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Re: Tag der Wut

Verfasst: 26 Mär 2010, 13:02
von Axel Henrich
Zejtnot hat geschrieben:Ferner verstehe ich Deine Worte so, dass Du annimmst, dass der deutsche Arzt an der Botschaft den Alkoholtest gefälscht hat?
Es geht schlicht und ergreifend darum, dass dieser Test nicht zeitnah und nachpruefbar, also unter best. Voraussetzungen gemacht wurde. Gerade dieser Ablauf damals, oeffnet der Spekulation Tuer und Tor ... Hatten wir doch wirklich ausfuehrlich bereits besprochen, auch seinen Status und den damit zusammen haengenden besonderen Regeln etc..

-ah-

Re: Tag der Wut

Verfasst: 26 Mär 2010, 13:14
von Nikolaus
Zejtnot hat geschrieben:Russland hat seinem Diplomaten doch auch Immunität zugestanden und ihn in Russland verurteilt. Und nicht in Kanada gelassen, wie es die Kanadier wahrscheinlich lieber gesehen hätten.
Ferner verstehe ich Deine Worte so, dass Du annimmst, dass der deutsche Arzt an der Botschaft den Alkoholtest gefälscht hat?! Worauf begründest Du diese Ansicht? (Es gab ja einen Test, wonach er nicht unter Alkoholeinfluss stand.)
Du verstehst mich falsch:
- Russland ist bei seiner Urteilsfindung von einem Alkoholdelikt ausgegangen. (Ich habe vergessen, ob wegen der Verweigerung des Tests vor Ort oder wegen eines positiven Tests durch die kanadischen Behoerden.)
- Ich habe nie von einem Test auf Alkohol/Drogen/Medikamente durch den Arzt der deutschen Botschaft gehoert, ausser hier ohne Quelle von Sibirier, der dies also viellleicht aus dem Deutschen Eck hat, weiss der Teufel... Sofern dies aber so war, dann war es, wie oben schon gesagt, nach allgemeiner Auffassung ZU SPAET UND WAHRSCHEINLICH MIT UNZULAENGLICHEN MITTELN. Ich habe keine Zweifel, dass sich der deutsche Botschaftsarzt niemals zu einer Faelschung hingeben wuerde.
- Es waere nett, wenn Du mal mitteilen wuerdest, woher Du Deine Information hast, dass dieser Test vom Botschaftsarzt ausgefuehrt wurde. Obwohl natuerlich keiner seine Aussagen belegen MUSS...

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 13:25
von Sibirier
Das war damals aus eine Zeitungsquelle... muss ich erst wieder suchen. Aber es wird Dich trotzdem nicht von Deiner Meinung abbringen, das er wohl ungültig ist usw....

Also lasse ich es gleich lieber....

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 13:47
von Nikolaus
Ach, ist Wurscht...
Mir ging es eigentlich doch um (fuer andere) gefaehrliche Privilegien im Strassenverkehr...
Ich arbeite hier auch bei einem deutschen Privatunternehmen, müsste ich doch auch einen Diplomatenausweis beantragen können....
Da hast Du eine Aufgabe... Zunaechst kannst Du ja es als Honorarkonsul fuer eine Bananenrepublik versuchen. Vielleicht ohne Immunitaet, aber wenigstens ein (harmloser) schoener Titel. Am besten mit feinem buntem Wappenschild ueber dem Arbeitsplatz... :-P

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 13:54
von Sibirier
Ich frage mich nur, warum diese Betonung in DE notwendig ist:

"Frau Käßmann wurde behandelt wie jeder andere Verkehrsteilnehmer in der gleichen Situation", betonte die Staatsanwaltschaft Hannover.

http://nachrichten.rp-online.de/article ... mann/72156

Als Umkehrschluss könnte man daraus folgern, dass dies nicht bei allen Persönlichkeiten gemacht wird.... ;)

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 13:55
von Dietrich
Nikolaus hat geschrieben:Am besten mit feinem buntem Wappenschild ueber dem Arbeitsplatz... :-P
Neben oder anstelle des Medvedev-Fotos?

