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Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 12:34
von Gunnar
Und wer geht Deiner Meinung nach den richtige Weg bzw. wenn dies derzeit keiner tut, wer kommt dafür in Frage und wie sollte er ihn konkret beschreiten?
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 12:44
von kamensky
@Berlino10
"IS gibt es, weil die USA Irak angriffen, weil sie den Säkularismus im Iran zerstörten, in einem Umsturz eine demokratische Regierung gegen die Schah-Diktatur opferten, und so die Islamisten gebaren? "
Und an Ebola, Marburg-Virus, Vogelseuche, Aids, Keuchhusten, Tripper, Pest usw. sind vermutlich auch noch und NUR die von dir so BÖSEN Amis, natürlich (inkl. all die ca. 315 Mio Einwohner) schuld. Borniertheit, Paranoia und Weitsicht sich dreierlei paar Schuhe.
Aber vermutlich nutzt du um deinen vollumfänglichen AMI-Hass zu verbreiten Windows, Microsoft oder ein Mac-System.
Und Nebenbei lies dir einmal nachstehenden Text durch. Eigentlich solltest du als Berliner, oder in Berlin wohnhafter darüber Bescheid wissen, was es mit der "Hungerskralle und dem Rosinenbomber" auf sich hatte.
http://www.deutschegeschichten.de/popup ... KatID=1004
Und über tausende von Jahre zurück gab es immer Kriege, auch viele in welchen der AMI nicht einmal erwähnt wird.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 13:12
von Berlino10
kamensky hat geschrieben:@Berlino10
"IS gibt es, weil die USA Irak angriffen, weil sie den Säkularismus im Iran zerstörten, in einem Umsturz eine demokratische Regierung gegen die Schah-Diktatur opferten, und so die Islamisten gebaren? "
Und an Ebola, Marburg-Virus, Vogelseuche, Aids, Keuchhusten, Tripper, Pest usw. sind vermutlich auch noch und NUR die von dir so BÖSEN Amis, natürlich (inkl. all die ca. 315 Mio Einwohner) schuld.
Ich mache nicht die 300 Millionen Menschen verantwortlich. Sie sind nicht besser oder schlechter als wir, die Europäer, Russen ...
Es sind die Mächtigen, das Finanzkapital, die Geheimdienste, ... die dort die Macht auch über die Politik haben, die ungebremst Kriege im Eigennutz betreiben.
IS, das Chaos im Nahen Osten verantworten natürlich die USA - das kann man nicht ernsthaft leugnen - für den Iran haben sich die USA off. entschuldigen müssen ... Irak, ... Libyen ...
[youtube]pnZ8Fn8hCbc[/youtube]
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 13:22
von Berlino10
Gunnar hat geschrieben:Und wer geht Deiner Meinung nach den richtige Weg bzw. wenn dies derzeit keiner tut, wer kommt dafür in Frage und wie sollte er ihn konkret beschreiten?
Die jeweiligen Länder in freier Selbstbestimmung und Völkerrecht. Nur wenn das Land seine Diktatoren selbst stürzen kann, gibt es Stabilität mit Substanz.
Naher Osten: die USA und GB stürzen nicht die säkulare, demokratisch gewählte Regierung im Iran, es kommt nicht zur Schah-Diktatur, nicht zur islamistischen Diktatur, ...
Nur wenn die jeweiligen Länder andere bedrohen, angreifen, kommt die UNO ins Spiel, die deshalb wieder funktionieren,
weil die USA auf völkerrechtswidrige, eigennützige Kriege verzichten wie im Irak, Libyen, Afghanistan, im Kosovo, ...
weil die USA darauf verzichten, völkerrechtswidrig Umstürze aus Eigennutz zu betreiben ...
DIE USA haben seit dem 2. WK die Welt destabilisiert, seit 9/11 nahezu ungebremst ...
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 13:35
von kamensky
Berlino10 hat geschrieben:Gunnar hat geschrieben:Und wer geht Deiner Meinung nach den richtige Weg bzw. wenn dies derzeit keiner tut, wer kommt dafür in Frage und wie sollte er ihn konkret beschreiten?
