manuchka hat geschrieben:
Ich finde, Staatsangehörigkeit ist kein Wunschkonzert, bei dem ich mir von allem das Beste rauspicken kann. Die begründet ja nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, und ich meine, dass bei einer doppelten Staatsangehörigkeit eigentlich immer auch ein gewisser Interessenkonflikt vorhanden ist (wo gehöre ich eigentlich hin, welchem Land fühle ich mich zur Loyalität verpflichtet?), auch wenn der sich bestimmt nicht immer auswirkt.
Weil ich vorher erwähnt habe, dass ich 2 Pässe habe und gut finde, dass es erlaubt ist, möchte ich es an meinem Beispiel erklären.
Ich persönlich fühle mich beiden Ländern zur Loyalität verpflichtet (vobei Loyalität keineswegs bedeutet, dass ich alles was da läuft immer für richtig erkläre, aber das ist hoffentlich auch so klar).
So wie ich meinen beiden Eltern loyal bin, auch wenn sie sich streiten oder getrennt leben (nur so als Beispiel) - weil ich beide liebe, beiden etwas zu verdanken habe und beiden vom Herzen nur Gutes wünsche - das geht auch für meine beiden Länder.
Was Pflichten angeht - sehe ich auch kein Problem, z.B. in beiden Ländern Steuer bezahlen.
Am unserem Beispiel: ich werde wenn es dazu kommt auch beide Eltern unterstützen.
Es gibt absolut keinen Interessenskonflikt, denn sollte es irgendwann zu einem Konflikt zw. den beiden Staaten kommen, der eine gewaltsame Lösung einfordert (was gottseidank völlig unwahrscheinlich ist), würde ich keiner Seite aktiv gegen die andere helfen.
Verstehe nicht, warum man etwas generell verbieten möchte, was im Prinzip keinem schadet...
(in Einzelfällen kann man ja trotzdem anders entscheiden)