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Verfasst: 08 Feb 2005, 20:20
von Axel Henrich
hc_blacki hat geschrieben:Ohhh nein die armen Imigranten können einem ja so leid tun. Jetzt müssen sie Geld vom Staat beziehen, müssen kostenlose Sprachkurse belegen oder eventuell eine neue Ausbildung beginnen. Wenn ich nur einen Bruchteil Hilfe von dem was Imigranten in Deutschland bekommen, bekommen hätte...
Wir hatten auch, als wir zurueck nach Deutschland sind, gedacht, sowas koennte man mal mitmachen ...
"Ja, prima, kommen Sie rein, setzen Sie sich, Aus-, oder Übersiedlerin?"
Aehm, Familienzusammenfuehrung, wir haben geheiratet und jetzt bin ich hier.
"Oh sorry, da sind Sie ja eine ganz andere Auslaenderin. Das tut mir leid, Sie koennen natuerlich den Kurs mit machen, aber die Kosten muessen Sie selber tragen."
Ich moechte behaupten, fast wortwoertlich wiedergegeben ...
-ah-
Verfasst: 08 Feb 2005, 20:35
von Axel Henrich
Kultgrieche hat geschrieben:Meine Schwester meinte, die kostenlosen Kurse sollten abgeschafft werden, weil ihrer Ansicht nach ihre Schülerinnen wohl gedacht hatten: "Wat nix kost, dat taucht nix."
Die Kurse koennen ruhig bleiben, nur sollten den Kursteilnehmern verstaendlich gemacht werden, dass der erfolgreiche Abschluss zwingend notwendig ist um die Einbuergerungszusicherung zu bekommen ...
Meine Frau hat den Crashkurs belegt: Noch kein Wort verstanden, Arbeit gesucht und rein ins Getuemmel...
Btw fuer die ersten Jobs hat Sie fast zu Null geschuftet, weil das bischen Geld fuer den Aufwand wieder drauf ging - Sprit- und Fahrtkosten, Klamotten, etc.,
-ah-
Verfasst: 09 Feb 2005, 02:49
von Grundig
Bephep hat geschrieben:Grundig
Diese objektiven Zahlen gibt es nicht,es sind ja Deutsche in der Statistik.
auf der 1.Seite antwortete ich Axel Henrich :
..Bayrische Studien habe ich ausschließlich deswegen erwähnt, weil nur die in Bayern getrennte Statistiken für "einheimische Deutschen", Aussiedler und Ausländer führen.
In anderen Ländern sind die Aussiedler nicht unter Ausländer-Statistiken (wie Sie meinen möchten), sondern unter Deutschen.
Verfasst: 09 Feb 2005, 03:41
von Bephep
Also,
ich diskutiere hier mit aber bin kein Experte auf allen Gebieten.
Aber meine Meinung mit dem Unterricht für deutsch habe ich von jemanden der dieses Unterricht gibt.Und ich war auch einmal eine Stunde in so einer Klasse.
Vor einigen Jahren wurde der Sprachunterricht auch noch mehr gefördert,jetzt machen das die Kirchen oder Rote Kreuz oder man muss es bezahlen.
Und es gibt neue Richtlinien ueber die Lehrer.
Und russisch lernen muss ich auch bezahlen 140 EURO fuer abends 1,5 Stunden 26 abende.
Ja kem stat Professor paruski literatura,okular wremja dwazid goda.
Verfasst: 09 Feb 2005, 13:11
von Anonymous
Bei diesen Kursen gibt's wirklich gute und schlechter Lehrer. Manchmal unterrichten dort gar keine Lehrer, sondern die Mitarbeiter oder irgendwelche Teilzeitkräfte.
Verfasst: 09 Feb 2005, 16:05
von Oletsch
hc_blacki hat geschrieben:
Ohhh nein die armen Imigranten können einem ja so leid tun. Jetzt müssen sie Geld vom Staat beziehen, müssen kostenlose Sprachkurse belegen oder eventuell eine neue Ausbildung beginnen. Wenn ich nur einen Bruchteil Hilfe von dem was Imigranten in Deutschland bekommen, bekommen hätte....
Aber hier in Russland wird man ja als Ausländer traditionell mit einem Arschtritt begrüßt.

Es gibt Immigranten und Immigranten. Alle gleich und meinche gleicher. Also finde ich die Ironie fehl am Platz. Axel hat das auch schon erwähnt. Und ich habe erlebt im vollen Masse, wie ein Ausländer, der kein Fluchtling (=Jude) und kein Aussiedler (=Russland-Deutsche) ist, hier in Deutschland "gut"empfangen wird.
