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Re: Bitte um Rat, für die Einreise meiner Freundin aus RU

Verfasst: 21 Jan 2010, 11:21
von Hero 1964
Zejtnot hat geschrieben:
Hero 1964 hat geschrieben:Nur wenn Plan A gescheitert ist, kann sie nicht so ohne weiteres den Plan B durchfuehren. Da in ihrem Pass dann ein Vermerk steht muss sie einige Zeit abwarten oder sich einen neuen Pass beantragen...das dauert.


Ein abgelehntes Visum ist kein Grund, die nächsten drei Jahre abgelehnt zu werden! Woher diese Märchen! Jeder Visa-Antrag wird neu entschieden, anhand der vorliegenden Unterlagen. Wenn man also die Zweifel an der Rückkehrwilligkeit ausräumen kann, gibt es auch ein Visum. Wir hatten im Forum viele Fälle, wo der zweite Antrag in derselben Botschaft erfolgreich war - einfach dank eines Begleitschreibens.
Ich sagte nichts von 3 Jahren. Im Uebrigen basieren meine Einschaetzungen von real existierenden Faellen. Der Dank gilt trotzdem fuer dich Zejtnot, fuer deine mehr als qualifizierten Tips und Ratschlaege. Es ist nicht sehr einfach die Bestimmungen der Visaerteilung genau zu verstehen und nachzuvollziehen, aber vielleicht ist das ja auch so gewollt.

Gruss
Achim

Re: Bitte um Rat, für die Einreise meiner Freundin aus RU

Verfasst: 21 Jan 2010, 14:15
von lixil
Angesichts dessen, was ich persönlich oder über meinen Bekanntenkkreis in diesem Zusammenhang erlebt habe, kann ich über die unten Stehende Meinung nur schmunzeln. Leider.
Zejtnot hat geschrieben: Ich kann meine Meinung nicht oft genug wiederholen: Deutsche Beamte haben nichts gegen private Besuche. Sie haben nichts gegen junge Studentinnen, die sich in einen Deutschen verliebt haben. Sie wollen keine Partnerschaften verhindern.

Re: Bitte um Rat, für die Einreise meiner Freundin aus RU

Verfasst: 21 Jan 2010, 14:53
von bella_b33
Ich denke auch, wenn man alles ordentlich einreicht und eine Schippe voll Geld vorweisen kann, daß es kein Problem sein sollte. Lixils schlechte Erfahrungen kann ich nicht teilen. Hat bisher alles geklappt. Irland, Deutschland...kein Problem mit meiner Freundin aus Russland. Jetzt nach der Hochzeit sowieso nichtmehr ;)

Re: Bitte um Rat, für die Einreise meiner Freundin aus RU

Verfasst: 21 Jan 2010, 15:47
von Zejtnot
lixil, Du rufst aber selbst dazu auf, die Regeln sehr galant auszulegen. Bei solchen Antragstellern wäre ich auch vorsichtig.

Aber mal ehrlich, warum soll ein Beamter grundlos auf "nein" klicken? Damit er dann zwei Wochen später die Remonstration auf dem Tisch hat, die er dann extra bearbeiten muss? Damit der Antragsteller beim Botschafter/Konsul/Vorgesetzen/Bundestagsausschuss anruft und Stress macht? Bevor ich mir diese Arbeit aufhalse, klicke ich als Beamter mit Ärmelschonern doch lieber auf "ja" und habe meine Ruhe. (Und wirklich Verliebte werden natürlich remonstrieren oder sich anderweitig beschweren! Bleibt ihnen ja nix anderes übrig.)

Man wird übrigens auch nicht danach eingestuft, möglichst viele Remonstrationen geschafft zu haben - davon habe ich jedenfalls noch nie gehört! Man wird nur dafür abgestraft, wenn auffällig viele bestätigte Antragsteller nicht zurückkommen! Und davor würde ich mich auch schützen wollen!

Alle Ablehnungen, die ich persönlich im Freundeskreis mitbekommen habe, hatten wirklich bei den Fragen geflunkert ... "ich besuche die Kinder vom Studienfreund meines Vaters" und solche Legenden. Naja ... die Märchen kennen natürlich alle. Und allen, denen wir im Forum bislang zu Ehrlichkeit geraten hatten - ich bin hier vier Jahre aktiv - haben offensichtlich ihr Visum bekommen. Jedenfalls kann ich mich nur an positive Rückmeldungen erinnern. (Mit einer einzigen Ausnahme - die war in Moldawien - keine Ahnung, was dort läuft.)

