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Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 23 Feb 2025, 19:36
von HJ52
"Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bereitschaft geäußert, im Falle eines Nato-Beitritts der Ukraine zurückzutreten. „Wenn es für mich absolut notwendig ist, meinen Posten zu verlassen, bin ich dazu bereit. Ich kann ihn gegen eine Nato-Mitgliedschaft eintauschen "

Quelle: Focus

Hat was von Ludwig dem XIV, oder?

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 14:00
von saransk
HJ52 hat geschrieben: 23 Feb 2025, 19:36 "Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bereitschaft geäußert, im Falle eines Nato-Beitritts der Ukraine zurückzutreten. „Wenn es für mich absolut notwendig ist, meinen Posten zu verlassen, bin ich dazu bereit. Ich kann ihn gegen eine Nato-Mitgliedschaft eintauschen "
Quelle: Focus
Hat was von Ludwig dem XIV, oder?
Na er bietet wenigstens etwas an. Wobei man da sicher noch ne Schippe drauf legen kann.
Aber von Seiten der Kriegsverbrecher werden doch bisher nur Forderungen erhoben, ohne irgend eine Gegenleistung zu gewähren.
Sicher könnte man in einem Waffenstillstandsabkommen/Friedensvertrag den Passus reinschreiben, das die UA kein Nato-Mitglied wird.
Aber rechtlich dürfte so etwas in einer ganz grauen Grauzone liegen, schließlich entscheidet jeder souveräne Staat selbst, wo und wo nicht er Mitglied/Partner werden möchte. und was wäre in fünf oder zehn Jahren, wenn die Regierungen in Europa, der UA und den USA durch Wahlen ausgetauscht wären und es bei einem erneuten Mitgliedsantrag der UA keine Bedenken seitens der Natostaaten gibt. Wird dann wieder ein Krieg vom Zaun gebrochen?

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 14:27
von HJ52
Zumindest hat die EU keinerlei Interesse an einer Friedenloesung.

"Polens Aussenminister Radoslaw Sikorski hat mitgeteilt, dass die Ukraine mit europäischer Hilfe noch das ganze Jahr 2025 über gegen Russland kämpfen kann."

Quelle: SRF

Na dann...."Krieg mit Russland ‚bis zum letzten Ukrainer" ?

Nachtrag: Baerbock rechnet mit einem Angriff Russlands, wenn die Ukraine die Kämpfe um die CBO verlieren sollte, auf Polen und (!) Ostdeutschland. Quelle: Schlussrunde :lol: vor der Wahl, 20.02.25

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 14:43
von Bluewolf
Zumindest hat die EU keinerlei Interesse an einer Friedenloesung.
Hätte ich vor Trumps "Friedensinitiative" nicht zugestimmt. Aber unabhängig davon, wer im Endeffekt was zu sagen hat, ist es höchst dümmlich über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu entscheiden. Spätestens mit der Abfuhr für den polnischen Präsidenten hat die US Administration endgültig Fakten zur aktuellen Lage geschaffen.
Mir schwarz-rot in Deutschland, Starmer und Macron im Kampfmodus und angepissten Skandinaviern, Niederländern, Polen und Balten wird es spannend bei den nächsten EU Treffen.

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 17:47
von Axel Henrich
saransk hat geschrieben: 24 Feb 2025, 14:00Aber von Seiten der Kriegsverbrecher werden doch bisher nur Forderungen erhoben, ohne irgend eine Gegenleistung zu gewähren.
Die haben Sie von Anfang an und auch heuer noch, sehr klar kommuniziert, worauf aber bis dato nicht eingegangen wurde. Macron und Schulz, du erinnerst dich sicher an den langen Tisch, kamen selbst kurz vor dem Knall, mit leeren Händen. Und ich bin mir heute noch sicher, dass Russland, bei Verzicht der UA auf Nato, sein Maximalforderungspaket aufgedröselt hätte und auch die EU/Nato/Amis hätten nachziehen können und müssen ...
Aber das passte wohl den eigentlichen Strippenziehern so gar nicht ins Programm! Jetzt gerade erst, nach 3 Jahren Krieg, vielen tausenden Toten, Konzeptlosigkeit des Westens, kommt Scholz daher und meint auf einmal: "jetzt wird es Zeit, über den Frieden nachzudenken" ...
saransk hat geschrieben: 24 Feb 2025, 14:00Sicher könnte man in einem Waffenstillstandsabkommen/Friedensvertrag den Passus reinschreiben, das die UA kein Nato-Mitglied wird. Aber rechtlich dürfte so etwas in einer ganz grauen Grauzone liegen
... weshalb sich Russland, nachdem es mehrere Male schon gelinkt wurde, auch nicht darauf einlässt!
saransk hat geschrieben: 24 Feb 2025, 14:00 schließlich entscheidet jeder souveräne Staat selbst, wo und wo nicht er Mitglied/Partner werden möchte.
Genau das funktioniert eben in dieser Hinsicht und was ein internationales Verteidigungsbündniss betrifft, nicht! Wenn du mein Nachbar wärst, gehen deine Rechte eben nur so weit, bis du meine Rechte tangential perforierst ...
Zumal es hier eben nicht nur um nachbarschaftliche Interessen, sondern um internationale, also handfeste Sicherheitsinteressen geht! Die Amis sehen das inzwischen ähnlich (i hope so), daß genau diese berechtigten Sicherheitsinteressen der Russen eben auch eine Rolle spielen.
Nochmal: Höre dir mal das gekünstelte Gejammer der Polen an, wenn die Russen die gesamte UA einnehmen würden und Sie hätten plötzlich die pösen Russen auch hier in direkter Nachbarschaft, genau so jammern auch die Deutschen über das sicherheitsploitische Risiko, wenn die Russen plötzlich an der deutschen Grenze stehen würden, Jens erwähnte es ja schon "Bärbock: nach Polen wäre Brandenburg dran" ... :lol: )

