Okay, da das hier erstmal nicht im Nirwana verschwindet wollte ich nochmal etwas inhaltlich zur Versachlichung und Veranschaulichung der Situation beisteuern - (ist eher auf die Situation der Jungen gerichtet) diese Dinge kenne ich aus meiner praktischen Arbeit (Jungenarbeit) bzw. die Zahlen von Fortbildungen (beispielsweise Berliner Jungs e.V.) die ich hier mal auflisten möchte.
- der grausame (Sexual-) Mord bzw. die spontane Vergewaltigung ist eher die Außnahme im pädosexuellen Mileu
- es ist nicht möglich einen Täter anhand eines Täterprofils zu beschreiben. es ähneln sich nur die Täterstrategien. Es ist eben nicht immer der unbekannte böse Fremde sondern auch Familienmitglied, bekannter, lieber Onkel et.
- die Täter fühlen sich recht sicher, sie handeln oft ungeniert...
- Pädosexuelle Täter tauschen sich offen in Foren aus, wo man gut Jungs treffen kann und wo eine "gute Gegend" ist und wo es genug Möglichkeiten gibt. Man findet sie leicht über Google.
- Es gibt Kneipen und Bars die der pädosexuellen Szene zuzuordnen sind. Neben den pädosexuellen Gästen sind die Angebote (Öffnungszeiten, Ausstattung, et) dort und die Öffnungszeiten auch auf Minderjährige ausgerichtet.
- In Berlin gibt es Gegenden in denen sich Jungs nicht wohl fühlen, da sie zu oft angesprochen werden.
- Es gibt Täter, die Jungen Unterwäsche abkaufen, Socken abluxen und teilweise sogar Bluttropfen sammeln... (das ist KEIN Scherz)
- In Berlin gibt es etliche "offene Wohnungen" in denen wöchentlich 10 -70 verschiedene Jungen verkehren
- ganze Cliquen nutzen diese offenen Wohnungen, zum Schluss bleibt immer einer oder 2 da an denen sich dann vergriffen wird. Dieses Vergreifen passiert schleichend durch immer zudränglicheres Verhalten (also "versehentliches Berührungen, Pornos gucken, und so weiter..)
-Oft ist "das Geheimnis" was dort so passiert in der Clique, im Freundeskreis bekannt. Nur wird nicht drüber gesprochen. Ich selber habe erlebt, dass dann von POPO geben geredet wird und so weiter
- wer Rückzieher macht wird fallen gelassen bzw. ist sofort uninteressant für die Täter.
- In Berlin gab und gibt es eine Pädophile Szene, unter anderem wurden Jungs aus Heimen beispielsweise zu Sexpartys in Villen zugeführt bzw. zugeführt hat.
- man geht davon aus dass es Täter im familiären Kreis 1,3 Opfer haben - im außerfamiliären Bereich schwanken die Zahlen zwischen 50 und 300
- Subway (ein Projekt in berlin) hat eine Untersuchung an 2100 Jungen durchgeführt. das Ergebnis war das
jeder 4. Junge im öffentlichen raum Angesprochen wurde, Jeder 12. Junge erlebte sexuelle Gewalt durch solche Männer. 5,2% berichteten von sexuellen
Handlungen ohne Körperkontakt, 3,0% von sexuellen Handlungen mit Körperkontakt.
- Jungen versuchen sich mehrmals vergeblich mitzuteilen, bevor jemand der Fachkräfte die Botschaften ernst nimmt.
- sexueller Missbrauch äußert sich bei Jungen anders als bei Mädchen - Stichwort: unangepasstes "jungentypisches" Verhalten wir doftz nicht als Ausruck eines Missbrauchs erkannt sondern abgetan.
- Jungen die nicht rauswollen (Stubenhocker) fühlen sich manchmal nicht wohl in der Gegend auf Grund der häufigen-teilweise täglichen (zunächst verbalen) Übergriffe/Anquatschversuche.
- Pädosexuelle Täter bauen so gut wie immer eine emotionale Brücke zu den Opfern auf, um dann irgendwann übergriffig zu werden. Der Beziehungsaufbau hat nur dieses eine Ziel. das macht die Arbeit mit den betroffenen Jungen auch so schwierig, weil die Täter diese emotionale Brücke nutzen um Druck auszuüben. ("Wenn du das jemanden erzählst dann...") - es besteht also ein emotionales Abhängigkeitsverhältnis.
- Pädosexuelle Täter halten sich dort auf wo Ihre Opfer sind. Also nicht nur zufällig im Schwimmbad sondern eben auch dort wo man mit Kindern und Jungen arbeitet: Sportvereine, Vereine, Jugendämter, Sozialpädagogen, Erzieher et et et...
- besonders gefährdet sind emotional und materiell vernachlässigte Jungen und Jungen die keine Vaterfigur haben. (Hier dürfte die Situation in Russland noch etwas schwieriger sein, da Väter auch da häufig fehlen.) Sowie Jungen mit einem geringen Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.
- Tabutehmen (also Sex und so weiter) erleichtern den Tätern ihr Vorgehen
- Beispielhaft und Mustergültig für das Vorgehen der Täter sind die Vorkomnisse der Parkeisenbahn Wuhlheide in Berlin. Google müsste da Ergebnisse liefern.
- In Berlin leben ca. 3500 pädosexuelle Männer, ca. 50.0000 Jungen wurden bereits belästigt und 17.000 haben sexuelle Gewalt erlebt
- und das Beste ist, dass in es in Berlin
KEIN ausreichend finanziertes Projekt gibt, welches flächendeckend präventiv mit Jungs oder Kindern arbeitet um Sie gegen sexuelle Übergriffe zu stärken. Über das Warum kann man spekulieren... eine Rolle spielt sicher auch, dass Pädosexuelle eben überall sind - auch an den Hebeln.
- Lobend erwähnen möchte den Verein Berliner Jungs (
http://www.jungen-netz.de/) wo man auch viele meiner erwähnten Punkte nachlesen oder sich in der Thematik vertiefen kann.