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Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 10 Dez 2014, 20:02
von Berlino10
Gunnar hat geschrieben:Wer die Ukraine als Einflussgebiet und Spielball zwischen den USA und Russland sieht,....
Wie sollte man es sonst sehen? Oder warum wurde bspw. Jazenjuk seit Jahren von NATO, NED, ... finanziert?
Für soooo ungeheuerlich halte ich das nicht ... es ist nur konsequent, wenn man sich ohnehin fremd bestimmen lässt ...
in RUS der 90er hatten wir das ja auch ganz offen ... EUSA, IWF bestimmen die Politik, Zehntausende Harvard-Boys, die die Gesetze schrieben ...
man sollte sich nur nichts vormachen ... dass es anders sei ...
Diesmal werden endgültigere Fakten geschaffen, als bei der letzten Farbrevolution, als die pro-westliche Regierung alles abwirtschaftete und abgewählt wurde...
und ich sehe keinen Anlass zur Hoffnung, dass das Finanzkapital diesmal davon abrückt,
die Rohstoffe zu plündern und die Kredite nur zum Import von Westwaren zu geben ...
wie es in RUS nun einmal tatsächlich passiert ist - und niemand leugnen kann.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 08:20
von Zejtnot
Am Ende kann man sowieso nur eines hoffen: Dass sich die wirtschaftliche Situation der Ukrainer verbessert. Und das wird dann in vier Jahren die Wahlen entscheiden. Auch wenn es aktuell anders scheint - dies ist die letzte Chance für die Europa-Freunde. Wenn sie es nochmals vergeigen wie vor einigen Jahren, hilft auch das ganze Russland-Bashing nichts mehr, was jetzt als Prophylaxe betrieben wird.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 10:39
von daveg
Zejtnot hat geschrieben:Am Ende kann man sowieso nur eines hoffen: Dass sich die wirtschaftliche Situation der Ukrainer verbessert. Und das wird dann in vier Jahren die Wahlen entscheiden. Auch wenn es aktuell anders scheint - dies ist die letzte Chance für die Europa-Freunde. Wenn sie es nochmals vergeigen wie vor einigen Jahren, hilft auch das ganze Russland-Bashing nichts mehr, was jetzt als Prophylaxe betrieben wird.
Obwohl leider 4 Jahre etwas knapp sind, um irgendwelche signifikanten Ergebnisse zu erzielen. Herr Putin probiert sich ja auch schon 14 Jahre an der Diversifizierung der Wirtschaft und dem Eindämmen der Korruption, beides mit bescheidenen Erfolg.
Aber egal, das ist dann Demokratie! Und wenn Herr Janukowitch die gestohlenen Milliarden zurückgeben würde, hätte man zumindest eine gewisse Ausgangsbasis. Ach ja, und die Sticheleien aus dem Osten sollten natürlich auch aufhören, da sicher kontraproduktiv. Aber genau das wird man ja wollen.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 11:08
von Wladimir30
daveg hat geschrieben:Obwohl leider 4 Jahre etwas knapp sind, um irgendwelche signifikanten Ergebnisse zu erzielen.
Tja, das Grundproblem der Demokratie.
daveg hat geschrieben:Aber egal, das ist dann Demokratie!
Kurz, knapp und - fast - richtig gesagt. Weil es ist eben nicht egal, sondern DER Knackpunkt schlechthin.
daveg hat geschrieben:Und wenn Herr Janukowitch die gestohlenen Milliarden zurückgeben würde, hätte man zumindest eine gewisse Ausgangsbasis.
Auch hier: kurz, knapp, aber diesmal wohl voll richtig. Aber leider genauso irreal wie richtig.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 11:51
von Berlino10
daveg hat geschrieben:Obwohl leider 4 Jahre etwas knapp sind, um irgendwelche signifikanten Ergebnisse zu erzielen. ...
Und wenn Herr Janukowitch die gestohlenen Milliarden zurückgeben würde, hätte man zumindest eine gewisse Ausgangsbasis.
Schon vorweg wieder die Entschuldigen und Schuldzuweisungen, wenn es mit der UKR nicht klappt ... Milliarden bei Janukowitsch wirst du vergeblich suchen ...
da gibt es andere Oligarchen, die wesentlich mehr abgeräumt haben und immer noch abräumen unter Duldung und mit Unterstützung des Westens ..
