Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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jackie_rs
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von jackie_rs »

Mich würde interessieren wie das ganze ausgegangen ist. Bei mir steht Heirat in Moskau demnächst an, und wir kratzen jetzt auch Papier fürs EFZ zusammen. Ziemlich teuer der Wisch in München, 9 Dokumente wollen sie in Summe und allein die Kosten sein Zeug beglaubigt übersetzen zu lassen wird an die 200€ kosten... Auch wäre ich neugierig wie es danach weiter geht, will er denn in Moskau bleiben? Dann ist seine Situation genau wie meine und mich würd interessieren was er weiter noch für Erfahrungen macht.
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asgardcrew
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von asgardcrew »

Aber da drum geht es ja, was hat die Ledigkeitsbescheinigung gekostet, was um die 15 glaub ich, ist doch nix verdient dran!
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Marco
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von Marco »

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jackie_rs
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von jackie_rs »

asgardcrew hat geschrieben:Aber da drum geht es ja, was hat die Ledigkeitsbescheinigung gekostet, was um die 15 glaub ich, ist doch nix verdient dran!
Ja allerdings, die machen wirklich mit allem Geld. Allein für die Auskunft, welche Dokumente ich für das EFZ brauche, durfte ich nen Zehner abdrücken. 11€ der beglaubigte Auszug aus dem Geburtenregister, 80€ fürs EFZ allein, 5€ erweiterte Meldebescheinigung, 160€ für die Übersetzung seiner Dokumente - und was seine Dokumente (u.a. Notariell beglaubigte eidesstattliche Versicherung der Ledigkeit) kosten weiß ich noch gar nicht. Und natürlich muss aufs EFZ noch ne Apostille, 25€ oder mehr.

Die Preise scheinen aber regional unterschiedlich zu sein.

Die Standesbeamtin meinte weiter, dass das russische Konsulat auch keine Ledigkeitsbescheinigung mehr ausstellt - vmtl wird auch dort eine Art EFZ eingeführt.

Mein einziger Trost war, dass sie auf seine Dokumente keine Apostillen haben wollen, das wären dann nochmal 4-5000 Rubel pro Apostille gewesen...
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kardie
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von kardie »

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Wir sind aktuell "mittendrin". Ich aus D, meine Partnerin aus Moskau. Heirat wird in Moskau sein. Wir werden noch eine Weile pendeln, weil ich in D auf meine betagte Mutter Rücksicht nehmen möchte. So sind wir ein paar Wochen hier, ein paar Wochen da. Später dann werden wir Moskau bevorzugen.

Ja, das SAGS 4 verlangt EFZ apostilliert (seit 09/2016) + apostillierte erweiterte Meldebescheinigung + Reisepass + Anmeldung МФЦ von mir (Stand 12/2016).

Das EFZ... Die längeren Emails und Gespräche finden halt doch mit deutschen Amtsstellen statt...

Mein örtliches kleinstädtisches fränkischen Standesamt war zunächst erstaunt, dass wir in Moskau heiraten und dann nicht gleich in D zusammen ziehen wollen. Ich hatte den Eindruck, ich war der erste Fall, in dem es andersrum ist.

Na ja, zunächst bekam ich die Standardunterlagenliste und los ging's. Meine ausländische Ehe würde auch im Ausland geschieden (CH und schon ne Weile her). Dennoch mussten die ganzen Scheidungsunterlagen zum OLG München, das dann die Scheidung nach 4 Monaten anerkannte. Die 'Heimstaatenregelung' griff nicht, w/deutsche Staatsangehörigkeit.

Währenddessen klärte ich mit dem Standesamt, welche Dokumente, die auf der Liste waren, es in Russland so gar nicht gibt. Warum zur Bescheinigung 'meiner Ehefähigkeit' der ganze Papierkram meiner Partnerin dazugehört, könnte mir leider keiner begreiflich machen. Und weil der ganze Zirkus in D schon so ausartet, hat halt das SAGS 4 gemerkt, dass es sich einen Haufen Arbeit spart, da die vom D-Standesamt für den russischen Partner mit erledigt wird.

Wir haben also russische Dokumente beschafft: Kopie des Inlandspasses (alle Seiten) apostilliert, Scheidungsurteil apostilliert, Abschrift/Справка aus dem russischen Heiratsregister (das Standesamt musste unbedingt etwas haben, aus dem Ort und Datum der Heirat hervorgehen), Geburtsurkunde apostilliert. Alles wurde übersetzt. Mein Standesamt ist (bis jetzt) damit zufrieden

Ich habe mir eine neue Geburtsurkunde besorgt, die erweiterte Meldebescheinigung (für Standesamt, nicht SAGS) brauch ich noch und mit meinem Pass in der Tasche habe ich nun auch alles zusammen.

Meine Partnerin kommt morgen für zwei Wochen, da werden wir noch ihren Reisepass vorlegen und dann sollte alles ok sein, das EFZ kann kommen.

Die deutschen Dokumente müssen dann noch in Moskau übersetzt werden und dann können wir beim SAGS das Aufgebot bestellen.