Wie schnell hast Du in Russland eine Arbeitserlaubnis bekommen, blacki? Ich in DE - nach 2 JAHREN. Und alle mögliche Kurse musste ich dabei selbst bezahlen. Es gibt noch mehr Beispiele von dem ausländerfreundlichen Land.
Ein Deutsche in Russland ist ein Ausländer aus dem Westen. Ein Russe in Deutschland ist ein Schmarotzer.
Oletsch
Verfasst: 09 Feb 2005, 16:19
von Dave
Ich weiss gar nicht über was Ihr Euch beschwert...
1. Seid Ihr ja nicht gezwungen worden die Heimat zu verlassen und
2. hat sich das ganze ja erledigt, wenn auch teilweise mühsam aber dennoch erfolgreich
Zudem gibt es sehr viele Menschen, die nicht mal die Möglichkeit haben sich zu beschweren, geschweige denn im Internet.
Ich erachte es als äusserst beschämend diesen Menschen gegenüber.
Zum Glück lesen die hier ja nicht mit....
Meckert ruhig weiter und werdet glücklich!
Dave
Verfasst: 09 Feb 2005, 17:15
von AnGro
Oletsch hat geschrieben:
Wie schnell hast Du in Russland eine Arbeitserlaubnis bekommen, blacki? Ich in DE - nach 2 JAHREN.
Oletsch, hier ist es wieder so, dass es Unterschiede gibt, je nach dem wie man nach Deutschland kommt. Wenn Du als Ehepartner eines Deutschen nach Deutschland kommst wartest Du nicht zwei Jahre auf eine Arbeitserlaubnis, auch musst Du nicht ein ganzes Rudel medizinischer Untersuchungen und andere Demuetigungen ueber Dich ergehen lassen. In Russland schon. Dass trotzdem vieles nicht einfach ist, liegt wohl an der Natur der Sache, es ist eben nicht vorgesehen, dass Menschen ihren Lebensmittelpunkt wechseln. Ich will hier bestimmt nicht Deutsche Behoerden verteidigen, die haben auch ihre Sinnlosvorschriften, die uns ein Haufen Geld kosten, aber es ist doch vieles durchschaubarer und berechenbarer als in Russland.
@Dave: das mit dem nicht gezwungen stimmt nur teilweise und hier ist nunmal auch Platz um sich ueber Missstaende aufzuregen. Also wird das auch genutzt.
Verfasst: 09 Feb 2005, 19:07
von Oletsch
@AnGro
Ich sag ja nicht, dass das Leben von Deutschen in Russland besonders leicht ist. Aber ich finde es lächerlich, wenn alle Russen gleich gesehen werden, wie das z.b. blacki gemeint hat. Das ist unfair, und mit meinem Beispiel habe ich nur gezeigt, dass es nicht immer rosig ist, wie er denkt. Und er ist nicht der einzige, das kotzt mich mittlerweile an, welche Meinung hier (in DE) über Ausländer herrscht. Du schreibst ja selbst, dass es drauf ankommt, als was Du nach DE kommst. Und da liegt der grosse Unterschied, welche Rechte du hier bekommst. Deswegen -es gibt Immigranten und Immigranten. Und nicht alle Russen haben in ihrer Küche eine Kachelecke, um die Wodkagläser hinzuschmeissen ;-)
Du hast Recht - die Behörden hier sind mehr berechenbar. Aber da sie immer nach Vorschrift arbeiten, sind sie auch unflexibel und die Beamten tun ihr Gehirn selten anwenden...
@Dave
entwickle Dich weiter und beschwere Dich nicht, wenn Dein schönes Auto mal kaputt geht - es gibt doch so viele Menschen, die ein Auto noch nie gesehen haben. Das Autofahren ist ja äusserst beschämend diesen Menschen gegenüber. Auch verstehe ich nicht, warum Du immer noch Internet benutzt - schämst Du Dich nicht dafür?
Oletsch
Verfasst: 09 Feb 2005, 19:23
von Oletsch
hc_blacki hat geschrieben:Oletsch wenn Du Deine Arbeitserlaubnis erst nach 2 Jahren bekommen hast, frage ich mich warum? Meine Frau hat Ihre sofort bekommen. Und hat es Dir an irgendetwas gefehtl in der Zeit?
weil ich nicht die Ehefrau eines Deutschen war (sonders die eines Russen). Ich durfte nur eine beschränkte Arbeitserlaubnis bekommen, wenn ein Arbeitgeber, der keinen deutschen Mitarbeiter gefunden hat oder aus einem EU-Land, mich einstellen würde und dafür extra einen Antrag beim Arbeitsamt stellen und einige Wochen auf die Antwort warten würde. Bei solchen Bedingungen kann man ja viele attraktive Jobs finden - ich hatte irgenwann einen im Blumenladen :(
Was mir in der Zeit gefehlt hat? Vor allem Geld ;-)
Oletsch