Die jeweiligen Länder in freier Selbstbestimmung und Völkerrecht. Nur wenn das Land seine Diktatoren selbst stürzen kann, gibt es Stabilität mit Substanz.
Naher Osten: die USA und GB stürzen nicht die säkulare, demokratisch gewählte Regierung im Iran, es kommt nicht zur Schah-Diktatur, nicht zur islamistischen Diktatur, ...
Nur wenn die jeweiligen Länder andere bedrohen, angreifen, kommt die UNO ins Spiel, die deshalb wieder funktionieren,
weil die USA auf völkerrechtswidrige, eigennützige Kriege verzichten wie im Irak, Libyen, Afghanistan, im Kosovo, ...
weil die USA darauf verzichten, völkerrechtswidrig Umstürze aus Eigennutz zu betreiben ...
DIE USA haben seit dem 2. WK die Welt destabilisiert, seit 9/11 nahezu ungebremst ...
So und nun, da du dich ausgekotzt hast, schreibe einmal nieder wie viel Elend durch die USA schon verhindert, oder gemildert, oder vermindert wurden? Hier nur einmal ein paar Stichworte: Internationale Katastropheneinsätze, Durchbruch im Medizinalbereich, Lebenserhaltende Errungenschaften in der Pharmacy (welche das Leben wieder lebenswert machen) usw. usf. Da steckt doch aber auch ein grosser Teil von Finanz und Politik dahinter? Natürlich ist dies kein Freipass um Kriege zu schüren.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 13:50
von Berlino10
Mir geht es doch nicht darum, die USA zu verbannen. "Nur" ihre aggressive Interventionspolitik besonders auch nach 9/11.
Wenn wir ehrlich wären, hätte es da tausendmal mehr und härtere Sanktionen geben müssen als jetzt gegen RU.
Auch bin ich natürlich nicht gegen Finanzkapital an sich, nur sollte es sich einer menschenfreundlichen Politik unterordnen müssen,
und nicht die Ober-Macht haben wie in den USA, oder auch zunehmend bei uns Wirtschaft, Politik, Medien dominieren:
die USA sind keine funktionierende Demokratie mehr (Carter), national verarmen die Menschen zugunsten der Top 1%, (auch in der EU)
international werden zunehmend mehr Kriege geführt ... das ist Folge dieser Entwicklung.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 17:46
von Gunnar
Die USA als solche sind daran nicht schuld, das ist entweder ein Denkfehler oder eine glatte Bösartigkeit.
Grund der Entwicklung vieler aktueller Miseren ist mE schlichtweg die foranschreitende Globalisierung. Diese ist aber keine CIA Erfindung. Globalisierung ist die logische Folge eines Wirtschaftsprinzps das vom Grundsatz her nicht auf personalisierter Vetternwirtschaft sondern auf dem abstrahierten Vertragsprinzip basiert. Dieses Prinzip ermöglich weltumspannende Geschäfte zwischen Leuten, die sich überhaupt nicht kennen. Eine an sich bahnbrechende Errungenschaft der Menschheit, denn vom Grundprinzip her kann jeder Waren und Leistungen anbieten und in Anspruch nehmen, deren Wert sich selbst nach Angebot und Nachfrage reguliert. Das System ist allerdings in der Wirklichkeit derart komplex, dass die Wettervorhersage dagegen geradezu Kindergartenniveau hat.
Durch die Globalisierung der Märkte und die weltweite Vernetzung hat inzwischen alles auf alles eine Auswirkung. Auch das ist aber alles keine CIA Erfindung der phöösen Amis um andere Menschen damit zu quälen sondern das ist ein in sich logisches aber von niemandem wirklich zu durchschauendes Prinzip das dem Naturell der menschlichen Verhaltensweise besonders entgegenkommt und sich daher durchsetzt. Selbst die IS Krieger verwenden auf ihrer mittelalterlichen Ebene irgendwie Prinzipien der Marktwirtschaft.
