Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????
Verfasst: 20 Mär 2017, 20:22
... vielleicht hat sie schon vergessen, welche Freude die russische Bürokratie bereiten kann.
Russland-Forum des ehemaligen Portals aktuell.ru
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Genau darauf wollte ich hinaus....das waren damals schon eignartige Fragen an meine Geschäftsleitung.m5bere2 hat geschrieben:Aber der Arbeitgeber brauch die Erlaubnis, den Ausländer einzustellen.
Ich musste damals auf jeden Fall. Man wollte Kontoauszüge und/oder Lohnbescheinigungen von DE sehen.m5bere2 hat geschrieben: Für den RVP muss man keinen Lebensunterhalt nachweisen.
Für Vid-Ausländer braucht der Arbeitgeber aber diese Erlaubnis nicht. Vid-Ausländer sind auf dem Arbeitsmarkt Russen gleichgestellt.bella_b33 hat geschrieben:Genau darauf wollte ich hinaus....das waren damals schon eignartige Fragen an meine Geschäftsleitung.m5bere2 hat geschrieben:Aber der Arbeitgeber brauch die Erlaubnis, den Ausländer einzustellen.
Ja, ich glaube, als ich das erste Mal den Gedanken hatte, nach Russland abzuhauen und mich über diese RVP belesen habe, da war das noch so paradox ... dass man ohne das Teil nicht arbeiten darf aber zum Antrag ein Einkommen nachweisen muss... ist ja auch komisch, diese Unterlagen aus DE zu fordern. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du dieses damit nachgewiesene Gehalt nicht mehr kriegen wirst, wenn du mehr als die Hälfte des Jahres in Russland lebst...Ich musste damals auf jeden Fall. Man wollte Kontoauszüge und/oder Lohnbescheinigungen von DE sehen.m5bere2 hat geschrieben: Für den RVP muss man keinen Lebensunterhalt nachweisen.
Bezüglich eines Überangebots an IT-Kräften habe ich meine Zweifel. Beispielsweise sucht eine deutsche karitative Organisation in Sibirien einen wirklich kompetenten und zuverlässigen Systemadministrator, der Netzwerk mit Netzlaufwerk und Patientendokumentationssystem aufbauen kann - und findet keinen. Und solche Fälle gibt es häufig. Die Frage bleibt natürlich: Wie findet man diesen Bedarf und wie klärt man mit 51 die sprachliche Hürde? Diesen Pessimismus teile ich also durchaus!zimdriver hat geschrieben:IT- Leute sind im Land der Hacker und kostenlos-Downloader, -Gucker und -Hörer ausreichend vorhanden und preiswert. Das ist nicht abwertend oder gar urteilend gemeint. Entweder ein DAX- Konzern leistet sich einen europäischen CIO für Russland oder, wenigstens, einen ex- Kaspersky- Angestellten oder es wird nach einem lokalen Freak gesucht, der Hard- und Software für die Firma für ziemlich kleines Geld pflegt.
Aber Moskau ist schon ein anderes Kaliber für die Gesundheit. Der Vorteil des kurzen Frühlings, welcher Dir in Novosbirsk entgegen kommt, fehlt in Moskau. Aber Dreck, Stress, Massenabfertigung ... das sollte man nicht unterschätzen. Ich fand ein Jahr Moskau als Student cool, aber als Lebensmittelpunkt würde es mir schwer fallen. (Dich stresst ja schon das Stadtzentrum von Novosibirsk ... und das ist im Vergleich zu Moskau ein Dorf.)m5bere2 hat geschrieben:Allergien sind ein weiterer Grund, warum ich hier bin. Nächste Woche auf Deuschlandbesuch haue ich mich wieder mit Antihistaminika voll...zimdriver hat geschrieben:Allergien oder blosse Empfindlichkeit?Und helfen werden sie wie immer kaum ...
Ging mir genauso. Aber es musste damals kein geregeltes Einkommen sein, es reichte der Nachweis eines prall gefüllten Bankkontos bei einer örtlichen Bank.Zejtnot hat geschrieben:Ich musste vor x Jahren auch für den RVP noch Finanzen vorweisen.
Es ist natürlich ernüchternd, wenn man direkt zu Beginn einen solchen Dämpfer in der neuen "Heimat" bekommt. da stellt sich mir aber auch die Frage, ob Sie sich wirklich ausreichend vorbereitet hatte.bmasi25 hat geschrieben:Meine Frau kommst aus Moskau, sie ist von Deutschland sehr entäuscht, wobei ich denke das sie zu sehr verallgemeinert. Sie denkt das was sie erlebt hat wäre immer und überall so. Ihre Gefühle kann ich verstehen, diesen Radikalen Schritt aber nicht. Das es in Deutschland schön sein kann , will sie nicht mehr sehen. Bei diesen Worten stellt sich mir selber die Frage warum wollte sie erst aus Russland fort. Früher war immer klar , in Deutschland heiraten und leben.