Ich möchte betonen, dass beide Damen (SAGS und Standesamt) unterstützten wo möglich und auch immer ein freundliches Gespräch stattfand. Letztlich müssen sie halt umsetzten, was von höherer Stelle, manchmal recht sinnfrei, gefordert wird. An höherer Stelle sollte mal über die Bücher gegangen werden - meine Meinung... ;)

Spannend wird es sicher wieder bei der Anerkennung der Heirat in D und bei der Visa-Frage, die sich bald stellt. Denn in das Weltbild meiner kleinstädtischen ABH passt nach einem ersten Orientierungsgespräch das alles nicht....
kardie
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von kardie »

@asgardcrew

...erzähl' doch mal, bitte. Das kommt bei mir bald... :shock:
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asgardcrew
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von asgardcrew »

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bei mir war das alles etwas einfacher mit den Papieren meiner Frau, ist ja aber auch schon wieder über sechs Jahre her, auch fränkisches Standesamt, Bamberg um genau zu sein, nachdem ich den guten Mann dort aber erklärt habe dass meine Frau nicht mal 800 km nach Nowosibirsk reisen kann um ein Visum zu beantragen, wozu sie erstmal wieder Papiere von mir braucht, um ein Visum zu bekommen, um nach DE zu reisen nur wegen einer Unterschrift, hat mir der gute Mann eine Eidesstattliche Versicherung dass sie noch nicht verheiratet ist oder war zusammengebastelt die meine Frau unterschreiben sollte und die wir zu seinen Händen nach Bamberg schicken sollen!

Mein Familienstand in Deutschland ist nach wie vor Ledig, da ich zur Zeit unserer Hochzeit schon in Omsk gelebt habe und nicht mehr in DE gemeldet war, Familienstand würde nur geändert nachdem ich wieder in De wohne oder ich mal nach Berlin auf das Hauptstandesamt fahre und es da (gegen Gebühr versteht sich) ändere lasse!

Ich habe zu dieser Zeit noch mit einem Jahresvisum in Omsk gelebt, und auch meine RWP beantragt, gab zwar Gemecker, aber war dann doch alles gut!
Was die RWP oder die VID angeht hast du durch die Heirat keinerlei Vorteile, bei Beantragung musst du im Endeffekt als Europäer mehr Papiere vorlegen als Ex-Sowjet! Sprich: es gibt da in Deutschland sowohl auch in Russland noch jede Menge Rennerei!

Wenn ihr verheiratet seid ist das Visum für deinen Lebenspartner auf dem deutschen Konsulat jedoch einfacher, da ja schon mal eines da war/ist wie ich denke raus gelesen zu haben könnt ihr nach der Heirat eines entweder für fünf Jahre oder evtl bis Ende Reisepass bekommen! Ich hab da mit einem Mitarbeiter des Konsulates in Nowosibirsk schon vorher Kontakt aufgenommen, vor allem wegen der Verpflichtungserklärung, da ich ja schon in Ru lebte, war dann aber überhaupt kein Problem vor Ort!

Die Frage ist jetzt erstmal für euch, wie gut ist dein Russisch? Wenn du den Sprach- Geschichts- Gesetztest nicht schaffst, schaffen kannst wird es auch mit der Aufenthaltsgenehmigung nichts! Da ist es weitaus einfacher wenn ihr nach DE zieht!

Die Gesetze zur Migration verschärfen sich quasi permanent!

Ein Beispiel der Fragen vom Test, wobei die zweite auch nur eine richtige Antwort hatt:

Ты уже видел … ?


(А) наш мастер
(Б) нашему мастеру
(В) нашего мастера

oder

Скажите, пожалуйста, … стоит снять квартиру в этом районе?


(А) где
(Б) сколько
(В) почему
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von asgardcrew »

Wenn man davon absieht, hier zum Vergleich mal der Einbürgerungstest für Deutschland, 300 Fragen, wovon beim Test 33 Fragen gestellt werden und man nur "17" richtig haben muss! Und die Deutsche Geschichte fängt erst 1933 an, davor gab es kein Deutschland!

Stellt sich mir nur die Frage warum z.Bsp. muss ein Migrant soviel über die DDR wissen, das wissen die meisten Bürger ja nicht mal!

Noch einfacher ist es wenn man in ein anderes europäisches Land will, so bei uns, wir werden wohl nächstes Jahr nach Spanien übersiedeln, sobald ich rechtmäßig in Spanien angemeldet bin kann ich für Olga eine Aufenthalstkarte für Familienangehörige eines Unionsbürgers beantragen, die gilt dann 5 Jahre, ohne Sprachnachweis, Test oder sonstiges, falls wir dann innerhalb dieser 5 Jahre nach DE umziehen wollten müssen die deutschen Behörden ihr nach EU-Recht auch so eine Aufenthaltskarte ausstellen! Bei direktem Umzug nach DE geht das nicht, schon komisch diese EU Gesetze! Und egal wo, nach 5 Jahren kann man dann die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU beantragen!
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von m5bere2 »

asgardcrew hat geschrieben: Was die RWP oder die VID angeht hast du durch die Heirat keinerlei Vorteile
Und ob man die hat: als Ehepartner eines russischen Staatsbürgers hat man Anspruch auf RWP ohne Beachtung von Quoten. Und ohne RWP gibt es keinen Vid. Als Beispiel, wie schwer man es ohne Heirat hat: als ich im Juni 2015 die RWP beantragt habe, wollten die mich gleich wieder fortjagen, weil schon sämtliche RWP für 2015 in der Oblast Nowosibirsk vergeben waren.

Auch hat man nach drei Jahren Ehe anspruch auf Staatsbürgerschaft im vereinfachten Verfahren.
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Re: Heirat in Moskau - neuerdings EFZ notwendig?

Beitrag von m5bere2 »

asgardcrew hat geschrieben: Stellt sich mir nur die Frage warum z.Bsp. muss ein Migrant soviel über die DDR wissen
Ist doch völlig klar: damit er nicht aus Versehen SED-Nachfolgeparteien wählt. Der neue Bürger ist wahlberechtigt, dementsprechend muss er politisch gebildet werden und wissen, wer die Bösen sind wer die Guten.
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