Wladimir30 hat geschrieben:Grundsätzlich ist die russische Grammatik sehr konservativ. Das merkt man z.B. an der Vielzahl der Kasus (sehr viele heutige Sprachen haben das Kasussytem vereinfacht, vgl. z.B. das Englische) oder an der immer noch komplizierten Adjektivflexion.
Gerade deswegen war ich eigentlich überrascht, dass der Kasus bei weiblichen Namen oft einfach weggeschmissen wird.
Darüber hinaus merkt man natürlich auch im Russischen ein Verschwinden von Fällen, wie des Lokativs, des Duals, und des Vokativs, die man nur noch einzeln antrifft, wie in "на полу", "уши", und "отче".
Wobei nicht alle ausländischen Namen gemäß dieser Regel behandelt werden. Ich weiss nicht, wie es bei Euch ist
Also die meisten Russen tun sich schwer dabei, "m5bere2" zu deklinieren. Ansonsten heiße ich, sagen wir, André van Amsterdam und meistens deklinieren sie nur den letzten Namen, also im Akkusativ "Андре ван Амстердама". Haber aber auch schon "вана Амстердама" gesehen. Ich habe auch schon Андрэ gesehen, auf der Einladung zum Arbeitsvisum z.B.
Meistens liegen die Probleme woanders: wenn sie ван Амстердан Андре als ФИО lesen, ist mein Nachname Ван und Leute halten mich für einen Chinesen. Den meisten ist absolut unklar, was überhaupt Vor- und Nachname ist. Das führt ständig zu Problemen, wenn man mich in einem Computer sucht. Als hätten die Leute noch nie von ван Бетховен oder ван Гог gehört. ;-)