei ehemalige deutsche Politiker: Bismarck und dann noch den Sozialdemokraten Egon Bahr. Warum aber nicht Helmut Kohl? Der Bundeskanzler scheute sich bekanntlich nicht, bei einem Arbeitsbesuch mit dem DDR-Regierungschef in Dresden am 19.12.1989 zu verkünden: „Mein Ziel bleibt, wenn die geschichtliche Stunde es zulässt, die Einheit unserer Nation.“. Ins Russische würde ich das sinngemäß so übersetzen: Ведь мы – один народ!paramecium hat geschrieben: 09 Feb 2024, 18:44 Putin soll ja mal wieder den Geschichtslehrer gespielt haben,
Schwieriges Thema. Mich hat damals auch niemand gefragt ob ich noch Jahrzehnte für ein zugrunde gerichtetes Land Soli zahlen möchte...Jenenser hat geschrieben: 10 Feb 2024, 23:13 Ob ich zum Beispiel Teil der BRD im Jahr 1990 werden wollte – naja, so richtig hatte mich das damals keiner gefragt. Und was ich danach alles noch lernte...
Im nächsten Monat wird in RU garantiert ein 10jähriges Jubiläum begangen und gefeiert.Hokuetsu hat geschrieben: 10 Feb 2024, 23:22
Schwieriges Thema. Mich hat damals auch niemand gefragt ob ich noch Jahrzehnte für ein zugrunde gerichtetes Land Soli zahlen möchte...
Die Ukrainer, denen wir 2022 bei der Ankunft in Deutschland halfen, sind in dieser Hinsicht auch spannend. Sie sprechen nur Russisch, und lehnen es auch ab, ukrainisch zu sprechen. Dennoch fragen sie mich und meine Frau: "Was wollt ihr in unserem Land, warum macht ihr das?" Und wenn Du sie fragst, ob sie zurückkehren würden, wenn die Ukraine komplett erobert und russisch würde: "Ja, es ist unsere Heimat und mir wäre egal, wer der Präsident ist. Kann auch der Teufel persönlich sein."paramecium hat geschrieben: 10 Feb 2024, 17:22 Eine ganz andere Sache ist es aber, ob sie sich für Russen halten oder Teil der RF werden wollen. Ich habe Bekannte in Odessa (zwei Familien, russische Muttersprachler) und zweisprachige Bekannte in Tscherkassy. Die haben sich alle schon beim Konflikt 2014 ganz klar auf Seite der Ukraine gestellt. Erstere haben seitdem aus freien Stücken Ukrainisch gelernt.