Komischerweise gesteht man den Russen aber genau diese Ängste nicht zu, denn genau durch den Beitritt UAs in die Nato, sinken die Vorwarnzeiten z.B. für Raketen, in den 1stelligen Sekundenbereich! Ja ich weiß, die Nato ist "nur" ein Verteidigungsbündniss und würde NIEMALS ... oder warte Mal ... Serbien, Syrien, Lybien, Afghanistan, Irak ... wohin die Richtung ging, sah man unter Jelzin ....
NEIN und nochmals NEIN! Es ist eben nicht immer die Entscheidung eines einzelnen Staates, welchem Bündniss ein Staat "angehören möchte". Die Amis geben es inzwischen auch öffentlich zu und verweisen auf Beispiele in Südamerika, wenn sich da plötzlich die Russen (wieder) "engagieren" würden ... Den Hinweis und die Reaktion der Amis 1961 erspare ich mir mal ... uuups ... ;)

Btw haben auch die Ukrainer selbst dem EU Beitritt nicht blind zugestimmt, vor allem, nachdem Sie erfahren haben, welchen Preis Sie dafür zahlen ... Russland hat es unter Jelzin erlebt, wir Ossis haben es erlebt, zugegeben in abgeschwächt Form, aber auch hier hat es eine relevante Masse bis heute schwer getroffen.
Und was der Systemwechsel btw noch erwirkt, siehst du im Irak, Afghanistan, Lybien, und Syrien etc. sehr gut. Die Situation der Menschen hat sich doch nicht wirklich tum Guten, zum Besseren geändert, im Gegentum! Schau mal nach Tschechnien, ja Sie haben Kadyrow, aber leben die Menschen schlechter, als in den gerade genannten Gebieten? Das muss man doch alles auch sehen!

Insofern ist Sels Angebot (Rücktritt für Natobeitritt :lol: ) nicht wirklich Eins. Neben seiner, auch hier wieder, sichtbaren, völligen Selbstüberschätzung, ist er in dem gesamten Problempool unwichtig!
saransk hat geschrieben: 24 Feb 2025, 14:00und was wäre in fünf oder zehn Jahren, wenn die Regierungen in Europa, der UA und den USA durch Wahlen ausgetauscht wären und es bei einem erneuten Mitgliedsantrag der UA keine Bedenken seitens der Natostaaten gibt. Wird dann wieder ein Krieg vom Zaun gebrochen?
Muss man wohl ganz klar mit JA beantworten! Und genau deshalb ist Russland an einer langfristigen, endgültigen Lösung interessiert, die eben genau die Ursachen für diesen Konflikt aufarbeitet und beseitigt.
Man muss Putin ja nicht lieben, aber hört doch auch mal zu, was er sagt!

Die Sicherheit Europas, hängt unmittelbar mit den Sicherheitsinteressen Russlands zusammen. Das Ignorieren der Sicherheitsinteressen einer Partei, hat uns genau dahin gebracht, wo wir heute stehen und das auf dem Rücken eines Dritten, nämlich der Ukraine!

-ah-

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 18:08
von willi
HJ52 hat geschrieben: 24 Feb 2025, 14:27
Nachtrag: Baerbock rechnet mit einem Angriff Russlands, wenn die Ukraine die Kämpfe um die CBO verlieren sollte, auf Polen und (!) Ostdeutschland. Quelle: Schlussrunde :lol: vor der Wahl, 20.02.25
Ja, das hat mir auch Angst gemacht, - jetzt nicht der Angriff, sondern die Äusserungen von Baerbock. Die war ja völlig durch den Wind und hat sich gar nicht mehr eingekriegt.

