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Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 09 Jun 2014, 19:37
von m1009
Du wirst i.d.R. von Deinem Arbeitgeber registriert . Gar kein Problem.

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 09 Jun 2014, 21:13
von inorcist
Shiek hat geschrieben:Kurz zum Hintergrund: Werde vorerst für drei Jahre ein "Visa for High Qualified Specialists" haben.
Als HQS sollte dich eigentlich dein Arbeitgeber registrieren und du hast dann 90 Tage Zeit dafür. Ehrlich gesagt schaffe ich das nie, so lange am Stück in Russland zu bleiben.
Shiek hat geschrieben:Mal ne ganz dumme Frage: Macht es finanziell Sinn sein ganzen Hab und Gut mit einer Spedition nach Moskau fahren zu lassen? Die einfachste Antwort dazu ist wahrscheinlich: :roll:
Aus eigener Erfahrung macht das wenig Sinn. Zum einen sind die Einfuhrzölle sehr hoch (4€ pro KG), zum anderen sind eben wie gesagt die meisten Wohnungen möbliert.
Shiek hat geschrieben:Wie soll man sich da denn ein schönes Zuhause aufbauen, so wie man sich seine Wohnung vorstellt?
[...]
Irgendwelche tipps, wie man sich absichern könnte? Erstmal auf seinen Instinkt beim Vermieter hören, kann halt auch schief gehen, wenns hart auf hart kommt.

Leb dich erst einmal in Moskau ein. Du wirst schnell merken, dass du hier einen anderen Lebensstil haben wirst, als du ihn von Deutschland her kennst. Ich verbringe in Moskau zum Beispiel deutlich weniger Zeit zuhause als es vorher in Zürich der Fall war. Dementsprechend brauche ich weniger Platz, dafür ist mir jetzt eine gute ÖV-Anbindung wichtig.
Miete doch einfach erstmal was günstiges, wo's dich nicht stört, falls du rausgeschmissen wirst, und such dann über deinen Bekanntenkreis nach einer 'besseren' Wohnung. Wenn ein guter Freund oder Arbeitskollege für dich bürgt, ist das besser als jeder Mietvertrag.

Und weil ohnehin jeder hier weiss, wie leicht man mal vor die Tür gesetzt werden kann, sind auch alle hilfsbereit. Auf fast jeder Expat-Party hörst du Geschichten, wer mal wieder beim wem für eine Weile auf dem Sofa gepennt hat, weil er sich eine neue Wohnung suchen durfte. Aber irgendwie klappt's dann doch immer wieder.

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 01:57
von Shiek
inorcist hat geschrieben:
Shiek hat geschrieben:Kurz zum Hintergrund: Werde vorerst für drei Jahre ein "Visa for High Qualified Specialists" haben.
Als HQS sollte dich eigentlich dein Arbeitgeber registrieren und du hast dann 90 Tage Zeit dafür. Ehrlich gesagt schaffe ich das nie, so lange am Stück in Russland zu bleiben.
Ich werde zwischen durch schon nach Deutschland zurückkehren, um auch meine Familie hier zu treffen. Grundsätzlich wird mein Lebensmittelpunkt jedoch in Moskau sein.
inorcist hat geschrieben:
Shiek hat geschrieben:Mal ne ganz dumme Frage: Macht es finanziell Sinn sein ganzen Hab und Gut mit einer Spedition nach Moskau fahren zu lassen? Die einfachste Antwort dazu ist wahrscheinlich: :roll:
Aus eigener Erfahrung macht das wenig Sinn. Zum einen sind die Einfuhrzölle sehr hoch (4€ pro KG), zum anderen sind eben wie gesagt die meisten Wohnungen möbliert.
Gut, damit hat sich der Fall dann auch so ziemlich erledigt. :D
Irgendwelche Vorschläge, wie man trotzdem wichtige Dinge einfach nach Russland bringen kann? Per Post? Persönlich im Flieger (was teilweise aber wirklich schwierig werden könnte.

