Wenn keiner der Titel erschleichenden Politiker etwas vom Erschleichen hat, warum tun es dann so viele? Sogar eine ehemalige Ministerin für Forschung und Bildung?Zejtnot hat geschrieben:Da keine Personen zu Schaden gekommen ist und kein spürbarer Vorteil des Titels für den Herrn vorhanden war
BT-Wahlen für RUS-Kenner
Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
- Wladimir30
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Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Also ungeeignet als Politiker.Wladimir30 hat geschrieben:Für's eigene Ego.
Außerdem, sollte es für's Ego nicht schmeichelnder sein, etwas tatsächlich erreicht und nicht erschlichen zu haben?
Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Es ist alte CSU Tradition, Verbrecher, Straftäter zu führenden Politikern zu machen.
Zimmermann wurde trotz Verurteilung wegen Meineides Bundeinnenminister.
Und der Wiesheu gar Verkehrsminister (!), nachdem er im Vollsuff auf der Autobahn einen Menschen todgefahren hatte ...
dagegen ist das Vergehen von KTG vergleichsweise eine Bagatelle.
Zimmermann wurde trotz Verurteilung wegen Meineides Bundeinnenminister.
Und der Wiesheu gar Verkehrsminister (!), nachdem er im Vollsuff auf der Autobahn einen Menschen todgefahren hatte ...
dagegen ist das Vergehen von KTG vergleichsweise eine Bagatelle.
- Zejtnot
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Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Warum macht man heute noch einen Doktortitel? An sich einzig aus Ehrgeiz oder wegen einer Karriere im Wissenschaftsbetrieb.
In der freien Wirtschaft ist er nichts wert, im Gegenteil. Wer freiwillig länger als für ein Studium in der Uni bleibt, zeigt keinen Karrierewillen.
Ebenso in der Politik bringt er einen nicht weiter. Wenn überhaupt, dann den Wissenschaftsminister - aber in allen anderen Bereichen zählen Rhetorik, Engagement und politisches Kalkül deutlich mehr als irgendein Titel, dessen fachlichen Wert sowieso niemand genau prüfen kann (wenn ihn offensichtlich nicht einmal die Universitäten selbst prüfen können).
In der freien Wirtschaft ist er nichts wert, im Gegenteil. Wer freiwillig länger als für ein Studium in der Uni bleibt, zeigt keinen Karrierewillen.
Ebenso in der Politik bringt er einen nicht weiter. Wenn überhaupt, dann den Wissenschaftsminister - aber in allen anderen Bereichen zählen Rhetorik, Engagement und politisches Kalkül deutlich mehr als irgendein Titel, dessen fachlichen Wert sowieso niemand genau prüfen kann (wenn ihn offensichtlich nicht einmal die Universitäten selbst prüfen können).
Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Kann ich nicht bestätigen. Meine promovierten Kollegen sind alle schnell und gut in der Wirtschaft untergekommen, als sie sich entschieden haben, die wissenschaftliche Laufbahn abzubrechen. Selbst als sie schon über 40 waren, als sie aus der Uni ausschieden.Zejtnot hat geschrieben:In der freien Wirtschaft ist er nichts wert, im Gegenteil. Wer freiwillig länger als für ein Studium in der Uni bleibt, zeigt keinen Karrierewillen.
Große Unternehmen wie Google und Microsoft haben ja auch Forschungsabteilungen, wo die Promotion definitiv etwas wert ist, um da zu landen.
Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Immerhin zeigen die schon fast als panisch zu bezeichnenden abwertenden Reaktionen auf zu Guttenberg, wie viel Angst man vor einem politischen Gegner hat, der ein gewisses Maß an Charisma mitbringt. Ein -zugegebenermaßen- äußerst polarisierendes Charisma.
Wenn ich da auch in so manchen deutschen Foren die Reaktionen sehe... "Verbannung auf Lebenszeit" ist da noch harmlos.
Aber das man einen wegen eines ermogelten Doktors gleich in den Knast wünscht, während man bei Schulzens EU-Tagsesgeldern wohlwollend beide Augen zudrückt oder die Stasivergangenheit anderer Politiker als gar nicht untersuchenswert betrachtet....
Wie hieß es da früher bei uns... da geht einigen ganz schön die Düse....
