Re: Ukraine
Verfasst: 19 Dez 2021, 20:10
@AH
Dein Kommentar beschreibt vorwiegend die Vergangenheit der letzten 20 Jahre Russlands, waehrend mein Kommentar sich mehrheitlich auf die Zukunft des besagten Staates fixiert. Also reden wir im Grunde genommen teilweise aneinander vorbei, wobei ich dir zustimme, dass die Vergangenheit sicherlich nicht unbedeutend sein kann. Betreffend Erlangen durch Bomben erpresster Demokratie: Waere es zu einer solchen Aktion gekommen, wenn die Machthaber nur einem minimalen Wunsch von ein paar Studenten nachgekommen waeren, namentlich eine Lockerung der Nutzung des Internets zu gewaehren? Ich denke Nein, denn weshalb hat ein Syrier/in bspw. nicht das gleiche Recht sich ueber gewisse Aktivitaeten zu informieren, wie ein/e Europaer/in, oder ein/e Kanadier/in? Koennte es sein, dass Syrier/innen moeglicherweise auf Informationen gestossen waeren, welche zum Unmut der Benutzer haette werden koennen? Und auch wen Soros und Co. angeblich Falschmeldungen verbreiten, oder verbreitet haben, die Entscheidung und Konsum, was jede Person fuer sich als realistisch, oder gar Realitaet gewichtet, liegt doch bei jedem gebildeten Individuum selbst, oder aber die Regierung traut ein Teil seiner Bevoelkerung ganz einfach die Faehigkeit dafuer nicht zu, infolge Rueckstaendigkeit der Bildung. Wen dem tatsaechlich so ist, dann liegt das Versaeumnis von ausgewogener und zeitgemaesser Bildung doch in erster Linie bei der Regierung selbst. Du schreibst, dass es nicht nur den einen richtigen Weg gibt! Dem ist so, doch wer entscheidet dann die Richtung in den einen richtigen Weg, welcher es gar nicht gibt? Das Volk sollte da massgeblich in eine Entscheidung miteinbezogen werden, denn letztendlich wird diese Mitentscheidung vorwiegend den Souveraen betreffen und sollte nicht vordergruendig die Machtgelueste des Establishment beruecksichtigen. Diebstahl erfolgt bis heute auch unter Putin im grossen Stiel, deshalb ist ein Vergleich mit Chodorkowski nicht massgebend. Zeitlich sieht es doch so aus, dass die momentanen Diebstaehle "ungeliebter" verfolgt und aufgedeckt werden, waehrend jene der " geliebten ", also Systembefuerworter entweder willkuerlich nicht aufgedeckt werden, oder aber es finden schon gar keine Ermittlungen statt. Beweise dafuer sind gibt es zuhauf. Du vergleichst "Abhauen "mit Mut! In einem System, wo die Rechtssicherheit nur auf dem Papier gewaehrleistet wird und bei Bedarf durch die Regierung, bzw. Gerichte ignoriert und nicht angewendet werden, hat ein "Abhauen" weder mit Mut, noch mit Patriotismus wenig zu tun, sondern erkenne ich darin eher den Selbstzweck um ungerechtfertigte Verfolgung bis hin zur Verhaftung entgegenzuwirken. Liegt denke ich im Instinkt jedes Einzelnen, welcher auch nur bedingt an ein in Ehrlichkeit und Gerechtigkeit funktionierendes Rechtssystem glauben. Leider existiert dies in RU nur sehr bedingt, was die Anzahl der Klagen beim EGMR auch so bestaetigen. Wie ich deinen Worten entnehmen kann, wird deiner Meinung nach Politik nur von den Groessen betrieben, also das Volk hat das zu schlucken, was diese Groessen vereinbaren. Gegenfrage: Schluckst du den auch Alles (auf Entscheidungen bezogen), was dir Personen in deinem Freundes- und Bekanntenkreis von dir erwarten, oder gar verlangen? Respekt faengt doch da an, wo Intergration, Mitwirken und Mitentscheiden gegeben und gewaehrleistet wird! Ist dazu eine gewisse Groesse ( finaziell, oder Macht) dazu von Noeten? Meiner Meinung nach nicht wirklich, sondern das anhoeren und die Gemeinsamkeit gewuenschtes so gut wie moeglich fuer alle Beteiligten zu erreichen. 