Re: Chruschtschows Geschenk Krim?
Verfasst: 14 Apr 2014, 06:46
Einen Investor wird es zwangsläufig geben müssen: Russland, um die Infrastruktur erst einmal den veränderten politischen Gegebenheiten anzupassen. Die Frage wird sein, wie schnell und wieviel investiert wird und ob dazu der politische Wille und das Budget ausreicht.Zejtnot hat geschrieben:Schöne Propaganda. Kein Investor investiert in einem Landstrich, wo elementare Fragen wie Logistik (Verkehrsanbindung), Strom und Wasser offen sind.
Im militärischen Bereich wird sich sicherlich schnell etwas tun, da sitzt auch das Geld deutlich lockerer.Bevor diese drei relevanten Fragen nicht geklärt sind - was geschätzt fünf Jahre dauern wird - werden spürbare Investitionen ausbleiben.
In der ex-CCCP sehnen sich viele Leute nach den "schönen, sicheren Sowjetzeiten" zurück. Ich fürchte, bald werden sich etliche Krimbürger mit Wehmut an die ukrainischen Zeiten erinnern.
Man hofft zwar jetzt auf den großen Boom aus Russland -- vorher kamen 80 % aus der Ukraine, die nun größtenteils ausbleiben, aber ich halte das für eine Illusion unter Zweckoptimismus.Und wenn die erste Runde russischer Touristen den Qualitätsunterschied zur Türkei erfühlt hat, werden auch die Touristen nächstes Jahr zurückgehen - schon allein, weil die Frage der Anreise vollkommen ungeklärt ist.
Dazu wird es auch Einbrüche bei dem bisher interessanten Kreuzfahrtmarkt geben, der zwar wenig die Infrastruktur belastet, aber mit dem man in wenigen Stunden ordentlich Kasse machen kann. Viele Veranstalter haben die Krim aus der Route gestrichen, einige sogar Odessa und Sotschi.
Was bisher blühte könnte mangels Interesse vertrocknen. Dazu könnte noch ein "Defekt" am Nord-Krim-Kanal die Binnenregionen der Halbinsel wieder zur Staubsteppe verwandeln.Blühende Landschaften auf der Krim sind daher in meinen Augen weit entfernt!