Wie viel in der heutigen Zeit Charisma ausmacht, kann man ja an Makron sehen. Oder auch Putins Machoallüren, die bei einigen ja ganz gut ankommen.
Und auch Trump.... ach neee.... lassen wir das.
Und mal ganz ehrlich: Selbst wenn man KTzG für eine Luftpumpe hält... viel mehr Luft als bei Nahles und Co. kommt da auch nicht raus.
Wenn ich da auch in so manchen deutschen Foren die Reaktionen sehe... "Verbannung auf Lebenszeit" ist da noch harmlos.
Aber das man einen wegen eines ermogelten Doktors gleich in den Knast wünscht, während man bei Schulzens EU-Tagsesgeldern wohlwollend beide Augen zudrückt oder die Stasivergangenheit anderer Politiker als gar nicht untersuchenswert betrachtet....
Wie hieß es da früher bei uns... da geht einigen ganz schön die Düse....
Wie viel in der heutigen Zeit Charisma ausmacht, kann man ja an Makron sehen. Oder auch Putins Machoallüren, die bei einigen ja ganz gut ankommen.
Und auch Trump.... ach neee.... lassen wir das.
Und mal ganz ehrlich: Selbst wenn man KTzG für eine Luftpumpe hält... viel mehr Luft als bei Nahles und Co. kommt da auch nicht raus.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Doch, im Großen und Ganzen hat Zejtnot schon recht (wobei es natürlich sehr stark fachabhängig ist). Klar, es gibt Firmen, meist die richtig richtig großen, die jemandem mit einem Dr. bevorzugen. In der Regel abver wirst du eher scheel angesehen (wie Zejtnot schrieb). Außerdem lehrt die Erfahrung, dass man oft abgewiesen wird mit dem Argument "Ein Doktor kostet uns zuviel", ohne überhaupt abzuwarten, welche Gehaltswünsche denn denn so bestehen.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
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Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Ich könnte ja jetzt argumentieren, dass ihr doch in einem Land lebt, in dem nicht einmal erwiesene Morde wirklich hinderlich für ein politisches Mandat sind, z. B. als Bürgermeister. Mal abgesehen von einem Körnchen Wahrheitsgehalt der Geschichten über die "Diebe im Gesetz".
Warum sprechen wir da jetzt über Plagiate? Ich fand fast sämtliche Stories über Vorteilsnahme, Korruption usw. in den letzten Jahren im Vergleich etwas lächerlich. Im Gegenteil, sorry, für mich sind das "typisch" deutsche Neiddebatten ala mehr Hartz4 vs. Flüchtlingshilfe.
Wäre es für das aussenpolitische Verständnis nicht sogar hilfreich, wenn auf Seiten Deutschlands mal nicht ein korrekter, stocksteifer Vorzeigebürokrat(in) stehen würde?
Und zum Thema Wagenknecht noch einmal:
Es geht mir nicht um ihre Qualifikation an sich. Aber alle ihre Ideen kosten irrsinnig Geld, und bis heute habe ich noch keine belastbare Gegenfinanzierung gesehen. Und auch Oskar hatte manchmal "Futter fürs Volk" aber sobald aus irgendeiner Ecke eine Lobby kam, vergass er seine Ideale ziemlich schnell. Ein Berufspolitiker MUSS so ticken, sonst macht er sich unglaubwürdig für die Organisationen, die wirklich das Sagen haben. Ist schrecklich, wird sich aber nicht mehr ändern. Und Sarah halte ich bei gewissen Punkten tatsächlich für zu idealistisch.
Politik ist nun mal ein Thema bei dem jeder eine eigene Meinung hat, und im Prinzip erübrigt sich da jede Diskussion. Würde ich zumindest bei EINER Partei mehr als 50% Deckungsgleichheit zu meinen Wünschen sehen, wäre mir auch der Kandidat egal. Aber da gibt es leider nix in der Grössenordnung.
Und eine eigene unabhängige Realpolitik kannst Du Dir in der heutigen Zeit komplett abschminken. Wie soll das funktionieren? Genau das sieht Trump doch im Moment wieviel von seiner Idee America first übrig ist, bzw. sich durchsetzen lässt. Da sind ja solche Antworten wie von Merkel zum Nordkorea Konflikt "da sind wir nicht unbedingt dabei" ja schon anarchistisch
Warum sprechen wir da jetzt über Plagiate? Ich fand fast sämtliche Stories über Vorteilsnahme, Korruption usw. in den letzten Jahren im Vergleich etwas lächerlich. Im Gegenteil, sorry, für mich sind das "typisch" deutsche Neiddebatten ala mehr Hartz4 vs. Flüchtlingshilfe.
