So wird man geschichtslos und interessiert sich nur noch für den nächsten Hamburger bei McDonald's und evtl. noch das gestrige Fußballspiel im Fernsehen (da rückwärtsgewandt, nicht mehr aktuell).saransk hat geschrieben:Ich frage mich nur, wie lange man diesen Tag denn noch feiern will. Von denen die heute marschiert sind, oder als Zuschauer einen schönen Tag erleben durften hat doch keiner mehr einen konkreten Bezug zu den Ereignissen damals. Ist für mich irgendwie rückwärtsgewandt, weil es nichts vernünftiges aktuelles zu fgeiern gibt. Vielleicht sollten die Griechen dann auch den Sieg bei Issos feiern?
Wir sind ALLE das Ergebnis unserer Geschichte, ob es uns gefällt oder nicht. Wer die Geschichte vergißt, leugnet, erstens, seine Herkunft und, zweitens, ist anfällig für Wiederholungen. Wer seine Wahrnehmung und sein Empfinden des Lebens von dem abhängig macht, was er selber erlebt hat, der verliert schnell die Werte, die uns - bewußt, noch mehr aber unbewußt - mitgegeben sind und die uns überdauern werden.
Sorry für diese rigorose Aussage, aber Geschichte zu verdrängen oder "bloß" zu vergessen ist sehr gefährlich. Und ein Affront gegen die, die diese Geschichte mit ihrem eigenen Blut gemacht haben.
Ich vermute mal, dass Du, Saransk, dies alles so drastisch nicht siehst. Aber Deine Aussage führt geradezu in diese Richtung.


