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Re: Transmongolische Eisenbahn 2013
Verfasst: 24 Feb 2013, 19:18
von harald63
ande hat geschrieben:..., jetzt beginnt das Projekt Sprache. Habe gestern die erste russisch-Stunde gehabt. Kyrillisch ist verwirrend, da viele Buchstaben gleich sind, die anderen aber doch sehr unterschiedlich. Ist lesen zu können wichtig, oder sollten wir uns lieber erstmal auf das Sprechen konzentrieren, da wir ja "nur" reinschnuppern?
Ich würde mit dem lesen anfangen. Dann hat man mit Fahrplänen und Stadtplänen keine Probleme. Soviele gleiche Buchstaben anderer Bedeutung gibt es auch gar nicht. Sprechen hab ich nie gelernt, aber ich habe mir die Zeichentabelle angeguckt und dann einfach Russland in OpenStreetMap angeguckt mit den ganzen Städtenamen in kyrillisch. Bei vielen weiss man ja, was da rauskommen muss und dann lernt man schnell. Ist ja auch optimal fürs rumreisen, wenn man die ganzen Städtenamen schonmal fließend lesen kann. Dann habe ich noch etwas mit Metrostationsnamen von Moskau geübt und hatte dann, als ich in Russland war, null Probleme mich anhand von Schildern zu orientieren. Auch ohne Russischkenntnisse verhungert man dann nicht mehr unwissend vor einem PECTOPAH :-)
Re: Transmongolische Eisenbahn 2013
Verfasst: 24 Feb 2013, 19:40
von weltenbummler
Die Buchtstaben sind eigentlich nicht so schwer.
KOMETA -> diese Buchstaben sind wie im Deutschen
Y=U
H=N
C=S
X=CH
P=R
B=W
Auch für die "russischen" Buchtstaben, die es im deutschen nicht gibt, gibt es Buchstaben oder Buchstabenkombinationen, durch die man sie ersetzen kann. Das muss man dann halt einmal auswendig lernen.
Re: Transmongolische Eisenbahn 2013
Verfasst: 25 Feb 2013, 01:03
von Motik
Danke Weltenbummler,
für die Info. Dachte schon, du hast noch ein Hostel oder eine Privatunterkunft, die du empfehlen könntest, in Ulan-Ude entdeckt. Das genannte Hotel kenn ich auch schon aus dem Internet.
Wie kommst du denn ohne Russisch hin? Kann ich mir ja gar nicht vorstellen. Nach deiner Anleitung oben, musst du ja wenigstens Russisch lesen können. Wenn ich mal neugierig sein darf: Wie bist du denn nach Ulan-Ude gekommen? Die meisten kennen ja nur Irkutsk.
weltenbummler hat geschrieben:ande hat geschrieben:Wir bleiben dann noch eine Nacht in Irkutsk um den Morgenzug nach Ulan Ude zu nehmen. Ich wollte hier die 3. Klasse nehme, weil es nur 8 Stunden sind und kein Schlafabteil nötig ist. Ist das ok, oder sieht man mit dem 2. besser

. Ich gehe ja mal davon aus, dass die Sitzplätze auf der Seeseite sind, oder?
Die 3. Klasse ist auf jeden Fall sehenswert (allerdings nicht für mehrere Tage...) Ich war in der Ukraine in einem 3.Klasse Schlafwagen unterwegs. Das war wirklich ein Erlebnis. Es dauerte nicht lange, und eine Gruppe Bauarbeiter hatte uns zu Hähnchen und Vodka eingeladen, dazu haben mir noch 3 wildfremde Leute ihre komplette Lebensgeschichte erzählt. Und das obwohl ich weder russisch noch ukrainisch spreche und mich nur mit Händen und Füßen verständigen konnte. Echt ein Erlebnis!
Hallo Ande,
Platzkartnyj (= 3. Klasse Schlafwagen) kann ich sehr empfehlen, wenn man Leute kennenlernen will und wenig Berührungsängste hat. Hatte mal die Ehre in so einem lebendigen Abteil von Moskau ins Baltikum zu fahren: waren ca. 50 Personen jeden Alters im Abteil, die Älteren in den unteren, die Jüngeren in den "Obergeschossen". Wir hatten nach einer dreiwöchigen Reise noch ein paar Wodkas im Bord-Restaurant (- wir haben die letzten Rubel verjubelt -), danach hatten wir schon arge Probleme geräuschlos im Dunkeln in unsere Betten in der 1. und 2. Etage zu kommen. Aber wie gesagt, wenn du aussteigst, hast du meist mindestens 2 Leute kennengelernt.
Wenns kein Schlafwagen ist, dann ist dritte Klasse lediglich ein normales Sitzabteil, meist ziemlich einfach gehalten, auch mal mit Holzbänken. Kommt auf die Strecke drauf an. Schau lieber noch mal nach, wohin der Zug fährt. Fernreisezüge haben nämlich - nach meiner Erfahrung - meist keine Sitz-, sondern nur Schlafwagenabteile.
Wünsch dir viel Spaß auf der Reise!
Lg Motik
Re: Transmongolische Eisenbahn 2013
Verfasst: 25 Feb 2013, 01:36
von weltenbummler
Die Reisen nach Russland waren Dienstreisen. Ich war dort mit nem Dolmetscher unterwegs. Deshalb hab ich auch im Baikal Plaza "residiert". Allerdings versuche ich gerade russisch zu lernen. Die Buchstaben kenn ich schon. Und Bier bestellen kann ich mitlerweile auch. Aber die Gramatik ist doch sehr kompliziert....
Hostels oder Privatunterkünfte kann ich dir leider nicht empfehlen.
In der Ukraine war ich privat, also ohne Übersetzer. Dort habe ich ehrenamtlich bei der Caritas geholfen. Die Mädels von der Caritas haben uns die Zugtickets besorgt, und dann sind wir nach Kiev gefahren. Deshalb war die Verständigung im Zug nicht so ganz einfach.
Wie bist Du nach Russland gekommen?
Re: Transmongolische Eisenbahn 2013
Verfasst: 26 Feb 2013, 00:20
von Motik
Hallo,
bei mir waren es leider keine Dienstreisen