Bei der Globalisierung und ihren Abhängigkeiten machen ja alle mit, weil alle gerne Geld verdienen. Das hat die bizarre Folge, dass beispielsweise Russland ohne westeuropäische Werkbänke keine Atomraketen bauen und auf den Westen richten kann, dass der Westen Kriegswaffen an Russland liefert, die dann auf ihn selbst gerichtet werden usw usw.
Die Globalisierung findet dabei nicht nur wirtschaftlich sondern in allen Bereichen statt. Was sich früher Lichtjahre weit weg angefühlt hat (Gardasee, Eifelturm, roter Platz) ist heute einen kleinen Wochenentrip weit entfernt; Kostenpunkt: Ein paar Euro. Dank Rund-um-die-Uhr-Vernetzung erfahren die Weltbürger jeden Wimpernschlag der Diktatoren dieser Welt in Echtzeit. Gefühlt und tatsächlich wird damit jedes Problem auch zum eigenen Problem oder zumindest zur potentiellen Gefahr für jeden von uns, denn vielleicht fliegen wir als nächstes über die Ukraine Richtung Malaysia oder wandern in den Marokkanischen Bergen etc.
Für all das können die Amis aber nicht. Ich wiederhole mich: Wer die Schuld bei denen sucht, deren Errungenschaften er gerne in Anspruch nimmt, denkt wie ein Teenager und nicht wie ein Erwachsener.
Wenn man etwas über die Amis formulieren will dann allenfalls, dass sie vielleicht geschickter als andere die Bedürfnisse von Menschen erkennen oder solche sogar erst wecken um dafür dann wirksame Abhilfe gegen Bezahlung anzubieten (Kommunikation, Medizin, Zerstreuung, Musik, Fortbewegung, Produktionsmittel usw.).
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 18:42
von Berlino10
Es ist viel wahr und richtig von Dir angemerkt.
Es gibt übergeordnete Entwicklungen, die die Krisen verschärft oder erst hervorgerufen haben.
Nur negierst Du tätliche Eingriffe der USA und das Hervorbringen von Krisenherden:
Beispiel
IRAN:
Die USA stürzen zusammen mit GB aus ÖL-Eigennutz die volksnahe, demokratische und säkulare Regierung Mossadegh -
Operation_Ajax - und errichten die Diktatur des
Schahs, gegen die sich die
Islamische Revolution Ajatollah Chomeini's erhob und den Iran und den Nahen Osten bis heute islamistisch bestimmt.
Beispiel
IRAK:
Hussein wird dämonisiert und durch Lügen zum Feind der Welt erklärt, ebenso Muammar al-Gaddafi, Baschar al-Assad.
Die USA führen völkerrechtswidrige, verlogene und gefährliche Kriege ohne Ideen, Lösungen, was nach den Kriegen, nach dem Sturz der sicher schlimmen Diktatoren passieren soll.
Das Chaos, die Kriege im Nahen Osten sind direkte Folge der US-Interventionen. Dass der IS ein Produkt der US ist, bestreitet niemand mit Verstand.
Al-Quaida und andere Islamisten wurden jahrzehntelang von den USA finanziert, unterstützt und mit Waffen versorgt.
Die USA haben den Anspruch auf Vormacht in der Welt. Sie verletzen ständig das Völkerrecht.
Demokratie und Freiheit sind dabei verlogene Banner schäbiger eigener Interessen.
Auch die Regime-Changes durch US-Interventionen in Osteuropa geschehen aus reinem Eigennutz, wirtschaftlich wie geopolitisch.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 19:06
von Gunnar
ja, gerade was die Politk der amerikanischen Falken anbelangt, ist viels fragwürdig, was dort initiiert wird.