Re: Bitte um Rat, für die Einreise meiner Freundin aus RU

Verfasst: 21 Jan 2010, 16:18
von Hero 1964
Zejtnot hat geschrieben:
Aber mal ehrlich, warum soll ein Beamter grundlos auf "nein" klicken? Damit er dann zwei Wochen später die Remonstration auf dem Tisch hat, die er dann extra bearbeiten muss? Damit der Antragsteller beim Botschafter/Konsul/Vorgesetzen/Bundestagsausschuss anruft und Stress macht? Bevor ich mir diese Arbeit aufhalse, klicke ich als Beamter mit Ärmelschonern doch lieber auf "ja" und habe meine Ruhe. (Und wirklich Verliebte werden natürlich remonstrieren oder sich anderweitig beschweren! Bleibt ihnen ja nix anderes übrig.)
Dann muss es in der DE Botschaft in Moskau wohl auch arbeitswuetige geben.
Mein Beispiel, rus. Buergerin knapp unter 30 Jahre alt:

- VE mit Einladung geordert Nov 09 (Angabe: Besuch und Kennenlernen der Eltern des deutschen Freundes)
- Terminvereinbarung in Moskau bei der Botschaft Nov 09
- Vorsprachetermin bei der Botschaft in Moskau Anfang Dez. 09
- Vorlage aller Dokumente die die Rueckreisewilligkeit der Dame glaubhaft machen sollten (4 vorherige Schengenvisas, betraechtliches Eigenkapital, gutes monatl. Einkommen, Wohneigentum, staatliche Registrierung der eigenen Firma mit Arbeitsplatznachweis, usw. Zusaetzlich noch die russische Arbeitserlaubnis des Freundes mit Plastikkarte usw..)
- Mitte Dez 09 Visa abgelehnt
- Mitte Dez 09 Remonstrationsverfahren
- Remonstration erfolgreich
- Mitte Januar 2010 Visa erteilt (nach zig Telefonaten, Schreiben, Dokumente zusaetzlichen Vorsprachetermin usw..)

Es wurden keine Maerchen erzaehlt nicht gelogen noch sonstwas, alles in fliessendem russisch und deutsch erklaert.

Leider muss ich auch wie lixil schmunzeln...

Re: Bitte um Rat, für die Einreise meiner Freundin aus RU

Verfasst: 21 Jan 2010, 16:24
von lixil
Zejtnot hat geschrieben:Du rufst aber selbst dazu auf, die Regeln sehr galant auszulegen. Bei solchen Antragstellern wäre ich auch vorsichtig.
Na ja, aufrufen tue ich nicht. Ich zeige nur auf was es sonnst noch an (legalen!) Möglichkeiten gibt. Ob aber jemand wie z.B. im Fall Finnland nun länger in Finnland oder in Deutschland bleibt, dass muss er selber entscheiden.
Aber mal ehrlich, warum soll ein Beamter grundlos auf "nein" klicken?
Tja und warum sollte ein Wachmann der deutschen Botschaft sich den Antragstellern gegenüber respektlos verhalten?
Anscheinend gibt es dafür Gründe. Ob die aber ehrenhaft oder rechtens sind kann man nicht immer sagen.
Alle Ablehnungen, die ich persönlich im Freundeskreis mitbekommen habe, hatten wirklich bei den Fragen geflunkert ... "ich besuche die Kinder vom Studienfreund meines Vaters" und solche Legenden.
Das man auf sollche Märche verzichten sollte habe ich weiter oben ja auch schon erwähnt.
Als aber meine damalige Freunding nach einigen finnischen Visa, dan doch ein deutsches brauchte und gefragt wurde ob sie jemanden in Deutschland hätte. Hat sie die Frage natürlich mit "nein" beantwortet. Ob sie das Visum auch dan bekommen hätte wenn sie ja gesagt hätte kann natürlich keiner wissen. Fakt ist aber, dass die Rückkehrbereitschaft in diesem Fall hätte stärker bezweifelt werden können.