Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA
Verfasst: 19 Aug 2014, 01:22
Die geostrategischen Interessen hinter dem Ukraine-Konflikt:
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42539/3.html
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42539/3.html
Russland-Forum des ehemaligen Portals aktuell.ru
https://www.russland-aktuell.net/
Und das gibt ihnen (den westlichen Ländern) das Recht, andere demokratisch gewählte Regierungen zu stürzen und Millionen von Toten zu hinterlassen?Gunnar hat geschrieben:... Und dabei verhält es sich einfach mal unbestreitbar und von keinem Schlaumeier widerlegbar so, dass es den Bürgern in ihrer breiten Masse, selbst in den schwierigsten Fällen, in den westlichen, demokratisch geführten Ländern ganz erheblich viel besser geht, als allen sonstigen Erdenbewohnern. Manche mögen glaube, das sei dort irgendwie vom Himmel gefallen und habe nichts mit dem vorherrschenden politischen System zu tun, denen ist aber eigentlich nicht zu helfen und sie müssten konsequent die Vorzüge der westlichen Länder ablehnen und nicht für sich Anspruch nehmen. Allen anderen wird aber klar werden, dass es derzeit kein besseres als das westliche Demokratiesystem gibt, mit all seinen eigenen Schwächen.
Du meinst Russland oder die noch viel Radikaleren Lebensmodelle wie das etwa der Saudis oder gar ISIS würden auf die Umwelt mehr Rücksicht nehmen? Würden für weniger Tote sorgen? Das ist nicht Dein Ernst. Wie gesagt, die westlichen Demokratien sind alles andere als ideal oder idealistisch, sie verfolgen Interessen, aber eben auf einer unvergleichlich breiteren, gerechteren und nachhaltigen Basis als es all die Radikalen Staaten tun.lausi hat geschrieben: Und das gibt ihnen (den westlichen Ländern) das Recht, andere demokratisch gewählte Regierungen zu stürzen und Millionen von Toten zu hinterlassen?
Für einen Lebensstil, der die Erde ökologisch zugrunde richtet? Nach dem Motto: Hauptsache mir geht es noch gut, nach mir die Sintflut?
Natürlich wird in RU auf die Umwelt zuwenig Rücksicht genommen. Sicherlich auch bei den Saudis.Gunnar hat geschrieben: Du meinst Russland oder die noch viel Radikaleren Lebensmodelle wie das etwa der Saudis oder gar ISIS würden auf die Umwelt mehr Rücksicht nehmen? Würden für weniger Tote sorgen? Das ist nicht Dein Ernst. Wie gesagt, die westlichen Demokratien sind alles andere als ideal oder idealistisch, sie verfolgen Interessen, aber eben auf einer unvergleichlich breiteren, gerechteren und nachhaltigen Basis als es all die Radikalen Staaten tun.
Das ist ein Problem, stimmt, kann aber nicht als Begründung dienen, um Russland und Co. mit ihrer Politik in Schutz zu nehmen.lausi hat geschrieben: Natürlich wird in RU auf die Umwelt zuwenig Rücksicht genommen. Sicherlich auch bei den Saudis.
Mir ging es aber um den "ökologischen Fußabdruck" bzw. das ökologische Defizit (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kol ... eserve.png), die beim Ausdehnen des westlichen Lebensstils die Erde unbewohnbar machen werden.
Das wird mE immer zu sehr hochgespielt, die können sich davon doch auch nicht wirklich was abschneiden. Schlimm wäre allenfalls, wenn die zusammen auf die Idee kämen, ihr geparktes Geld plötzlich in reale Werte umwandeln zu wollen. Maßgeblich ist doch, wie es der breiten Masse geht und nicht, was ein paar Superreiche auf ihren Kontoauszügen stehen haben. Auch das Hochspielen der DAX-Vorstandsgehälter in der Presse finde ich regelmäßig wenig zielführend, weil diese Gehälter zwar total unangemessen sind, aber keinerlei Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation im Lande haben.
Und zu der "breiteren, gerechteren Basis" hab ich ja schon mal was geschrieben. Den 85 reichsten Menschen gehören 50 % des gesamten Vermögens der Erde.