Mißfelder hatte es gefordert ... erst einmal von den Oligarchen die geraubten Milliarden zurückholen, bevor Gelder der EU fließen ...
auch dafür wurde er abgestraft ... das Finanzkapital hält bei seinen Raubzügen eben zusammen
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 15:26
von daveg
Berlino10 hat geschrieben:daveg hat geschrieben:Obwohl leider 4 Jahre etwas knapp sind, um irgendwelche signifikanten Ergebnisse zu erzielen. ...
Und wenn Herr Janukowitch die gestohlenen Milliarden zurückgeben würde, hätte man zumindest eine gewisse Ausgangsbasis.
Schon vorweg wieder die Entschuldigen und Schuldzuweisungen, wenn es mit der UKR nicht klappt ... Milliarden bei Janukowitsch wirst du vergeblich suchen ...
da gibt es andere Oligarchen, die wesentlich mehr abgeräumt haben und immer noch abräumen unter Duldung und mit Unterstützung des Westens ..
Mißfelder hatte es gefordert ... erst einmal von den Oligarchen die geraubten Milliarden zurückholen, bevor Gelder der EU fließen ...
auch dafür wurde er abgestraft ... das Finanzkapital hält bei seinen Raubzügen eben zusammen
Welche Entschuldigung? Das man in 4 Jahren nicht sonderlich viel bewerkstelligen kann ist einfach Fakt, völlig egal ob in der Ukraine oder sonstwo.
Und das es einem ausgeplünderten Land erst recht schwer fällt, ist wohl auch nicht von der Hand zu weisen. Und Herr Janukowitch war nun einmal Präsident, als maximal geplündert wurde.
Das die Staatskassen leer sind, kann man der aktuellen Regierung kaum vorwerfen, leer waren sie ja schon zu Jahresanfang.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 15:31
von Dietrich
Die Polen, Tschechen und die Balten sind ja bisher auch dabei geblieben, obwohl nicht ab Minute 1 Milch und Honig flossen.
Wichtig ist, dass eben im Bereich Korruption und Gesetze/Gerichte schnell Erfolge erzielt werden. Dafür reichen 4 Jahre aus, man muss aber natürlich auch bereit sein, da wirklich Einschnitte zu machen. Die Wirtschaft braucht länger, aber wenn die Menschen mit den anderen Bereichen zufrieden sind, dann geben Sie nach den 4 Jahren vielleicht erneut ein Mandat.
Und wenn nicht, dann muss die dann gewählte nicht westliche Regierung es in den darauf folgenden 4 Jahren erst mal besser machen.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 16:31
von Berlino10
... natürlich dürfen die Einschnitte

nicht fehlen .. aber nur fürs Volk natürlich ...
die alten und neuen Oligarchen dürfen sich weiter bereichern ...
was neoliberale Gehirnwäsche so für ein geistigen Dünnfluss produziert ...
dieses mal sind nach 4 Jahren die Strukturen fixiert, die Abhängigkeiten geschaffen, die "Integration" vollzogen ... die Zwangsjacke festgezurrt ...
als ob etwa GR etwas an ihrer Politik ändern könnte ... da könnte Syriza noch so hoch gewinnen ...
ausserdem kann man ja immer noch wie in Moldawien die Wahlen schön fälschen ...
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 17:13
von Dietrich
Berlino10 hat geschrieben:... natürlich dürfen die Einschnitte

nicht fehlen .. aber nur fürs Volk natürlich ...
die alten und neuen Oligarchen dürfen sich weiter bereichern ...
Mit "Einschnitte" meinte ich in diesem Fall wohl eher "entscheidende Änderungen". Es ging ja auch um Korruption und Gesetzgebung/Gerichtswesen. Da braucht es keine großen finanziellen oder sonstigen Einschnitte für das "normale Volk". Es sei denn, man sieht es als solchen an, wenn man sich bei den Verkehrspolizisten oder vor gericht nicht mehr freikaufen kann.....
Berlino10 hat geschrieben:was neoliberale Gehirnwäsche so für ein geistigen Dünnfluss produziert ...
Vielleicht versuchst du einfach mal, das vorurteilsfrei zu lesen, was ich schreibe und sonderst nicht gleich selbst denselben ab, bevor du es richtig verstanden hast.
Könntest du deine Agressivität bitte mal unter Kontrolle bringen. Die ist wirklich kontraproduktiv.
Berlino10 hat geschrieben:... die Zwangsjacke festgezurrt ...
Sicherlich. Versuch einfach flach durch die Nase zu atmen.
Re: Was Svoboda und Co wohl darüber denken..
Verfasst: 11 Dez 2014, 17:26
von Berlino10
Ja, was glaubst du denn? Dass Regierungen oder gar Völker kleiner Länder selbst bestimmen können und dürfen?