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Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 07:45
von m5bere2
Wladimir30 hat geschrieben: 12 Nov 2020, 20:33
Ich kann mich nur wiederholen. Lieber einmal den Führerschein in Russland machen, als ständig rumzueiern. Es ist keine Hexerei, und die ewigen Diskussionen, dass es doch irgendwo steht, dass es geht und so entfallen dann.
Als
ständig rumzueiern und
ewiger Diskussionen, ja, ist es sicher besser, einen russischen Führerschein zu machen. De fakto gibt es aber keine ständige Rumeierei oder ewige Diskussionen. Genau ein mal bisher musste ich mit einem Polizisten ganze 5 Minuten diskutieren. Und das, weil er unbedingt was finden wollte. Ich hatte nämlich ein Loch im vorderen Nummernschild :-) (ausgestanzt vom Auspuffrohr eines Fahrzeuges, auf das ich ein halbes Jahr vorher aufgefahren war).
Also gestaltet sich die Situation im Moment eher so: einmal alle zwei Jahre fünf Minuten mit dem Polizisten diskutieren oder eine Autoschule finden, die einen ohne Fahrstunden zur Prüfung lässt, die ganze Vorbereitung zu Theorie und Praxis, die ganze Fahrerei zu Führerscheinstellen und Medosmotr ...
Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 08:12
von m1009
Wie stellt sich das momentan überhaupt an... Kann ich ABCM in einem Aufwasch machen.... Oder jede einzelne Kategorie einzeln?
Praxis ist klar, da gibt's für jede Kategorie seine Fahrprüfung...
Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 12:40
von Wladimir30
Nun, m5bere2, da gibt es auch andere Fälle. Wenn Du selten fährst und/oder nur Glück gehabt hast, ist es gut und schön für Dich. Dies zu verallgemeinern ist hier vermutlich nicht richtig.
Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 13:12
von Zejtnot
Aber mir scheint schon: Wirkliche Diskussionen darüber gibt es nur im Forum.
Am Ende ist es ja ganz einfach: Jeder, der hier ankommt, hat ja nicht sofort einen russischen Führerschein. Man kann also in aller Ruhe ausprobieren, wie die Wahrnehmung mit der lokalen Polizei ist und welcher Weg der Weg des geringeren Widerstands ist. So lange beides legal ist, geht es ja wirklich vorrangig darum.
Vielleicht sind wir Westsibirier da auch etwas verwöhnt, weil es in dieser Gegend hier viele Kasachen sowieso so praktizieren und somit wenig Fragen entstehen. In Murmansk ist das vielleicht ganz anders.
P.S.: Anekdote am Rande - ich bin in Russland weit über fünf Jahre sorgenfrei mit meinem deutschen Führerschein gefahren. Hier und da mal angehalten wegen minimaler Vergehen (Licht nicht an, 20 km/h zu schnell, Beifahrer nicht korrekt angeschnallt). Nie ein Problem erlebt, weil denen das Prozedere mit einem Ausländer viel zu kompliziert war. Dann musste ich - weil die Gesetzeslage damals anders war - den russischen Führerschein machen. In der ersten Woche wurde ich erwischt beim Überholen im Überholverbot und der Führerschein war gleich wieder für vier Monate weg.

Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 14:58
von Wladimir30
Zejtnot hat geschrieben: 13 Nov 2020, 13:12Wirkliche Diskussionen darüber gibt es nur im Forum.
Sehe ich eigentlich nicht so. Es wird in den Medien immer wieder mal angesprochen.
weil denen das Prozedere mit einem Ausländer viel zu kompliziert war.
So war auch meine Erfahrung. Bis ich an "den Falschen" geriet, der entweder Langeweile hatte oder ein Prinzipienreiter war. Das ging dann noch irgendwie gut. Nur als dann ein ähnlicher Fall nochmals kam, wurde es mir zu dumm.
In unserer Gegend werden Autos ziemlich oft angehalten und die Papiere genau kontrolliert. Freundlich, korrekt, kann man nichts sagen. Aber immerhin. Ist sicherlich eine regionale Besonderheit. Ich denke, es wird vom jeweiligen Chef der Verkehrspolizei abhängen. Der kann überall wechseln, und damit auch die "Laschheit" der Kontrollen.
Überholen im Überholverbot
Ja, das wurde vor ein paar Jahren drastisch verschärft. Da der offizielle Satz hierfür bei 5000 Rubel liegt, kann man die Strafe aber oft auch "vor Ort" begleichen.
Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 15:22
von Bobsie
Es ist doch eigenartig, was der Bericht von "Sputnik Usbekistan" mit dem Bericht über Usbekistan hier wieder für Diskussionen über Russland auslöst.

Re: Führerschein zum privat Fahren für Residenten in Russland
Verfasst: 13 Nov 2020, 18:19
von knutella2k
Zejtnot hat geschrieben: 13 Nov 2020, 13:12
In der ersten Woche wurde ich erwischt beim Überholen im Überholverbot und der Führerschein war gleich wieder für vier Monate weg.
Das war siche ärgerlich, aber sorry, dass ich beim Lesen etwas schmunzeln muss...
Bobsie hat geschrieben: 13 Nov 2020, 15:22
Es ist doch eigenartig, was der Bericht von "Sputnik Usbekistan" mit dem Bericht über Usbekistan hier wieder für Diskussionen über Russland auslöst.
Der Artikel wurde zwar im Sputnik UZ veröffentlicht, schreibt aber über russische Migranten "im Allgemeinen" und nicht nur über Migranten "aus Usbekistan". Deswegen dachte ich mir, den hier mal zu verlinken, kann so verkehrt nicht sein.
Zur ganzen Diskussion "Lohnt sich ein russ. FS, oder nicht?!" ist es für mich mal wieder Ansichtssache: Klar, russische Papiere beruhigen, und dass vor allem wenn man längerfristig plant - Allerdings: Wer weiß schon, wie oft dessen Regelungen konstant bleiben? Kann ja sein, dass sich die Bestimmungen sich auch fortlaufen ändern (sei es nun nur für Migranten oder für alle mit russ. FS). Will sagen: Auch da sollte man wohl stets ein Ohr auf Empfang haben.
Meine VID hängt am Visum, welches in einem Jahr abläuft, und auch wenn ich momentan keinen Grund sehe, nicht mit einer Verlängerung zu rechnen, werde ich vorerst nichts unternehmen, um den russ FS zu bekommen. Wenns dann in die Verlängerung geht wird neu bewertet.