Ich sehe auch kein besseres System, aber vor allem galt das für die Soziale Marktwirtschaft, die Politik- und Pressvielfalt und die Demokratie der Vergangenheit, der Bonner Republik,Gunnar hat geschrieben:Manche mögen glaube, das sei dort irgendwie vom Himmel gefallen und habe nichts mit dem vorherrschenden politischen System zu tun, denen ist aber eigentlich nicht zu helfen und sie müssten konsequent die Vorzüge der westlichen Länder ablehnen und nicht für sich Anspruch nehmen. Allen anderen wird aber klar werden, dass es derzeit kein besseres als das westliche Demokratiesystem gibt, mit all seinen eigenen Schwächen.
Westliche Stabilisierungspolitik .. sry .. da kann ich nur noch schallend lachen.Gunnar hat geschrieben: Man muss ja nur mal in die Länder gucken, die autokratisch wie Russland geführt werden oder schlimmer. Die die dort am Drücker sind leisten sich und ihren Angehörigen stets genau diesen westlichen Lebensstil, den sie öffentlich verteufeln, um die breite Masse aus Eigennutz eben hiervon fernzuzalten. Es ist nichts verlogener als das und deswegen gibt es durchaus moralisch unterschiedlich zu gewichtende Politiksysteme und eine größere Rechtfertigung dafür, die Ukraine dem Westen anzunäheren als sie zu russifizieren. Der Versuch der Russifizierung wird seit Anfang des Jahres mit gezielter Destabilisationspolitik unternommen, der Versuch der Verwestlichung mit Stabilisationspolitik. Schon diese beiden unterschiedlichen Gangarten sprechen jeweils für sich ...
"westlich" .... bestimmt ...Gunnar hat geschrieben:Du meinst Russland oder [...] ?lausi hat geschrieben: Und das gibt ihnen (den westlichen Ländern) das Recht, andere demokratisch gewählte Regierungen zu stürzen und Millionen von Toten zu hinterlassen?
"Der größte Unterhändler der Gewalt auf dieser Welt ist meine eigene Regierung."
Martin Luther King in seiner Ansprache am 5. April 1967
Ach Gunnar, du bist schon ne Granate ...Die Liste läßt sich sowohl für das 20. Jahrhundert fortsetzen, als auch im 21. Jahrhundert - eine wiederkehrende Gemeinsamkeit liegt darin, daß dem Sturz der alten Regierung die Installation eines Pro-US-Diktators folgte und natürliche Ressourcen, die den Völkern der jeweiligen Länder gehörten, den US-Profitinteressen unterstellt und die jeweiligen Bevölkerungen brutal unterworfen wurden. Oft wurden auch neue Waffensysteme einem "Praxistest" unterzogen.
Seit dem Beschluß des "National Security Acts" 1947 und der damit einhergehenden Gründung der CIA sind durch unzählige verdeckte Militäroperationen der USA in der dritten Welt sechs Millionen Menschen umgekommen. Diese Zahl stammt von einem ehemaligen CIA-Mitarbeiter, ist allerdings leicht überprüfbar, wenn man sich die Mühe macht, die Toten der verschiedenen bekannten US-Interventionen zusammenzuzählen. Glauben Sie nicht mir, sondern überprüfen Sie diese Zahl selbst!
Es ist nicht unangebracht, von einem Krieg gegen die sozialen Bewegungen der zweiten und dritten Welt zu sprechen. Diese Operationen erfolgten und erfolgen außerhalb demokratischer Kontrolle durch das US-amerikanische Volk und haben ein gefährliches Eigenleben entwickelt, was zurecht immer wieder von mutigen Senatoren und Untersuchungskommissionen des Kongress' angeprangert wurde.
Ganz genau, im von Nicolaus treffend formulierten Sinne: "US-gesteuerte Hampelmaenner", ist Sie Teil des Problems, wenn auch zum Glück der gemäßigte Teil ...Jenenser hat geschrieben:Ist es aber nicht so, dass der Besuch eher eine Schützenhilfe für eine dieser „Parteien“ ist? Man könnte noch weiter gehen: sie ist selbst Mitglied einer „Konfliktpartei“.