inorcist hat geschrieben:Leb dich erst einmal in Moskau ein. Du wirst schnell merken, dass du hier einen anderen Lebensstil haben wirst, als du ihn von Deutschland her kennst. Ich verbringe in Moskau zum Beispiel deutlich weniger Zeit zuhause als es vorher in Zürich der Fall war. Dementsprechend brauche ich weniger Platz, dafür ist mir jetzt eine gute ÖV-Anbindung wichtig.
Miete doch einfach erstmal was günstiges, wo's dich nicht stört, falls du rausgeschmissen wirst, und such dann über deinen Bekanntenkreis nach einer 'besseren' Wohnung. Wenn ein guter Freund oder Arbeitskollege für dich bürgt, ist das besser als jeder Mietvertrag.

Und weil ohnehin jeder hier weiss, wie leicht man mal vor die Tür gesetzt werden kann, sind auch alle hilfsbereit. Auf fast jeder Expat-Party hörst du Geschichten, wer mal wieder beim wem für eine Weile auf dem Sofa gepennt hat, weil er sich eine neue Wohnung suchen durfte. Aber irgendwie klappt's dann doch immer wieder.
Stimm dir da absolut zu. ÖV-Anbindung ist auch für mich sehr wichtign in Moskau. War ja schon ein paar mal dort und Metro ist nunmal das Verkehrsmittel Nr.1. Ich plane erstmal gar nicht damit, mir ein Auto zu besorgen. Das kann ich notfalls von Freunden ausleihen.

Bin trotzdem immer noch leicht geschockt von deinen Wohnungsmarktberichten. Ich werde mit meiner Freundin zusammen ziehen (sie ist Russin) und kann daher nicht einfach mal nach dem Motto leben "etw mieten, wo es micht nicht stört, falls ich rausgeschmissen werde", da es dabei nicht nur mich trifft.

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 06:59
von Norbert
Kamtschatkakarl hat geschrieben:der arme Eigentuemer muesste doch tatsaechlich STEUERN zahlen, das ist sowas wie Lepra oder Pest nach russischem Wohnungseigentuemerverstaendnis ...
Karl, Silvio, wie ich schon oben geschrieben hatte: Wenn man wünscht, dass einen der Vermieter registriert, dann verlangen die Vermieter - wenn sie überhaupt damit einverstanden sind -, dass man als Mieter zusätzlich zur vereinbarten Miete die anfallende Steuer (meist 13 %) übernimmt.

Nicht alle Vermieter wollen dies auf sich nehmen, aber gerade in der höheren Preislage ist man auch nicht abgeneigt dem gegenüber - immerhin legalisiert man so auch seine Einnahmen auf Kosten des Mieters und zugleich ist auch jeglicher Ärger mit der Hausverwaltung u.ä. ausgeschlossen.

Aber in diesem Fall, als Hochqualifizierter, darf zum Glück der Arbeitgeber die Registrierung auch im Büro vornehmen und insofern steht die Frage nicht wirklich.
Shiek hat geschrieben:Irgendwelche Vorschläge, wie man trotzdem wichtige Dinge einfach nach Russland bringen kann? Per Post? Persönlich im Flieger (was teilweise aber wirklich schwierig werden könnte.
Nun per Post geht schon, dauert halt und persönliche Fotoalben würde ich so auch nicht verschicken wollen (Sicherheit). Kostet 50 Euro für 20 Kilogramm (https://www.dhl.de/de/paket/pakete-vers ... ation.html). Früher waren private Paketversender wie Janzen eine Variante, aber seit den Verschärfungen der Zollregeln vor einigen Jahren habe ich niemanden mehr erlebt, der damit wirklich zufrieden war.
Shiek hat geschrieben:Ich werde mit meiner Freundin zusammen ziehen (sie ist Russin) und kann daher nicht einfach mal nach dem Motto leben "etw mieten, wo es micht nicht stört, falls ich rausgeschmissen werde", da es dabei nicht nur mich trifft.
Ich denke Russen sind so etwas aber gewöhnt - niemand erwartet hier von einer Mietwohnung so etwas wie Mieterschutz. Unter anderem deswegen kaufen ja auch alle ...