100% gibt es selten, aber es gibt sehr oft zufriedenstellende Konsense. Das vorgenannte Beispiel kann sich auch auf eine Situation am Arbeitsplatz betreffen. Betreffend Militaer und neuen Russen in das Boot holen unter Anwendung diktatorischer Massnahmen ist doch mit Zwang und Erpressung verbunden. Dies wo moeglich um sich teilweise selbst zu bereichern. Sicherlich hat eine gewisse autoritaere Kontrolle einige Vorteile, so wie auch demokratische Systeme Vorteil aufweisen. Putin hat sich sicherlich teilweise bewaehrt, doch im Hintergrund ist einigen Personen in seinem Umfeld, so wie ihm selbst teilweise in den Kopf gestiegen und dies soweit, dass er selbst gegen die eigene Verfassung verstossen muss, oder aber die Verfassung zu seinen Gunsten anpassen muss, um noch an der Macht zu bleiben und dies in der Ignoranz, dass in seinem Land auch eine staatliche Anzahl andersdenkender Leben. Putin und die Genossen von ER behaupten stets, dass es diese Haerte und Rohheit benoetigt, doch haben sie noch in keiner Weise einen Durchbruch fuer die politische, zivile und wirtschaftliche Zukunft erreicht. Der Otto-Norma-Souveraen wird seit Jahren aermer und eine Besserung ist momentan nicht in Sicht. Ich verschweige nicht, dass dies in anderen Staaten nicht auch der Fall ist, aber sicherlich nicht in diesem Ausmass und ueber eine solche Zeitspanne. Betreffend Lohn und Renten: Ueber Loehne in RU zu diskutieren, lohnt sich schon gar nicht mehr, denn es fehlt an Transparenz der Realitaeten. Was Renten betrifft: Hier im Haus eine Rentnerin: Renteneinkommen 14283 Rubel. Die Dame ist 78 Jahre jung und besitzt eine 1 Z-Wohnung auf Hypothek, welche von ihrem Mann und ihr selbst unterzeichnet wurde. Im staatlichen Rentenfond liegen seit Jahren Gelder, welche sie und ihr Mann vor Jahren auf staatliches Geheiss an diesen Fond ueberwiesen haben, oder mussten. Um ihre finanzielle Situation ein wenig zu entspannen, hat sie die Gelder schon mehrmals beantragt, denn sie ist kinderlos. Nun hat der Staat diesen Fond und eine Auszahlung ein weiteres mal bis auf 2024 gespeert. Wo bleibt da Putins Verstaendnis? Immerhin hat das Ehepaar die Gelder selbst erwirtschaftet.
Betreffend DDR und meiner Frage:
Honecker war doch in Etwa vom aehnlichen Strumpf Putins. Doch du schreibst, dass die Ex-DDR Buerger sich mehrheitlich dem Westen zuwandten, obschon doch die Regierungsform der jenigen der EX-DDR naeher stand, als die Demokratie. Weshalb wandten sich dann doch die Mehrheit der verfluchten Demokratie der westlichen Staaten zu?
Dein Kommentar beschreibt vorwiegend die Vergangenheit der letzten 20 Jahre Russlands, waehrend mein Kommentar sich mehrheitlich auf die Zukunft des besagten Staates fixiert. Also reden wir im Grunde genommen teilweise aneinander vorbei, wobei ich dir zustimme, dass die Vergangenheit sicherlich nicht unbedeutend sein kann. Betreffend Erlangen durch Bomben erpresster Demokratie: Waere es zu einer solchen Aktion gekommen, wenn die Machthaber nur einem minimalen Wunsch von ein paar Studenten nachgekommen waeren, namentlich eine Lockerung der Nutzung des Internets zu gewaehren? Ich denke Nein, denn weshalb hat ein Syrier/in bspw. nicht das gleiche Recht sich ueber gewisse Aktivitaeten zu informieren, wie ein/e Europaer/in, oder ein/e Kanadier/in? Koennte es sein, dass Syrier/innen moeglicherweise auf Informationen gestossen waeren, welche zum Unmut der Benutzer haette werden koennen? Und auch wen Soros und Co. angeblich Falschmeldungen verbreiten, oder verbreitet haben, die Entscheidung und Konsum, was jede Person fuer sich als realistisch, oder gar Realitaet gewichtet, liegt doch bei jedem gebildeten Individuum selbst, oder aber die Regierung traut ein Teil seiner Bevoelkerung ganz einfach die Faehigkeit dafuer nicht zu, infolge Rueckstaendigkeit der Bildung. Wen dem tatsaechlich so ist, dann liegt das Versaeumnis von ausgewogener und zeitgemaesser Bildung doch in erster Linie bei der Regierung selbst. Du schreibst, dass es nicht nur den einen richtigen Weg gibt! Dem ist so, doch wer entscheidet dann die Richtung in den einen richtigen Weg, welcher es gar nicht gibt? Das Volk sollte da massgeblich in eine Entscheidung miteinbezogen werden, denn letztendlich wird diese Mitentscheidung vorwiegend den Souveraen betreffen und sollte nicht vordergruendig die Machtgelueste des Establishment beruecksichtigen. Diebstahl erfolgt bis heute auch unter Putin im grossen Stiel, deshalb ist ein Vergleich mit Chodorkowski nicht massgebend. Zeitlich sieht es doch so aus, dass die momentanen Diebstaehle "ungeliebter" verfolgt und aufgedeckt werden, waehrend jene der " geliebten ", also Systembefuerworter entweder willkuerlich nicht aufgedeckt werden, oder aber es finden schon gar keine Ermittlungen statt. Beweise dafuer sind gibt es zuhauf. Du vergleichst "Abhauen "mit Mut! In einem System, wo die Rechtssicherheit nur auf dem Papier gewaehrleistet wird und bei Bedarf durch die Regierung, bzw. Gerichte ignoriert und nicht angewendet werden, hat ein "Abhauen" weder mit Mut, noch mit Patriotismus wenig zu tun, sondern erkenne ich darin eher den Selbstzweck um ungerechtfertigte Verfolgung bis hin zur Verhaftung entgegenzuwirken. Liegt denke ich im Instinkt jedes Einzelnen, welcher auch nur bedingt an ein in Ehrlichkeit und Gerechtigkeit funktionierendes Rechtssystem glauben. Leider existiert dies in RU nur sehr bedingt, was die Anzahl der Klagen beim EGMR auch so bestaetigen. Wie ich deinen Worten entnehmen kann, wird deiner Meinung nach Politik nur von den Groessen betrieben, also das Volk hat das zu schlucken, was diese Groessen vereinbaren. Gegenfrage: Schluckst du den auch Alles (auf Entscheidungen bezogen), was dir Personen in deinem Freundes- und Bekanntenkreis von dir erwarten, oder gar verlangen? Respekt faengt doch da an, wo Intergration, Mitwirken und Mitentscheiden gegeben und gewaehrleistet wird! Ist dazu eine gewisse Groesse ( finaziell, oder Macht) dazu von Noeten? Meiner Meinung nach nicht wirklich, sondern das anhoeren und die Gemeinsamkeit gewuenschtes so gut wie moeglich fuer alle Beteiligten zu erreichen. 100% gibt es selten, aber es gibt sehr oft zufriedenstellende Konsense. Das vorgenannte Beispiel kann sich auch auf eine Situation am Arbeitsplatz betreffen. Betreffend Militaer und neuen Russen in das Boot holen unter Anwendung diktatorischer Massnahmen ist doch mit Zwang und Erpressung verbunden. Dies wo moeglich um sich teilweise selbst zu bereichern. Sicherlich hat eine gewisse autoritaere Kontrolle einige Vorteile, so wie auch demokratische Systeme Vorteil aufweisen. Putin hat sich sicherlich teilweise bewaehrt, doch im Hintergrund ist einigen Personen in seinem Umfeld, so wie ihm selbst teilweise in den Kopf gestiegen und dies soweit, dass er selbst gegen die eigene Verfassung verstossen muss, oder aber die Verfassung zu seinen Gunsten anpassen muss, um noch an der Macht zu bleiben und dies in der Ignoranz, dass in seinem Land auch eine staatliche Anzahl andersdenkender Leben. Putin und die Genossen von ER behaupten stets, dass es diese Haerte und Rohheit benoetigt, doch haben sie noch in keiner Weise einen Durchbruch fuer die politische, zivile und wirtschaftliche Zukunft erreicht. Der Otto-Norma-Souveraen wird seit Jahren aermer und eine Besserung ist momentan nicht in Sicht. Ich verschweige nicht, dass dies in anderen Staaten nicht auch der Fall ist, aber sicherlich nicht in diesem Ausmass und ueber eine solche Zeitspanne. Betreffend Lohn und Renten: Ueber Loehne in RU zu diskutieren, lohnt sich schon gar nicht mehr, denn es fehlt an Transparenz der Realitaeten. Was Renten betrifft: Hier im Haus eine Rentnerin: Renteneinkommen 14283 Rubel. Die Dame ist 78 Jahre jung und besitzt eine 1 Z-Wohnung auf Hypothek, welche von ihrem Mann und ihr selbst unterzeichnet wurde. Im staatlichen Rentenfond liegen seit Jahren Gelder, welche sie und ihr Mann vor Jahren auf staatliches Geheiss an diesen Fond ueberwiesen haben, oder mussten. Um ihre finanzielle Situation ein wenig zu entspannen, hat sie die Gelder schon mehrmals beantragt, denn sie ist kinderlos. Nun hat der Staat diesen Fond und eine Auszahlung ein weiteres mal bis auf 2024 gespeert. Wo bleibt da Putins Verstaendnis? Immerhin hat das Ehepaar die Gelder selbst erwirtschaftet.
Betreffend DDR und meiner Frage:
Honecker war doch in Etwa vom aehnlichen Strumpf Putins. Doch du schreibst, dass die Ex-DDR Buerger sich mehrheitlich dem Westen zuwandten, obschon doch die Regierungsform der jenigen der EX-DDR naeher stand, als die Demokratie. Weshalb wandten sich dann doch die Mehrheit der verfluchten Demokratie der westlichen Staaten zu?