Hier geht es nicht um 1:1 Belege sondern was in RUssland abgeht und das ist weitaus subtiler
1. Bekannte Oppositionelle, die sich gegen das System Putin auflehnen, landen früher oder später im Sarg (Nemzow) oder man zieht sie irgendwie vor Gericht (Nawalny). Aufklärung der Morde findet nicht statt. Ja man kriegt die Täter, aber die Hintermänner lässt man in Ruhe. Man kann mir nicht erzählen, dass bei dem SIcherheitsapparat, den RUssland hat, die nicht mehr Erkenntnisse haben
2. Wichtige Medien wurden unter die Kontrolle von Kreml-Vertrauten gebracht.
3. Wirtschaftspolitik unter Putin ist eine Katastrophe. Er wollte die Wirtschaft diversifizieren, hat das Land aber noch abhängiger von den Rohstoffen gemacht. Das Goldene Jahrzehnt wurde ganz klar verschwendet. Hätte er Kudrins Fond nicht gehabt, den Kudrin ja auch gegen Widerstände durchgesetzt hat, sähe es ziemlich düster aus.
4. Einerseits beklagt Russlands Führung Faschismus in der Ukraine, aber selber hat sie auch keine Schwierigkeiten damit Nähe zu den ganzen rechtsextremen Parteien zu suchen und beispielweise zu einem konservativen Forum in St. Petersburg das Who is Who der rechtsextremen Parteien Europas einzuladen, welches von Rodina organisiert wurde, dessen Gründer Rogosin ist. EIn Fraktionsmitglied von EIniges Russland hat Udo Voigt (Damals Vorsitzender NPD) ja als "Antifaschisten" dort tituliert. Man benutzt halt das WOrt Faschismus ziemlich opportun wie es einem gerade passt. Wäre mal gepannt, was passiert wenn die Linke Internationale auch in St. Petersburg ein Treffen zu Homosexuellen und eren Rechte abhalten möchte

Zudem kriegt ja die Front National Millionenkredite von russischen Banken, was mit SIcherheit nicht ohne Zustimmung des Kreml geht.
5. Dass Großaufträge eher nach Nähe zum Kreml vergeben werden ala nach wirtschaftlichen Vorgaben dürfte ja auch bekannt sein. Da kann man ja beispielsweise die Auftragsvergabe wegen Olympia an Rotenberg nennen.
6. Ach ja Kadyrow in Tschtschenien scheint ja auch ein Problem zu sein, der scheint ja ein Staat im Staate zu sein, den Putin erstmal in Ruhe lässt. Ob sich das langfristig auszahlt, bezweifle ich. Aber ich denke hier sorgt die russische Führuing nicht für die Durchsetzung der Menschenrechte.
Und bevor sich hier wieder die prorussische Fraktion persönlich angegriffen fühlt. Ich mag Russland, ich mag nur dessen Führung nicht, welches das Land meines Erachtens ziemlich schlecht führt. Da man mit WIrtschaft nicht punkten kann, tut man es mit Nationalismus und außenpolitischen Abenteuern.