Zum einen liest sich das bei Wikipedia doch etwas anders, zum anderen, was hat das damit zu tun, dass Yukos unter ihm zum modernsten und fortschrittlichsten Ölkonzern wurde, der dazu noch transparent aufgebaut war und solche "Feinheiten" wie Korruption nahezu komplett verbannt hat?Berlino10 hat geschrieben:Es ist u.a. bewiesen, dass er als Minister die Privatisierung regelte, als Hausbank den Verkauf organisierte und sich als Schatten-Käufer um Milliarden bereicherte, auf Kosten des Volkes, das er u.a. dadurch bestohlen hat, hungern ließ und für das er jetzt der Heilsbringer sein will.daveg hat geschrieben:
Aber auch nur, wenn bewiesen ist, das dies auch tatsächlich so ist!
Etwas Dreckigeres und Verlogeneres gibt es kaum. Jeder, der ihn unterstützt, outet sich als Feind des Russischen Volkes.
Chodorkowski zahlte 309 Mio Dollar für Jukos."Als große Unternehmen zwecks Privatisierung zur Auktion gingen, durften Banken die Gebote annehmen und konnten - in Kenntnis der Offerten - selbst mitbieten. Sie wählten die zugelassenen Bieter aus und bevorzugten dabei eigene Tochterfirmen. Nach dem Urteil des deutschen Russland-Experten Wolfgang Kartte war der Jukos-Konzern auf dem Weltmarkt mit seinen ölreserven gut 40 Milliarden Dollar wert."
"Wo sonst auf der Welt", so Jukos-Chef Michail Chodorkowski, "kann man so viel Geld verdienen wie in Russland?"
08.05.2000 Raubtierkapitalismus auf Russisch
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16358511.html
Professor Dr. h.c. Wolfgang Kartte, 1976 bis 1992 Präsident des Bundeskartellamtes, 1992-1997 Wirtschaftsberater der Russischen Föderation im Auftrag der Bundesregierung und der Europäischen Union (TACIS):
Daneben bildete sich eine Schicht so genannter "neuer Russen" heraus, gerissener Geschäftsleute, .. Neue Werte schufen diese Leute kaum. So verbrachte jeder seine Dollars ins westliche Ausland. In Russland machte man Geld - und macht es noch heute - mit der Ausplünderung der Rohstoffbasis des Landes. Meine Meinung war stets: Erst wenn nichts mehr zu holen ist, werden die Ganoven nach dem Rechtsstaat rufen, um ihre Beute zu sichern.
Und darum geht es doch wohl.
Nicht zu vergessen, dass der Staat grundsätzlich (egal ob in Ru oder D) ein schlechter Wirtschafter und ein noch schlechterer Manager ist. D.h. am Privateigentum von Öl und Gas an sich, ist erst einmal nichts falsch. Negativbeispiel Venezuela!