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 18:09
von Axel Henrich
Bluewolf hat geschrieben: 24 Feb 2025, 14:43Aber unabhängig davon, wer im Endeffekt was zu sagen hat, ist es höchst dümmlich über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu entscheiden.
Interessant, wer sind denn die Betroffenen? Brich es doch mal runter! UA ist nur Mittel zum Zweck, es ist ein Stellvertreterkrieg! Betroffene sind hier tatsächlich, was u.a. die Natoexpansion und Sicherheitsstratgie etc. betrifft, die Amis und die Russen ...
Und genau die sitzen jetzt bilateral zusammen! Dass es auch um UA geht, selbstredend, aber die Amis und Russen haben genug Baustellen untereinander, da hat UA schlicht und ergreifend nix zu suchen!

UA und damit Sel haben seine und UAs Bedeutung nicht nur nicht erkannt, sondern maßlos überschätzt, bzw. wurden durch schöne Worte geblendet! Ein Blick in die Geschichte hätte Sie aufhorchen lassen müssen ...

Die Ziele Russlands haben sich bis dato, mangels Entgegenkommen, nicht geändert, die Ziele der Amis werden gerade sehr deutlich! Siehst du da ingwo, ingwie, ingwelche Köpfe, noch dazu Ukrainische?! Sorry, aber auch das muss man ja nun inzwischen auch mal resümieren ...

Scholz hat kurz vor seinem Abgang, in einer Situation kurz nach seinem UA Besuch/Gespräch mal kurz Verstand gezeigt: "es wird langsam Zeit, über Frieden nachzudenken". Erinnere dich mal an die Wort von Stoltenberg nach seinem Abgang ..., im Wording waren das die besagten Baerbockchen 360 Grad ...

-ah-

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 18:59
von Bluewolf
UA ist nur Mittel zum Zweck, es ist ein Stellvertreterkrieg! Betroffene sind hier tatsächlich, was u.a. die Natoexpansion und Sicherheitsstratgie etc. betrifft, die Amis und die Russen ...
Das erste bezweifle ich nicht. Aber ich habe die Befürchtung, dass die USA und Russland da jetzt etwas übers Ziel hinausschießen und was das für mich persönlich in der EU bedeutet.
Mal ein Blick in die Glaskugel:
Den in meinem letzten Beitrag erwähnten Staaten reißt die Hutschnur. Einstimmingkeitsprinzip der EU fällt weg. Verträge analog der EWG werden auch für Verteidigung geschlossen. Rüstungsindustrie fährt hoch. Soldaten einer Koalition der Willigen werden in UA stationiert.
Polen und Finnland befestigen die Grenze usw., ich möchte gar nicht weiter nachdenken. Wenn die derzeitigen Aktionen auch nur zwei Drittel der EU zusammen treibt ...
Ich weiß nicht ob es tatsächlich von den USA und RU so klug ist ihre Machtpositionen auszutesten. Klar, jetzt im Moment kommen sie damit durch, da bin ich bei dir.
Aber ein heißer Konflikt zwischen der EU und Russland trifft jeden in diesem Forum mal so richtig. Sei es Reisefreiheit, Immobilien in RU, Verwandschaft usw. Dann sprechen wir nicht mehr nur von 36 Std. Reisezeit oder 24 Std. an der Grenze.

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 20:22
von HJ52
Aus der Entfernung, unter taeglichen Einfluss von google news, Schwerpunkt Deutschland + Weltweit.

Deutschland wird seit Mitte '22 vom Buendnis90/Die Gruenen auf Kriegstuechtig getrimmt.

"Wer Frieden will, braucht erst das Militär" Wer hats geschrieben, genau, die Gruenen.

Bild

Und auch nach der Wahl, weiter in Richtung Krieg. Deutschland wird weder im Kosovo noch Hindukusch verteidigt. Schon gar nicht in der Ukraine. Das, zumindest Westdeutschland, hinter Waffen! Waffen! Waffen! und einer Entsendung der Bundeswehr steht, zeigt die Stimmenverteilung. Schwarz BRD, Blau der Osten Deutschlands. Und wie lange eine Waffenruhe haelt, zeigt die Geschichte.

Re: Friedensverhandlungen

Verfasst: 24 Feb 2025, 20:31
von Bluewolf
Naja, Korea funktioniert ja auch schon ne Weile. Ich hoffe man findet für die UA eine bessere Lösung...