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 07:29
von bella_b33
Norbert hat geschrieben: wie ich schon oben geschrieben hatte: Wenn man wünscht, dass einen der Vermieter registriert, dann verlangen die Vermieter - wenn sie überhaupt damit einverstanden sind -, dass man als Mieter zusätzlich zur vereinbarten Miete die anfallende Steuer (meist 13 %) übernimmt.

Nicht alle Vermieter wollen dies auf sich nehmen, aber gerade in der höheren Preislage ist man auch nicht abgeneigt dem gegenüber
Hallo Norbert,
Ja, ich hatte diese Aussage noch irgendwo, ohne exakte Details, im Hinterkopf, daher auch meine Anmerkung diesbezüglich.

Gruß
Silvio
Shiek hat geschrieben:Ich werde mit meiner Freundin zusammen ziehen (sie ist Russin) und kann daher nicht einfach mal nach dem Motto leben "etw mieten, wo es micht nicht stört, falls ich rausgeschmissen werde", da es dabei nicht nur mich trifft.
P.S. Positiv denken, nicht immer den worst case vor Augen! Viel Glück bei der Suche!

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 11:48
von Saboteur
Shiek hat geschrieben:Bin trotzdem immer noch leicht geschockt von deinen Wohnungsmarktberichten...
Es ist auch nicht so, dass es alle Leute ständig aus ihren Wohnungen fliegen aber es kommt eben vor. Ein Freund von mir - nun über 20 Jahre in Russland ging es 3 mal so. Aber er konnte immer genug Zeit raushandeln um was anständiges neues zu finden. Es ist nur hilfreich, dass man das weiß und sich entsprechend (nicht) einrichtet.

Remont und größere Investitionen in die Wohnung machen in der Regel keinen Sinn, da es nur dem Vermieter nützt.

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 15:02
von Shiek
Ihr habt auf jeden Fall recht, dass viele Russen deswegen versuchen zu kaufen. Das ist natürlich für meinen Fall jetzt nicht angebracht, deswegen vielen Dank für eure Ratschläge. Das öffnet mir auf jeden Fall die Augen, dass ich mit einer gewissen Felxibilität an die Sache rangehe.

Dennoch werden wir uns in nem babuschka apartment nur schwer wohl fühlen und auch das Nomadenleben weckt jetzt nicht den Abenteuergeist in mir. :D
Aber Renovieren, Streichen und Investitionen werden auf jeden Fall keine gemacht. Aber auch vom 10. in 15. Stock und dann in den 8. mit den eigenen Möbel macht nicht wirklich Spaß. Also doch möblierte Wohnung… Ich glaub, wir gehen eher das Risiko ein.

Kann man bei 50k – 60k schon von hochpreisklasse sprechen? Evtl wird’s da etwas besser.

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 15:13
von Kamtschatkakarl
meintest du Kauf 500.000 - 600.000 EUR? Dafuer bekommst du in St. Petersburg immerhin 80 - 85 qm in guter Lage. :?

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 15:27
von Admix
Shiek hat geschrieben:Kann man bei 50k – 60k schon von hochpreisklasse sprechen? Evtl wird’s da etwas besser.
Ich bin zwar schon eine Weile draußen, aber ich würde wohl eher ab 100.000 von gehobener Preisklasse sprechen. Aber Luxus darfst Du dafür auch nicht wirklich erwarten. Das entspricht dann wohl eher solider Mittelklasse in Deutschland.

Re: Wohnen in Moskau - Kosten

Verfasst: 10 Jun 2014, 15:55
von Dietrich
Also in Moskau dürfte es für 100.000 doch maximal eine 1- oder 2-Zimmer-Plattenbau-Wohnung mit 40-60qm geben, wenn man maximal 15minuten zu Fuß von der Metrostation was finden möchte, oder?

Und ob DAS dann nach deutschen Maßstäben Mittelklasse ist? Also eine 3 oder 4-köpfige Hartz-IV-Familie würde wahrscheinlich sofort vors Sozialgericht gehen, wenn das Amt ihnen das präsentieren würde....