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 14:39
von Axel Henrich
Sibirier hat geschrieben:Das war damals aus eine Zeitungsquelle... muss ich erst wieder suchen.
http://www.kp.ru/daily/24287.5/482609/
«По внешним признакам наркологического опьянения не выявлено» - через несколько часов после трагедии Хоберт раздобыл такую справку. Откуда - никому не говорят. При этом ему даже не было предложено пройти более тщательное обследование.

Объяснение, скорее всего, лежит на поверхности: Хоберт был бы настоящим идиотом, если бы не воспользовался перезрелыми плодами нашей коррупции, в условиях которой все покупается и продается. Какие-то там справки - тем более.

Мы провели две экспертизы - медицинскую и автотехническую, - рассказала «Комсомолке» следователь СЧ ГСУ ГУВД по Москве Мария Киселева. - Каждая из них доказала, что Беньямин Хоберт виновен.

-ah-

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 15:12
von Sibirier
@ah: Danke, ich weiß aber nicht, ob es dieser war....

Denn dieser Artikel ist echt ein Gaudi.... Er hat eine Bescheinigung vorgelegt...Woher? Spricht niemand drüber. Warum wohl? Denn, wenn es eine nicht anerkannte gewesen wäre, hätten die Polizisten schon mehr darüber gesagt....Aber er ist ja kein Idiot, dass man das an jeder Straßenecke hier kaufen kann....wird dann darüber spekuliert....

Medizinische Untersuchung ergab, dass H. schuldig ist. Ich gehe davon aus, dass hier die medizinische Untersuchung der Opfer gemeint ist, denn an H. kamen sie ja nicht ran....

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 15:48
von Axel Henrich
Sibirier hat geschrieben:Er hat eine Bescheinigung vorgelegt...Woher? Spricht niemand drüber. Warum wohl?
Vlt. weil ER darueber niemanden was sagt - Откуда - никому не говорят - und auch AFAIR die Zeitungen seinerzeit ueber die Quelle nur spekulierten...
Sibirier hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass hier die medizinische Untersuchung der Opfer gemeint ist, denn an H. kamen sie ja nicht ran...
Каждая (экспертизы) из них доказала, что Беньямин Хоберт виновен.
Nagut, das wird hier zwar etwas unklar formuliert, aber nur weil die Opfer z.B. nicht alkoholisiert waren, hat Hobert ja nicht automatisch Schuld ..., es muesste also um Hobert gegangen sein.

-ah-

Re: Rechtssprechung bei Autounfällen in D und RUS

Verfasst: 26 Mär 2010, 16:04
von Sibirier
Er stand keiner Zeitung zum Interview zur Verfügung. - Kann ich gut verstehen und hätte ich auch so gemacht. Weil man doch nur negatives geschrieben hätte.... Govorat - Mehrzahl. D. h. auch die Polizei schweigt, denn die haben ja die Bescheinigung vorliegen.....

Also die medizinische Untersuchung, dass es H. war kann nicht wahr sein. Darüber haben seinerzeit genügend Zeitungen gewettert, dass er keiner Untersuchung zur Verfügung stand..... Die Leichenobduktion hat wohl ergeben, dass H. Schuld war, weil er zu schnell gefahren ist und solche Verletzungen es nur bei einer XX-Geschwindigkeit auftreten......

Deswegen halte ich diesen Artikel komplett für eine Farce....

Wenn die Bescheinigung falsch wäre, hätte dies die KP und andere Zeitungen bestimmt schon erfahren... ;) Glaub mir, wenn es da einen Ansatzpunkt gegeben hätte, dann wäre das in der Presse bekannt gewesen. Dann hätte auch die Polizei nicht geschwiegen...

Denn das ist z. B. ein Artikel für einen Journalisten der in keinster Form lizensiert wurde.... ;) und man konnte schön gegen einen Ausländer wettern....

Aber es ist mir auch echt egal.... Glaubt doch, dass er mit 3,0 Promille, Hasch, Crack usw. vollgestopft war und anschl. noch ein Röhrchen Schlaftabletten eingenommen hat. Bewiesen ist es nicht. Im Gegenteil, es gibt ein aktenkundliches Dokument, welches besagt, dass er kein Alkohol usw. eingenommen hatte....

Ich finde es nur eigenartig, dass so etwas gleich angenommen bzw. als Tatsache angesehen wird, nur weil jemand wegen seinen Diplomatenausweis weiteren polizeilichen Ermittlungen nicht zur Verfügung stand.