Aber Du stellst es zu einseitig als Bösartigkeit dar und das ist es nicht. Das Prinzip der Marktwirtschaft, das sich so sehr durchsetzt, weil es den Interessen so vieler Menschen dienen kann, funktioniert nur, wenn die Vertragstreue von Vertragspartner auch weltweit sanktioniert ist. In der Vetternwirtschaft wird die Einhaltung konformen Verhaltens so erreicht, indem jemandem der nicht spurt der Kopf abgehackt wird, am besten zur Abschreckung gleich auch noch der ganzen Familie oder indem er von den Fresstöpfen der Elite vertrieben und nach Sibiren geschickt wird (natürlich nur im übertragenen Sinn

).
Für die freie Marktwirtschaft sind solche Methoden das reinste Gift, denn sie basieren dem Grund und der Intensität nach auf Willkür und häufig auf sachfremder Motivation.
Der frei Markt funktioniert nur wenn die Verletzung von Verträge rechtsstaatlich nach vorhersehbaren objektivierten Grundsätzen sanktioniert ist. Das wissen die Amis und das wollen sie weltweit zur Erschliessung neuer Absatzmärkten durchsetzen. Es ist freilich beschämend mit welcher Naivität sie dabei glauben, Rechtsstaat könnte man einfach so in den Irak exportieren um dort anschliessend sicheren Warenverkehr betreiben zu können. Die islamischen Kulturen sind auf diese Art der Staatsordnung nicht eingestellt. Richtig ist dort nicht, was der Rechtssicherheit dient sondern richtig ist was irgendeine fragwürdig oder gar nicht von einer Mehrheit legitimierte Person für richtig hält, am besten noch im Namen Allahs. Da die Wege des Herrn aber unergründlich sind kann sich ein mittelständisches amerikanisches Unternehmen nicht auf Geschäfte in einem solchen Staat einlassen wo heute dies und morgen das gelten kann.
Jetzt kann man sagen, die Amis sollen es daher einfach sein lassen. Man kann aber auch sagen, dass Rechtssicherheit, Rechtsfrieden vermutlich von jedem normalen Erdenbürger gewünscht wird, je schwächer er ist um so mehr und das könnte durchaus auch einen missionarischen Ansatz rechtfertigen. Ich würde so einen missionarischen Ansatz ja gerne auch Putin zugestehen, das hat ja nix mit den Amis sondern etwas mit dem sinnvollen Prinzip an sich zu tun, leider vermag ich nicht zu erkennen, worin der Kern einer Putinschen Mission liegen könnte außer in der Bereicherung seiner Günstlinge.
Re: Ein wenig "neurussische Kultur"
Verfasst: 08 Okt 2014, 19:46
von Berlino10
Ich bin überzeugter Marktwirtschaftler ... sehe aber auch die Notwendigkeiten staatlichen Handelns zur Regulierung klassischer und böswilliger Marktversagen.
Die staatliche Subventionierung des Finanzkapitals, dessen Dominanz der Politik, Medien ist der grösste Feind unserer Marktwirtschaft, der Realwirtschaft, letztendlich auch der Demokratie.
Es werden Kontrolle, Ausgleich der Kräfte u.v.m. verhindert ... wir bekommen Plutokratie.
Die USA haben kein Recht, sich in die Angelegenheiten fremder Länder einzumischen, sie tun es aber ständig und fast überall.
Sicher wird die Politik dabei auch getrieben von der Wirtschaft, aber doch nicht von der Marktwirtschaft ...
wenn irgendwelche Finanzinstitutionen Milliarden in der Ukraine investieren, und sich mit dem Sohn des US-Vize absichern, dann ist das schlicht krimineller Einfluss .. aber nicht freier Markt,
die Nuland Milliarden hat auch nicht die Marktwirtschaft bezahlt, sondern die Falken ...
Und wenn sich die BRICS Staaten oder Südamerikaner weigern, und damit die UNO handlungsunfähig wird,
dann ist das die Folge des eigennützigen Handelns der NATO, insbesondere der USA ... dass diese Länder nicht mehr mitmachen,
wie wir früher auch uns geweigert haben, bei den üblen Machenschaften der USA dabei zu sein, bevor unsere Politik und Medien gänzlich gekauft waren.