Vertrauen und Mut zu diesem Schritt solltest Du schon haben. Lass Dich nicht von den Meldungen in den Medien leiten. Da wird leider (je nach politischer Gesinnung der Redaktionen) auf beiden Seiten gelogen und die andere Seite wo es nur geht durch den Dreck gezogen. Man muß ja das Weltbild der eigenen Leser/Zuschauer befriedigen.Ich bin nicht jung, habe nichts "besonderes" gelernt. Also kein Studium, keine Hochqualifikation. Auf Grund des Verhaltens der EU denke ich auch , des es Russland wirtschaftlich nicht so gut geht. Ich denke das Russland selber genug ausgebildete Leute hat und auf einen "einfachen Techniker" im alter von 51 Jahren nicht wartet.
Sehe ich das zu schwarz, oder wäre da eine Chance einen Job zu finden. Sprachkenntnisse sind sehr ausbaufähig, und nichts wäre schlimmer als nicht für meine Frau zu sorgen. Fraglich ob sie so schnell etwas findet.
Sie wäre hier weiter als ich dort, aber das glaubt sie nicht mehr. Da aktuell jetzt im Maerz 2017 nicht einmal eine Geldsendung mit Western Union klappt (die Banken sagen immer das sie aktuell nicht mit WU arbeiten) ist mein Vertrauen in ein Leben dort nicht sehr groß. Das ist aber keine allgemeine Abneigung gegen Russland, sonder auf derzeitige Situation bezogen.
Nach zwei Jahren fangen in jeder Beziehung Probleme an, das ist erstmal nichts Ungewöhnliches.bmasi25 hat geschrieben:ich bin 51 Jahre und seit zwei Jahren mit einer Russin (50) in Deutschland verheiratet.
Aber Hallo, ist nach zwei Jahren von der Liebe (von der ich einfach mal ausgehe) nichts mehr übrig geblieben? Das ist ja nicht nur ein Umzug in eine andere Straße um die Ecke, sondern schon was richtig Großes. Frage: War es denn dann Liebe??? Fällt mir schwer zu glauben.Nachdem meine Frau eine (nur eine, die erste) mündliche Prüfung vor der Industrie und Handelskammer nicht beim ersten Anlauf geschafft hat, packte sie ihre Koffer und ging nach Moskau zurück.
Sie glaubt das sie hier nie eine Chance hat. Sie ist sehr klug, und sicher ist es in einem fremden Land nicht einfach.
Hat sie zu schnell aufgegben, oder hat sie es nie so richtig versucht? Russen sind in Extremsituationen oft rechte Kämpfernaturen, da wacht was in ihnen auf, was sie dann es wieder und wieder versuchen läßt. Deshalb wirkt es komisch, dass sie nun die Flinte ins Korn wirft und ihren Ehemann verläßt.Sicher wird man auch immer auf Menschen treffen die im allgemeinen mehr als distanziert zu Ausländern sind. Doch ich denke sie hat zu schnell aufgegeben.
Sehr atypisch für Russen, dass die Frau die Bedingungen in der Familie stellt. Und eigentlich sollten solche schwerwiegenden Entscheidungen gemeinsam getroffen werden.sie will ihren Aufenthaltstitel verfallen lassen , sich in Moskau einen Job suchen (Bereich Ökonomie, Buchhaltung) und ich soll nachkommen.
Auf Grund des Verhaltens der EU denke ich auch , des es Russland wirtschaftlich nicht so gut geht.
Wie ebenfalls hier schon gesagt: stimmt so in dieser kategorischen Aussage auch nicht. Sprache und Mentalitätskenntnisse wären schon wichtig.Ich denke das Russland selber genug ausgebildete Leute hat und auf einen "einfachen Techniker" im alter von 51 Jahren nicht wartet.
Jeder ist seines Glückes Schmied. Der Weg ist lang und steinig. Aber begehbar. Sprachkenntnisse und, was immer wieder vergessen wird, Mentalitätskunde sollten allerdings zuerst erheblich ausgebaut werden, sonst wird es extremst schwer.Sehe ich das zu schwarz, oder wäre da eine Chance einen Job zu finden. Sprachkenntnisse sind sehr ausbaufähig,
Dann wird es ja noch nebulöser, warum sie Hals über Kopf weg will, wenn nicht sicher ist, ob sie was findet.Fraglich ob sie so schnell etwas findet.
Na na na, wie ist denn die derzeitige Situation in Russland? Kennst Du die? Ob das Vertrauen in ein Leben in einem anderen Land da ist oder wie groß es ist, hängt von einem selber ab. Läßt man sich ein auf das Leben dort, oder will ich mein kleines Deutschland in Russland (oder wo auch immer) haben? Das ist die Ballermann-Urlaubmach-Mentalität. Gesundheitswesen, ja, das ist hier im Vergleich zu Deutschland sehr verschieden. Hat aber rein gar nichts mit Embargo, Sanktionen, EU-Politik oder sonstwas zu tun.ist mein Vertrauen in ein Leben dort nicht sehr groß. Das ist aber keine allgemeine Abneigung gegen Russland, sonder auf derzeitige Situation bezogen.
Das ist falsch. Ob bewusst oder unbewusst. Auf jeden Fall eine Lüge.bmasi25 hat geschrieben: mit syrischen Pass geht alles