Herzlichen Dank für Eure Antworten!
Liebe Manuchka, die Vermittlungsstelle sitzt in der Schweiz (
http://www.zentrum-ruslan.ch/ - einzige Vermittlungsstelle für Russland in der Schweiz, die Leiterin kommt aus der Ukraine) und hat ein "Team vor Ort", bei dem es sich primär um eine russische Juristin handelt, die aber wohl keine Zweigstelle in Russland darstellt. Jedenfalls gilt unsere Adoption als Privatadoption (o.Ä.), d.h. ohne Vertretung in Russland (haben wir im Nachhinein gelernt). Über den Ablauf wurden wir wie folgt informiert:
a) Schweizer Bewilligung inkl. zusätzlicher Unterlagen für Russland (zusätzlicher 1-Tages-Kurs und psychologisches Gutachten) beschaffen - erledigt; für die Schweizer Bewilligung haben wir zusätzlich einen mehrtägigen Kurs absolviert (juristische Grundlagen Schweiz, bisschen Psychologie (Bindungsprobleme) etc.)
b) Nach Perm fliegen und sich beim Ministerium für die Adoption persönlich anmelden - erledigt mit Begleitung der russischen Juristin, wir sind angenommen als Adoptionskandidaten (seit Mai letzten Jahres)
c) Auf Kindervorschlag warten (keine Frist). Nach Kindervorschlag Möglichkeit ein weiteres medizinisches Gutachten einzuholen. Dann Besuch des Kindes.
d) Gerichtsverhandlung. Nach der Rechtsmittelfrist (4 Wo) Visum für das Kind in Moskau beschaffen und Ausreise mit dem Kind (so schön, wenn endlich eingetreten...)
Bezahlt haben wir die Vermittlungsstelle in der Schweiz für sämtliche Leistungen im Voraus (nicht wenig). Die russische Juristin bezahlen wir jedes Mal vor Ort (auch nicht wenig). Wir vermuten, unsere Vermittlungsstelle meinte die Elternschule und wollte etwas entsprechendes in der Schweiz einrichten. Die letzte Info der Vermittlungsstelle ist von Anfang Januar. Vielleicht hat sich das ganze bzgl. der Elternschule ja für uns Ausländer tatsächlich entschärft.
Fristen und Zeitabläufe hat uns unsere Vermittlungsstelle sicherheitshalber keine genannt. :( Nur dass die russische Bewilligung 1 Jahr gilt, aber nach Ablauf automatisch um 1 Jahr verlängert wird. Habe ich etwas bei dem oben skizzierten Ablauf vergessen?? Unsere Vermittlungsstelle ist leider nicht sehr transparent.
Was wir nicht ganz verstehen, ist diese Seite:
http://www.usynovite.ru/db/ (Google-Translator sei Dank!

) In der Datenbank sind viele Kinder, bei denen wir sofort ins Flugzeug hüpfen würden. Selbst dürfen wir gemäss Vertrag mit der Vermittlungsstelle das Ministerium nicht kontaktieren. Aber vielleicht sind die Kindereinträge eh veraltet und die Kinder bereits vermittelt? Oder es werden nur schwerst behinderte Kinder in die Datenbank aufgenommen, da ansonsten kaum vermittelbar??
Viele Grüsse