Wäre es für das aussenpolitische Verständnis nicht sogar hilfreich, wenn auf Seiten Deutschlands mal nicht ein korrekter, stocksteifer Vorzeigebürokrat(in) stehen würde?
Und zum Thema Wagenknecht noch einmal:
Es geht mir nicht um ihre Qualifikation an sich. Aber alle ihre Ideen kosten irrsinnig Geld, und bis heute habe ich noch keine belastbare Gegenfinanzierung gesehen. Und auch Oskar hatte manchmal "Futter fürs Volk" aber sobald aus irgendeiner Ecke eine Lobby kam, vergass er seine Ideale ziemlich schnell. Ein Berufspolitiker MUSS so ticken, sonst macht er sich unglaubwürdig für die Organisationen, die wirklich das Sagen haben. Ist schrecklich, wird sich aber nicht mehr ändern. Und Sarah halte ich bei gewissen Punkten tatsächlich für zu idealistisch.
Politik ist nun mal ein Thema bei dem jeder eine eigene Meinung hat, und im Prinzip erübrigt sich da jede Diskussion. Würde ich zumindest bei EINER Partei mehr als 50% Deckungsgleichheit zu meinen Wünschen sehen, wäre mir auch der Kandidat egal. Aber da gibt es leider nix in der Grössenordnung.
Und eine eigene unabhängige Realpolitik kannst Du Dir in der heutigen Zeit komplett abschminken. Wie soll das funktionieren? Genau das sieht Trump doch im Moment wieviel von seiner Idee America first übrig ist, bzw. sich durchsetzen lässt. Da sind ja solche Antworten wie von Merkel zum Nordkorea Konflikt "da sind wir nicht unbedingt dabei" ja schon anarchistisch
Re: BT-Wahlen für RUS-Kenner
Ich reagiere auf ihn nicht panisch, sondern allergisch -- als Wissenschaftler, der sich seine Position erarbeitet hat, ausgehend aus einer Arbeiterfamilie. Übrigens nicht nur auf ihn, sondern auf Plagiatoren allgemein, und nicht nur in der Politik. Wer plagiiert oder Plagiate verteidigt, hat von mir null Respekt.Dietrich hat geschrieben:Immerhin zeigen die schon fast als panisch zu bezeichnenden abwertenden Reaktionen auf zu Guttenberg, wie viel Angst man vor einem politischen Gegner hat, der ein gewisses Maß an Charisma mitbringt.
Wo habe ich derartiges gesagt? Nur weil ich Guttenberg für unmöglich halte, heißt das nicht, dass ich alle anderen toll finde. Die Stasivergangenheit von Merkel bzw den Fall ihrer verschwundenen Akten sollte man in der Tat mal genauer untersuchen.Aber das man einen wegen eines ermogelten Doktors gleich in den Knast wünscht, während man bei Schulzens EU-Tagsesgeldern wohlwollend beide Augen zudrückt oder die Stasivergangenheit anderer Politiker als gar nicht untersuchenswert betrachtet....
Wir sind aber in der zugegebenermaßen bequemen Lage, dass wir hier nur Gast sind und diese Leute da nicht hingewählt haben.Bluewolf hat geschrieben:Ich könnte ja jetzt argumentieren, dass ihr doch in einem Land lebt, in dem nicht einmal erwiesene Morde wirklich hinderlich für ein politisches Mandat sind, z. B. als Bürgermeister.
Die Plagiatedebatte hat mit Neid nichts zu tun. Da geht es um die Verteidigung des Rufes der deutschen Wissenschaft, dass in der Welt nicht der Eindruck entsteht, in Deutschland könne man sich einfach ein Diplom kaufen und damit davonkommen.Warum sprechen wir da jetzt über Plagiate? Ich fand fast sämtliche Stories über Vorteilsnahme, Korruption usw. in den letzten Jahren im Vergleich etwas lächerlich. Im Gegenteil, sorry, für mich sind das "typisch" deutsche Neiddebatten ala mehr Hartz4 vs. Flüchtlingshilfe.