. War zu Sowjetzeiten mal in Kiew (nicht lachen: war eine Art Klassenfahrt

), da bin ich irgendwie auf den Geschmack gekommen! Dann ein paar mal Mal während des Studium (in den Semesterferien) in Weißrussland und Russland, und danach alles privat und "gänzlich selbstorganisiert" (Usbekistan mit Zug vom Baltikum über Moskau hin und zurück, Ostukraine mehrfach jeweils mit Bus und Bahn - u.a. auch zur EM im letzten Jahr, Russland selbst: einzelne Großstädte, Goldener Ring, Perm, Baikalsee, Südrussland mit Taganrog am Asovschen Meer - jeweils auch überwiegend mit Bus und Bahn. Am Baikal war ich vor mittlerweile fast drei Jahren, bin mit der Transsib hin, Flug ab Ulan-Ude zurück. Im letzten Jahr war ich fast ausschließlich in der Ukraine - die Visafreiheit "verleiht mehr Flügel", da kann ich spontaner entscheiden, wann und wohin ich fahr.
Bin gerade an der Planung einer Altaj-Reise....
Was hast du bei der Caritas gemacht? Ich meine, in welchen Bereichen hast du ehrenamtlich gearbeitet? Wie sieht es denn mit den Hilfsorganisationen in Kiew aus? Bin vor 2 Jahren in Moskau auf eine Art "Tafel" vor einer Kirche gestoßen, da haben im Oktober so viele Menschen (vor allem Rentner) im Freien angestanden, dass ich völlig geschockt war. Weiß gar nicht, wie die NGOs vor Ort überhaupt zurecht kommen. Hab auch schon mal überlegt, ehrenamtlich in Russland zu arbeiten, aber jetzt geht erst mal das Arbeiten vor...
Lg Motik
Re: Transmongolische Eisenbahn 2013
Verfasst: 09 Mai 2013, 20:32
von ande
Hallo zusammen,
der Countdown läuft, jetzt schon unter zwei Monaten bis zur Abreise

.
Hier nun die Infos über den Stand der Planung.
Der Sprachunterricht macht Fortschritte (jedenfalls bei meiner Frau

).
Die Hotelzimmer sind alle reserviert, nur in der Mongolei hänge ich noch etwas in der Luft.
Die Bahntickets will ein Freund von mir online kaufen auf
http://www.rzd.ru.
Das Visum für die Mongolei ist in Arbeit. Für China ist es wohl auch kein Problem, das werde ich gleich beantrage wenn ich die Pässe von der Botschaft wieder habe. Nur für das russische Visum bin ich mir unschlüssig. Ich habe zwar das Voucher von der Schiffsreise, aber für die Zugfahrt brauche ich ja auch eins von jedem Hotel wenn ich mich nicht irre. Dann brauche ich auch noch ein Visum mit zwei Einreisen, da der Rückflug von Peking über Moskau geht, mit einer weiteren Übernachtung in Moskau. Also alles nicht so ganz Standard.
Ich habe hier jetzt mehrfach gelesen, dass es streßfreier über eine Visumagentur geht. Macht sicherlich Sinn, wenn man alleine unterwegs ist. Von den Kosten her stellt sich bei mir aber die Frage, ob man sich die Mühe machen soll? Ich brauche inzwischen Visa für 6 Personen (zwei aber nur für die Schifffahrt) und bis Frankfurt habe ich es nicht ganz so weit.
Viele Grüße ande