GIN hat geschrieben:Die meisten Russlanddeutschen die ich auch in Deutschland treffe würde ich aus dem Land schmeissen. Sprechen noch nicht einmal Deutsch in Deutschland
Die wurden hier ja mit vielen Versprechungen angelockt, meiner Meinung nach, nur um eine Überlegenheit des deutschen Systems (politisch) zu demonstrieren. Am Anfang ging man da auch recht wahllos ran, da zählten die Statistiken.
Böse Zungen behaupten, dass es ausreichte, mal einen deutschen Schäferhund gesehen zu haben, um als Russlanddeutscher zu gelten. Wenn dann einer sich hier eingenistet hat, hat er den ganzen Clan hinterhergezogen.
Damals war es auch noch attraktiver, denn Sozialunterstützung brachte mehr ein, als harte Arbeit in Russland bzw. Kasachstan.
Dumm nur, dass man denen in Windeseile einen deutschen Pass (Staatsbürgerschaft) verpasst hat. Damit konnte man sie nicht mehr los werden, denn eine Ausbürgerung ist gesetzlich nicht vorgesehen.
Inzwischen sind die Hürden viel höher geworden. Sogar Deutsch muss man können, bevor die Reise losgeht. Entsprechend drastisch sind auch die Zuwandererzahlen gesunken.
Eine typische Erscheinung: Eine Freundin Oxana ist Russin, kam aus Kasachstan und ist immer noch verheiratet mit einem "Russlanddeutschen". Sie spricht inzwischen gut Deutsch, ihr "Deutscher" Mann nur mit viel Mühe, gerade mal ausreichend, um Bier und Zigaretten selbst zu kaufen oder mit den Kindern herumzumeckern. Seine auch nachgezogenen Eltern können kein Wort Deutsch und das nach inzwischen 14 Jahren in Deutschland. Wenn man sie aber als "Russen" bezeichnet, sind sie tödlich beleidigt und erklären lautstark (in Russisch!) dass sie Deutsche sind.
Meine Freundin musste Deutsch erst hier lernen und machte das mit viel Fleiß, denn sie war ja "nur" Russin. Inzwischen ist sie stolze Deutsche und erheblich deutscher, als die "Deutsche" Sippschaft. Die beiden Kinder -- hier geboren -- können sich mit dem Vater, Oma und Opa nur mühsam unterhalten, da sie nur minimal Russisch gelernt haben.
Ich habe nun weißgott nichts gegen die echten Russlanddeutschen, die hier ihre ererbte Kultur und Sprache pflegen, denn sie sind ein Teil der Geschichte und ein Kulturgut. Es wäre schade, wenn das durch unsere moderne Kultur plattgewalzt wird. Da muss man einfach das Erbe bewahren, auch wenn sie dadurch vielleicht ein lebendes Museum sind. Leider integrieren gerade de ziemlich schnell und deren Kindern ist es fast schon peinlich, wenn erkannt wird, dass die Eltern Zuwanderer sind.
Danke für die Sprachbeispiele. Der baltische Beitrag ist mir vertraut, genau aus dieser Gegend stammt meine Frau. Zur Sommersonnenwende werden wir wieder da sein. Sie ist aber Russin ohne deutsche Wurzeln und hat Deutsch erst lernen müssen. Inzwischen berlinert sie wie alle in der Nachbarschaft. Nur beim Beamtendeutsch tut sie sich schwer und bei den Führerscheinfragen musste ich manchen Fachbegriff oder umständlich formulierte Vorschriften erklären. Nicht immer einfach, denn manchmal verstehe ich das "Chinesisch" auch nicht mehr.